10.09.2021 - 11:36 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Ärger um Wahlplakate

Vor Wahlen werden immer wieder die Plakate von Politkern verunstaltet, so auch diesmal wieder in Grafenwöhr. Im Bauausschuss heißt es sogar, dass es so schlimm wie nie sei.

Viele Plakate zur Bundestagswahl wurden im Stadtgebiet verunstaltet. Die Ortsverbände haben Anzeige erstattet.
von Stefan NeidlProfil

Die Bundestagswahl am 26. September steht vor der Tür. Darum haben die Parteien die Tafeln im Stadtgebiet mit den Konterfeis ihrer Kandidaten plakatiert. Manchen wohl ein Dorn im Auge: Viele Plakate wurden beschmiert und zerrissen, andere wiederum mit wohlwollenden Kommentaren und Herzchen versehen.

SPD-Ortsvorsitzender Timo Schön störte sich in der Grafenwöhrer Bauausschusssitzung an diesem Verhalten. Er habe mit CSU-Ortsvorsitzender Anita Heßler bereits gemeinsam Strafanzeige gegen Unbekannt wegen Sachbeschädigung gestellt. Stellvertretende Vorsitzende und zweite Bürgermeisterin Anita Stauber (CSU) bestätigte eine zunehmende Polarisierung: "Die Verunstaltung der Wahlplakate war noch nie so schlimm."

Eine weitere Partei habe ohne Genehmigung zudem am Eingang zum Industriegebiet ihre Plakate aufgehängt und damit gegen die Plakatierverordnung der Stadt verstoßen. Sie hat sich aber bereits einsichtig gezeigt und werde es demnächst abnehmen. Auch Fraktionssprecher der Freien Wähler, Thomas Schopf, ärgerte sich. Seines Wissens nach ist Grafenwöhr die einzige Gemeinde in der Umgebung, die den Parteien feste Tafeln zuordnet, während anderswo "Fist come, first serve" (wer zuerst kommt, mahlt zuerst) gilt. Dies sei oft unpraktisch, da Plakate unterschiedliche Formate hätten, auch gebe es auswärtige Bewerber, die sich nicht an die Vorschriften halten würden. Stauber war aber der Meinung, die Stadt sei mit einer vorgeschriebenen Zuordnung stets gut gefahren und will die Praxis beibehalten.

Weiter verkündete sie, die Arbeiten für die Parkplätze bei der Fußgängerampel und dem Geschäft "Gradl Petra" hätten begonnen. Diese werden vom Bauhof selbst verrichtet. Ebenso haben die Arbeiten am Baugebiet "Am Bühl" bei Gößenreuth begonnen. Jürgen Wegmann (CSU) informierte, dass der Steinäckerweg in Gmünd tiefe Risse hätte, aus dem bereits Gras herauswächst. Dies sollte noch vor dem Winter repariert werden. Thomas Mayer (CSU) erklärte, beim Weg zur Sandfurthbrücke gebe es viele lose Stellen. Er wünschte sich, den Belag einmal festrütteln zu lassen.

Das war in Grafenwöhr nach den Anschlägen vom 11. September vor 20 Jahren los

Grafenwöhr

"Die Verunstaltung der Wahlplakate war noch nie so schlimm."

Zweite Bürgermeisterin Anita Stauber

 

 

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