06.11.2020 - 10:36 Uhr
GeorgenbergOberpfalz

Georgenberg: Mobilfunk hat Vorrang vor Sicht auf Kirche

Breitere Antennen für den Mobilfunk auf dem Pfarrhaus in Neukirchen zu St. Christoph können zu einer Beeinträchtigung führen. Der Gemeinderat fasst einen einstimmigen Beschluss.

Die Antennen auf dem Pfarrhaus (rechts) sollen durch eine neue Technik ersetzt werden. Damit könnte eine Beeinträchtigung der Sicht auf die Kirche verbunden sein. Der Gemeinderat gab der ausreichenden Mobilfunkversorgung Georgenbergs den Vorrang.
von Walter BeyerleinProfil

Infolge des Umbaus der Antennenanlage für den Mobilfunk auf dem Pfarrhaus in Neukirchen zu St. Christoph könnte die Sicht auf die unmittelbar daneben stehende denkmalgeschützte Kirche beeinträchtigt werden. Die jetzt auf dem Pfarrhaus vorhandenen senkrecht in den Himmel ragenden Antennen sollen durch sichtbare breitere Querantennen ersetzt werden, was zu einer Beeinträchtigung des Blickes auf die Kirche führen könnte, sagte Bürgermeisterin Marina Hirnet in der Gemeinderatssitzung am Donnerstagabend. Es sei aber wichtig, in Georgenberg einen ausreichenden Mobilfunk zur Verfügung zu haben, betonte die Bürgermeisterin. „Das sehe ich als Teil der Grundversorgung.“ Geschäftsleiter Günter Gschwindler sieht keine anderen Alternativen, um den ausreichenden Mobilfunkempfang zu gewährleisten. In der Abwägung müsse deshalb der Grundversorgung der Vorrang gegeben werden, meinte er. Dieser Ansicht schloss sich der Gemeinderat einstimmig an.

Johann Maurer ist Altbürgermeister

Georgenberg

Hirnet gab auch die Empfehlung des Landratsamts Neustadtbekannt, aufgrund der Coronapandemie und der bestehenden Kontaktverbote keine Bürgerversammlungen abzuhalten. Die Kommune informiert die Bürger über die Ereignisse im gemeindlichen Geschehen auf der Homepage, an den Amtstafeln und im Gemeindeblatt. Bürger, die sich mit Anträgen zur Bürgerversammlung an die Gemeinde wenden wollten, können dies bis 30. November per E-Mail oder schriftlich auf dem Postweg machen.

Einstimmig leitete der Gemeinderat die Voranfrage von Markus Zetzl zum Neubau einer Maschinenhalle für landwirtschaftliche Zwecke ohne Tierhaltung zur Klärung der baurechtlichen Zulässigkeit dem Landratsamt Neustadt weiter. Die erforderliche Erschließung werde zunächst nicht geprüft, sagte die Rathauschefin. Wenn die Stellungnahme des Landratsamts vorliegt, soll eine Kanalbefahrung Aufschluss über dessen Aufnahmefähigkeit für das auf dem Baugrundstück anfallende Niederschlagswasser bringen.

Gemeinsames Sinkkasten-Hebegerät

Im vergangenen Jahr verneinte die Gemeinde eine Anfrage von Pleystein, Waldthurn, Waidhaus und Eslarn zur gemeinsamen Beschaffung und Nutzung eines Sinkkasten-Hebegeräts. Hirnet kennt jetzt aber einen Bedarf, weil bei einer Ausleihe für das Gerät 450 Euro bezahlt werden müssen, außerdem das Gerät in Nabburg abzuholen und dorthin wieder zurückgebracht werden muss. Das Hebegerät war 2019 zweimal und 2017 einmal ausgeliehen worden. In der Relation zu den Aufwendungen würde sich ein „Einkauf in der Gemeinschaft“ nach zweieinhalb Jahren amortisieren, betonte die Bürgermeisterin. Zu zahlen wären an die bestehende Nutzungsgemeinschaft 2445 Euro. Ein neues Gerät kostet rund 10.000 Euro. Oswald Hamann (CSU) sah im Eintritt in die Gemeinschaft eine Erleichterung für die Gemeindearbeiter. Die Kosten für Schäden am Gerät müsse der Verursacher bezahlen, erklärte Hirnet auf Frage aus dem Gremium. Einstimmig beschloss der Gemeinderat, sich an der Nutzung der Hebeanlage zu beteiligen.

Ebenso einstimmig beschloss der Gemeinderat den anteiligen Höchstbetrag der Förderung für die Herstellung eines gigabitfähigen und durchgängigen Glasfaseranschlusses für das Verwaltungsgebäude in Pleystein an die Verwaltungsgemeinschaft zu übertragen. Auszugehen ist von einer Förderung in Höhe von 36 Prozent des Höchstbetrages von 50.000 Euro.

Neues Feuerwehrauto

Auf Antrag von Andreas Götz (BLG) wurde die Behandlung der Bedarfsplanung für die Feuerwehren in den öffentlichen Teil aufgenommen. Es handle sich um eine „grundlegende Beratung“, betonte Hirnet. Als wichtigste Erkenntnis ergab sich die Notwendigkeit der Beschaffung eines neuen Fahrzeugs LF 10 für die Feuerwehr Neudorf, dessen Nutzungsdauer und Möglichkeit der Beladung gegenüber anderen Fahrzeugen für eine Entscheidung wichtig sei, wie Götz ergänzte. Bis zur Januarsitzung muss sich das Gremium nun überlegen, ob ein gebrauchtes Fahrzeug oder ein Neufahrzeug angeschafft wird. Die Kosten für ein Neufahrzeug ohne Zuschüsse und mögliche Rabatte bei einem gemeinsamen Kauf mit anderen Wehren belaufen sich auf 280.000 Euro. Beim Bau des Feuerwehrhauses Neudorf werden nochmals neue Planunterlagen notwendig, weil die „Preise und der Umfang des Hauses weitauseinandergingen“, wie Götz andeutete. Ein neues TSF für die Feuerwehr Brünst ist für 2023 vorgesehen.

Aufgrund eines entsprechenden Vorfalls bittet Hirnet die Bürger um Einhaltung der Vorschriften bei der Beseitigung der Abfälle. In jedem Fall aber sei unzulässig, Abfälle auf dem eigenen Grundstück zu verbrennen.

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