Abriss des Hirschberg-Turms im Frühjahr

Anfang des Jahres hatte man die Ausschreibung für den Neubau des Hirschberg-Turms bei Fuhrn bewusst auf den Herbst gelegt - aus kostentaktischen Gründen. Vom Coronavirus war noch keine Rede. Zeit nachzufragen, wie es um den Plan steht.

Der Hirschberg-Turm wird in dieser Form bald der Vergangenheit angehören.
von Anne Sophie Vogl Kontakt Profil

Bereits seit Jahrzehnten steht am Hirschberg bei Fuhrn ein Turm. Zunächst diente er der Feuerüberwachung an der Eisenbahnstrecke Schwandorf-Bodenwöhr. 1973 wurde dann der Aussichtsturm unter der Trägerschaft des Naturparkvereins Oberpfälzer Wald fertiggestellt. Der 26,5 Meter hohe Turm ließ viele begeisterte Besucher bis nach Regensburg, Amberg oder die Tschechische Republik blicken. Vor allem an Silvester ein beliebter Treffpunkt um gemeinsam das Feuerwerk zu genießen.

Morsche Balken

Doch seit dem Frühjahr 2019 hat es sich ausgeguckt, das Holzgebilde ist gesperrt. Morsche Balken vor allem im unteren Teil der Konstruktion machen das Betreten gefährlich. Anfang des Jahres wurde dann der Bau seines Nachfolgers beschlossen, doch mit den Ausschreibungen hielt man sich im Landratsamt Schwandorf noch zurück. "Würde jetzt im Frühjahr 2020 die Ausschreibung hinausgegeben werden, erfolgte das zu einem Zeitpunkt, zu dem alle potenziellen Auftragnehmer in der Regel volle Auftragsbücher haben", argumentiert der Pressesprecher Hans Prechtl damals. Die Folge wäre ein höheres Preisniveau gewesen, so entschied man, bis zum Herbst zu warten. Da war von der Coronapandemie aber noch keine Spur.

Der Hirschberg-Aussichtsturm wird geschlossen

Neunburg vorm Wald

Mittlerweile ist es Herbst geworden. Der zweite Lockdown, wenn auch als leichtere Version deklariert, legt viele öffentliche Prozesse lahm. Die Planung des Neubaus am Hirschberg, scheint aber keinen Corona-Schaden genommen zu haben. "Wir bereiten derzeit mit dem Ingenieurbüro Wellnhofer aus Schwandorf die Ausschreibung vor. Der Zeitplan sieht vor, im Frühjahr 2021 mit dem Abriss und dem Aufbau zu beginnen", bestätigt Hans Prechtl auf Nachfrage von Oberpfalz-Medien.

Am Plan ändert sich nichts

Trotz Viruskrise ist der Plan also noch der alte. Scheint so, als könnten sich Einheimische und Touristen - sofern es die wieder geben darf - nächstes Jahr wieder an dem einzigartigen Panoramablick über das Oberpfälzer Seenland und darüber hinaus erfreuen. Dann aber auf einer sicheren Holzkonstruktion, die hoffentlich mindestens ebenso 48 Jahre - wenn nicht länger - wie ihr Vorgänger auf dem Hirschberg stehen wird.

Ersatz für den Hirschberg-Aussichtsturm in Aussicht

Fuhrn bei Neunburg vorm Wald

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