21.08.2020 - 13:13 Uhr
Fuhrmannsreuth bei BrandOberpfalz

Premiere beim Jubiläum der Dorfkapelle in Fuhrmannsreuth

Die Feier des Jubiläums findet an diesem Samstag unter Einhaltung der Hygiene-Vorschriften im Freien statt. Die Marienandacht am Sonntag umrahmt der neugegründete "Nagler Dreigesang".

Eine solche Feier wie beim 25jährigen Gründungsfest des Kapellenbauvereins, bei dem Pater Joy und Pfarrer Bernd Philipp gemeinsam Gottesdienst gefeiert haben, wird es diesen Samstag nicht geben. Der Schutz vor Covid-19 verlangt Abstand. Doch der Platz an der Kapelle ist groß.
von Bertram NoldProfil

"Die Kapelle in Fuhrmannsreuth ist für viele Gruppen, aber auch Einzelpersonen ein Ort der Besinnung und Einkehr geworden", wird bei den Jahreshauptversammlungen des Kapellenbauvereins Fuhrmannsreuth immer wieder betont.

Das Wichtigste aber sei, dass die Kapelle mit Leben erfüllt sei. Das Kirchlein sei ein Ort, zu dem man gerne geht. Ein Dorfmittelpunkt sollte die Kapelle werden. Dass die Umsetzung des Plans gelungen ist steht außer Zweifel. Nun ist dieser religiöse Mittelpunkt von Fuhrmannsreuth bereits 25 Jahre alt und dieses Jubiläum wird an diesem Wochenende begangen, auch wenn Covid-19 dem Fest Grenzen setzt und eine Feier mit kirchlichem und weltlichem Teil nicht möglich macht.

Schwierige Anfänge

Bereits 1991 wurde ein Kapellenbauverein gegründet, um den Wunsch nach einer größeren Kirche Wirklichkeit werden zu lassen. Eine kleine Feldkapelle steht erhöht am Ortsausgang nach Ebnath. Dieser Ort war bei der Planung als möglicher Standort im Gespräch, kam jedoch aus Gründen des Denkmalschutzes gar nicht infrage. Keinesfalls sollte dieses uralte Glaubenszeugnis weichen. Mit dem Platz an der Nageler Straße wurde dann ein optimaler Standort für die Kapelle gefunden, der genau der Zielsetzung der Schaffung eines religiösen Dorfmittelpunkts gerecht wurde. Es folgten 1993 Spatenstich, Grundsteinlegung, Erstellung des Gebäudes und schließlich sollte auch die Glocke von Fuhrmannsreuth, die bis dahin auf dem Wohnhaus des Anwesens Bothner zum Gebet gerufen hatte, im Turm der neuen Kapelle ihren Auftrag erfüllen. Die Außenanlagen mussten noch gestaltet werden, dann konnte die Einweihung erfolgen. Der mittlerweile verstorbene Prälat Edmund Stauffer kam dazu nach Fuhrmannsreuth und weihte die Kapelle der Patronin "Maria Königin"; beim Patrozinium im August wird dies stets gefeiert. Und auch die halbrunden und runden "Geburtstage" des Vereins werden begangen.

Orgelweihe im jahr 2016

Herausragendes Ereignis im Vereinsjahr 2016 war das 25-jährige Bestehen des Kapellenbauvereins. Zwei Tage lang wurde gefeiert, beginnend mit einem Festgottesdienst, den Pater Joy Munduplackal mit Pfarrer Bernd Philipp, dessen Wurzeln mütterlicherseits in Fuhrmannsreuth liegen, zelebrierte. Pfarrer Philipp war auch der Festprediger. Es gab einen weiteren Grund zur Freude: die neue Orgel wurde eingeweiht, an deren Anschaffung auch die Evangelische Kirchengemeinde mit einer Spende beteiligt war, denn in Fuhrmannsreuth wird Ökumene gelebt. In der Kapelle finden nicht nur Messen, Rosenkranzandachten und Maiandachten statt, auch die Evangelische Kirchengemeinde hält dort ihre monatlichen Gottesdienste ab.

Vor vier Jahren wurde für die Kapelle in Fuhrmannsreuth eine neue Orgel angeschafft, die Pater Joy im Rahmen des Festgottesdienstes zum 25jährigen Bestehens des Vereins segnete.
Hintergrund:

Beliebte Tradition lebt wieder auf

Zum schönen Ereignis ist die alljährliche Messe an den Bitt-Tagen zusammen mit der Pfarrei Nagel geworden. Überaus beliebt waren die von der Volksmusikgruppe musikalisch mitgestalteten Gottesdienste im Advent an dem "Ort der Ruhe und Besinnung, der zur stillen Einkehr einlädt", wie Pater Joy einst sagte. Nach dem Tod von Helmut Bayer hat sich das Ensemble jedoch aufgelöst. Vielleicht erfährt es am Sonntag eine Renaissance in neuer Formation und unter neuem Namen.

Bernhard Roth, Armin Philbert und Siegfried Schindler aus Nagel haben sich zum "Nagler Dreigesang" zusammengefunden und gestalten am Sonntag um 14 Uhr die Marienandacht im Freien zum Jubiläum. Der Festgottesdienst mit Pater Pater Joy Munduplackal findet an diesem Samstag um 17.30 Uhr an der Kapelle im Freien statt. Dankesworte durch den Vorsitzenden des Kapellenbauvereins, Alfons Brucker, werden diesen Teil des Jubiläums beschließen. Am Bau und an der Pflege waren viele Fuhrmannsreuther beteiligt, insbesondere Familie Brucker. Sie alle werden am Samstag dabei sein, um sich an dem zu freuen, was sie gemeinsam geschaffen haben: ihren religiösen Dorfmittelpunkt.

Die Kapelle ist ein Magnet:

Fuhrmannsreuth bei Brand

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