05.11.2019 - 14:04 Uhr
FuchsmühlOberpfalz

Wirbel um ein großes Geheimnis

Nach der Pause im Frühjahr wird in Fuchsmühl wieder Theater gespielt. Für viel Wirbel, Lacher und Situationskomik sorgte am Wochenende das "Große Geheimnis" der Laienspielgruppe. Das Publikum war begeistert.

von Werner RoblProfil

Um einen erfolgreichen und am Schluss umjubelten Premierenabend auf die Beine zu stellen, benötigt die LSG drei Bühnenakte, gut aufgelegte Darsteller sowie ein perfekt eingespieltes Team vor und hinter den Kulissen. Drei völlig andere Dinge aber standen auf der Bühne im Mittelpunkt des Herbsttheaters, das am Samstag Premiere feierte: Nämlich eine in Aussicht gestellte Lebensversicherung, ein geheimnisvoller Fremder und ein ausgeklügelter Plan, den ein Bauer ausgeheckt hat.

Drei Akte lang wird eine Bauernstube zum Schauplatz für einen 80. Geburtstag, der eigentlich gar nicht mehr stattfinden kann. Nach und nach lernt man die handelnden Personen kennen, zu denen Bauer Peter und seine fürsorgliche Ehefrau Elisabeth gehören. Verkörpert wurden die Hauptrollen von Andrea Hecht und Werner Robl. Als Bühnen-Ehepaar sind sie den Zuschauern seit mehr als 15 Jahren bekannt. Das Duo spielte sich erneut in die Herzen seines Publikums.

"Das große Geheimnis" - ein Schwank von Bernd Gombold - wird erst kurz vor Schluss aufgelöst. LSG-Regisseur Wolfgang Lang hatte das Stück ausgewählt. Um es in Szene zu setzen, scharte er erneut ein erfahrenes Darstellerteam um sich. Dazu zählte auch Johanna Thoma als stets keifende und geldgierige Schwester Frieda. Gut drei Stunden lang versprühte die Fuchsmühlerin alles, was sich in ihr - besser gesagt in der Bühnenfigur - an Neid, Gift und Galle aufgestaut hatte. Die Darstellerin ließ kaum ein Requisit unverschont, um es, weil es ihr angeblich "die Mutter versprochen" hatte, vor lauter Habgier in ihren Besitz zu bringen.

Auf die Bühne zurückgekehrt war Ernst Tippmann, dem man die Pfarrer-Rolle anvertraut und bissige Seitenhiebe auf den "Herrn Bürgermeister" auf den Leib geschrieben hatte. Viel Bühnenerfahrung brachte auch Christina Hößl mit, die als Tochter Sabine einen schweren Stand hatte. Der aus der Türkei heimgekehrten Tochter wurde Andi Müller als gutherziger Bräutigam und vermeintlicher Bauernbursche zur Seite gestellt. Deutlich und lautstark machte sich Fatma bemerkbar, in der mehr steckte, als es zunächst den Anschein hatte. Verkörpert wurde die brave Türkin von Sabine Eger, die vor wenigen Jahren zur Theatertruppe stieß und inzwischen nicht mehr wegzudenken ist.

Ergänzt wurde das Ensemble schließlich von einem schlitzohrigen Martin Betz, der als einziger wusste, wo das große Geheimnis verborgen lag, um es gekonnt zu lüften. Mit den Vorbereitungen begann die Theatertruppe bereits im Spätsommer; geprobt wurde wöchentlich zweimal. Geopfert wurde auch der Allerheiligentag, um wenige Stunden vor der ersten Aufführung die Generalprobe anzusetzen.

Kleine Fehler wurden noch ausgemerzt, die Texthänger strich sich Margitta Sandner an. Erneut blieb Sandner aber unsichtbar, um leise und nur für die Darsteller hörbar im Souffleurkasten zu agieren. Alexander Schön sorgte für den guten Ton im dekorierten Saal. Fleißig war auch der Bühnenbau, der kurz zuvor - unterstützt von einem Fuchsmühler Unternehmen - neu eingekleidet worden war. Für die passende Stimmung sorgten die "Pechlattenfixner Dorfmusikanten".

Die Pausen nutzte das Publikum, um sich mit Brotzeiten einzudecken, die von den Theaterleuten angeboten wurden. Die Zuschauer fühlten sich gut aufgehoben – ob sie nun zum ersten Mal im Fuchsmühler Theater zu Gast waren oder zum Stammpublikum gehörten. "Wir kommen gerne wieder", hörte man auf dem Nachhauseweg.

Hintergrund:

Es gibt noch Karten für zwei Aufführungen

"Das große Geheimnis" wird am kommenden Samstag und Sonntag noch einmal aufgeführt. Der Theatervorhang öffnet sich am 9. November um 19.30 Uhr. Beginn am Sonntag, 10. November, ist eine Stunde früher. Eintrittskarten gibt es per E-Mail unter karten[at]lsg-fuchsmuehl[dot]de, zudem bei der Volksbank-Raiffeisenbank Nordoberpfalz und bei der Gemeindeverwaltung in Fuchsmühl zum Vorverkaufspreis von 7 Euro. An der Abendkasse kosten die Tickets je einen Euro mehr.

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