25.11.2019 - 13:41 Uhr
FuchsmühlOberpfalz

Tempo 30 kommt auf den Prüfstand

Bereits seit vielen Jahren ist im Bereich der Fuchsmühler Wallfahrtskirche Tempo 30 vorgeschrieben. Wie in der Gemeinderatssitzung bekannt wurde, soll die Geschwindigkeitsbeschränkung jetzt aber auf den Prüfstand.

Die Tempo-30-Regelung im Bereich der Wallfahrtskirche soll aufgehoben werden. Dagegen wehren sich die Fuchsmühler Markträte, denen die Sicherheit wichtig ist.
von Werner RoblProfil

Von Herzogöd heranbrausende Verkehrsteilnehmer müssen (kurz vor der Wallfahrtskirche) wenige Meter nach dem Ortsschild erneut auf die Bremse treten. Unübersehbar weisen zwei Schilder – links und rechts der Fahrbahn - darauf hin, dass man in diesem Bereich nur noch 30 Stundenkilometer fahren darf. „Wir können die Beschränkung, die derzeit noch Gültigkeit hat, aber nicht mehr aufrecht halten“, verwies Bürgermeister Wolfgang Braun am Freitagabend auf ein Schreiben aus dem Landratsamt.

Der Marktgemeinde wurde vor einigen Tagen angekündigt, dass man die 30er-Zone neu regeln müsse. Begründet wurde die amtliche Forderung mit der Information, dass vor kurzem eine Geschwindigkeitsmessung per Laser durchgeführt wurde. Dabei wurde ein Verkehrsteilnehmer, der sich nicht an die Temporegel hielt, "geblitzt" und in der Folge mit einer Geldbuße belegt. Das aber ließ sich der Betroffene nicht gefallen. Der Widerspruch kam postwendend. Der Gemeinde wurde seitens des Landratsamtes mitgeteilt, dass man für die deutliche Tempobeschränkung keine Notwendigkeit mehr sehe, da „keine Schule mehr vorhanden“ sei. Den Markträten gefiel die geforderte Neuregelung von 30 auf 50 km/h aber überhaupt nicht.

In diesem Bereich liegt der östliche Kirchenausgang. Die Steintreppe endet unmittelbar an der Straße. Zudem befindet sich in diesem Bereich auch das Markthaus mit seinem Dorfladen, weiter unterhalb das Kinderhaus St. Marien. Bürgermeister Wolfgang Braun erinnerte an die bekannten Gegebenheiten. „Wir sollten die 30er-Zone aufrechterhalten“, empfahl er und bat um eine anschließende Aussprache.

„Mehr noch sollten wir die Geschwindigkeitsbeschränkung sogar bis zum Kinderhaus ausdehnen“, riet Braun. Anklingen ließ er, dass er die Stellungnahme so auch an das Landratsamt schicken werde. „Eigentlich meinten wir, den Leuten damit etwas Gutes zu tun“, meinte der Bürgermeister. „Man sieht, wie schnell solche Maßnahmen wieder gecancelt werden“, fügte Wolfgang Braun hinzu.

Dazu äußerte sich auch ein Teil der Gemeinderäte. Markus Troesch (CSU) meinte: „Für mich ist die Entscheidung nicht nachvollziehbar.“ Als „durchaus sehr sinnvoll“ erachtete SPD-Gemeinderat Udo Fürst die derzeit noch vorhandene Beschränkung. Im Namen der Sozialdemokraten schloss er sich der Meinung des Bürgermeisters an. Deutlich sprach sich Fürst für eine Beibehaltung des Tempolimits aus. „Wir sollten es nicht aufheben.“ Udo Fürst schob nach: „Im Gegenteil, die Geschwindigkeitsbeschränkung sollte in absehbarer Zeit sogar noch in Richtung Gemeindemitte ausgeweitet werden." Diese Forderungen und Empfehlungen unterstützte auch Fraktionssprecher Anton April im Namen der Freien Wähler.

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