27.10.2020 - 11:54 Uhr
FuchsmühlOberpfalz

Tempo 30 in ganz Niederreuth

Der Erweiterung der Tempo-30-Zonen im Fuchsmühler Ortsteil Niederreuth steht nichts mehr im Weg. Eine Ergänzung des Kommunalen Förderprogramms empfahl Markus Troesch (CSU) in der Sitzung des Marktgemeinderats.

Aus „Freiwillig Tempo 30“ wird im Gemeindeteil Niederreuth künftig die Pflicht, entsprechend langsam zu fahren. Das Votum des Marktrats war einstimmig.
von Werner RoblProfil

Die Anregung, die bereits vorhandenen, verkehrsberuhigten Zonen in Niederreuth auszudehnen, stammt aus den Reihen der Bevölkerung. Darüber diskutiert, ohne jedoch einen Beschluss zu fassen, wurde bereits in der September-Sitzung des Gemeinderats. „Inzwischen liegt uns auch die Stellungnahme der Polizei vor“, informierte Bürgermeister Wolfgang Braun am Freitagabend.

Aus polizeilicher Sicht sei gegen die Tempo-Regelung nichts einzuwenden, zitierte Braun aus dem Schreiben, das die Gemeinde vor kurzem erreichte. Die Regelung diene vorrangig dem Schutz der Wohnbevölkerung sowie der Fußgänger und Radfahrer, kommentierte die Polizei das Ansinnen zur Ausweitung der verkehrsberuhigten Bereiche. „Damit wird der komplette Ortsteil Niederreuth zur Tempo-30-Zone erklärt“, fasste Wolfgang Braun dann den einstimmigen Beschluss des Marktrates zusammen.

Kabelverstärkung

„Die Maßnahme der Eon wird Mitte November abgeschlossen sein“, informierte Bürgermeister Wolfgang Braun an anderer Stelle über die derzeit laufenden Grabungsarbeiten im Ortsteil Schloss, in der Gütterner Straße und im Bereich des Hochbehälters an der Kapelle „Maria Frieden“. Grund für die Baustellen sei der notwendig gewordene Potentialausgleich einschließlich einer Kabelverstärkung, um die Energieversorgung im Ort sicherzustellen, ergänzte der Bürgermeister.

Seit Einführung des Kommunalen Förderprogramms gingen sieben Anträge ein. Die Fördersumme bezifferte der Bürgermeister auf insgesamt 55.800 Euro. „Ich schlage vor, die Zuschüsse auch auf leerstehende Wohnungen auszudehnen“, empfahl CSU-Marktrat Markus Troesch und bat, künftig dafür Geld bereitzustellen. Ziel sei es, damit Anreize zu schaffen, um vorhandene, derzeit ungenutzte Objekte von privater Hand an den Mann zu bringen beziehungsweise die Leerstände im Ort zu beseitigen. Um der Sache Nachdruck zu verleihen, versprach Troesch: „Ich werde Erkundigungen einholen, wie dies in anderen Kommunen gehandhabt wird.“ Über die Höhe der künftigen Fördersumme, falls man sie befürworte, könne man sich ja noch einigen, schob er nach. Er bat darum, das Thema zeitnah auf die Tagesordnung zu setzen.

Bächer: Nicht sinnvoll

Harald Bächer (ebenfalls CSU) machte deutlich, dass er mit der Idee seines Fraktionskollegen alles andere als einverstanden sei. Die Sanierung der Innenbereiche, die von außen ja nicht sichtbar seien, sollte man in das vorhandene Förderkonzept nicht einbinden. Bächer lehnte den Vorstoß seines Fraktionskollegen ab. Zweifellos würde man damit Anreize schaffen, um Wohnraum zu schaffen, unterstrich Bächer. Er vertrat aber die Meinung, dass die Erweiterung des Förderprogramms deshalb nicht sinnvoll sei, weil Vermieter ja in den Genuss höherer Mieten kämen. Bächer verwies auf die möglichen wirtschaftlichen Vorteile der Eigentümer. „Wir werden uns darüber noch einmal unterhalten“, versicherte Bürgermeister Wolfgang Braun.

Gegenüber Oberpfalz-Medien erklärte Harald Bächer wenige Minuten nach der Gemeinderatssitzung, dass er durchaus ein Befürworter von Altbausanierungen sei. „Ich möchte aber klarstellen, dass ich mich mit der heute angeregten Leerstands-Förderung - nur von Innenbereichen - keinesfalls anfreunden kann.“

Hier ein weiterer Bericht aus dem Marktgemeinderat Fuchsmühl

Fuchsmühl
Die Baustellen der Eon dauern noch bis Mitte November an, informierte Bürgermeister Wolfgang Braun in der Marktratssitzung am Freitag.

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