28.06.2021 - 14:29 Uhr
FuchsmühlOberpfalz

Slalom in der Konrad-Adenauer-Straße in Fuchsmühl

Parkende Fahrzeuge erschweren das Durchkommen in der Konrad-Adenauer-Straße. Vor kurzem erreichte die Polizei eine anonyme Anzeige. Nun befasste sich auch der Marktrat mit dem Thema.

Im Fuchsmühler Ortsteil "Ludwigshöhe" sind in der Konrad-Adenauer-Straße geeignete Stellflächen rar. Geparkt wird dort rechts und links, manchmal auch auf dem Gehsteig, was jetzt zu einer anonymen Anzeige führte.
von Werner RoblProfil

Die durchgehende Konrad-Adenauer-Straße liegt im westlichen Ortsteil Ludwigshöhe. Erschlossen wurde das Baugebiet noch unter Bürgermeister Gustl Fürst in den 1980er Jahren. Die vorhandenen Garagen und Einfahrten reichen aber bei weitem nicht mehr aus, um den erhöhten Parkplatzbedarf zu decken. Daher stehen die Autos auch auf der beengten Straße.

Für den Durchgangsverkehr entstünden hier keine Probleme, informierte Bürgermeister Wolfgang Braun in der Juni-Sitzung des Gemeinderates. Doch würden einige Autos auch auf dem Gehweg parken, weswegen vor kurzem bei der Polizeiinspektion Tirschenreuth eine anonyme Anzeige eingegangen sei. Grund für die Bürger-Beschwerde waren die widerrechtlich abgestellte Autos auf dem Gehweg in der Konrad-Adenauer-Straße.

Fakt ist: Es muss nach einer Lösung gesucht werden. Was aber nicht so einfach ist. Geeignete Stellflächen außerhalb der Grundstücke sind in diesem Gebiet Mangelware. Folglich ist das ordnungsgemäße Parken nur auf der engen Straße oder eben widerrechtlich auf dem Gehsteig möglich. Die Ordnungswidrigkeiten zu ahnden kann das Problem in der Konrad-Adenauer-Straße aber nicht lösen, war man sich im Marktrat einig.

„Ein heikles Thema“, betonte der Bürgermeister. Möglich wäre ein Halteverbot. „Das bringt aber nichts“, unterstrich Braun. „In der Regel parken dort die Anlieger." Für die müsste man Alternativen anbieten, was in der Konrad-Adenauer-Straße jedoch schwer zu realisieren sei. Als „vernünftigste Lösung“ bezeichnete er weiß markierte Parkbuchten. Notwendig wäre dafür aber eine Halbierung des Gehsteiges. Dadurch entstünde eine Park- und eine Geh-Zone auf ein und derselben Fläche. Die Maßnahme müsse zuvor mit der Polizei und der Straßenverkehrsbehörde im Landratsamt vor Ort abgestimmt werden.

„Leider haben wir das Problem in vielen unserer Gemeindestraßen“, sagte der Bürgermeister. Man könne doch nicht überall weiße Linien ziehen, empfahl er, die entstandene Enge aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten: Seit langem schon werde die Durchgangsstraße von breiten Lastwagen und oft sperrigen landwirtschaftlichen Fahrzeugen gemieden. „Dieser Verkehr wird praktisch umgeleitet“, folgerte Braun. Zudem sorgten die erzwungenen Slalomfahrten in der Konrad-Adenauer-Straße für eine automatische Geschwindigkeitsbegrenzung.

CSU-Marktrat Markus Troesch zeigte sich erbost: „Schade, dass wir über solch ein Thema diskutieren müssen. Anonyme Anzeigen sind feige.“ Für die parkenden Anlieger und deren Besucher zeigte der Fraktionssprecher durchaus Verständnis. Ausdrücklich betonte er, dass der Gehweg passierbar bleiben müsse. Troesch erinnerte an den Erschließungszeitraum des Baugebietes: „Vor 40 Jahren gab es dort noch nicht so viele Autos. Jetzt sind sie halt da! Machen wir es so, wie der Bürgermeister vorgeschlagen hat“, plädierte er für die Halbierung des Gehsteiges in eine Park- und Fußgängerzone. Zudem empfahl er das Zurückschneiden der Hecken entlang des Gehsteiges in den privaten Gärten.

SPD-Marktrat Wolfgang Eiglmeier empfahl eine „bürgernahe Lösung“. Dem schloss sich FW-Fraktionssprecher Christopher April an: „Bitten wir die Anlieger, dass sie verstärkt ihre Grundstückseinfahrten zum Parken nutzen.“ Man müsse das Bestmögliche versuchen, klinkte sich der Bürgermeister nochmals in die Debatte ein und versprach, zeitnah einen Ortstermin zu vereinbaren, um das Problem gemeinsam zu lösen.

In Fuchsmühl gibt es Bedarf an Bauplätzen

Fuchsmühl

„Leider haben wir das Problem in vielen unserer Gemeindestraßen.“

Bürgermeister Wolfgang Braun

 

 

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