08.07.2021 - 11:14 Uhr
FuchsmühlOberpfalz

Ortsdurchfahrt Fuchsmühl: Verkehrslärm sorgt für Ärger

Anwohner der Fuchsmühler Ortsdurchfahrt fühlen sich durch den Lkw-Verkehr belästigt. Klagen erreichten die Gemeindeverwaltung, die sich an die Straßenverkehrsbehörde wandte.

Den Verkehr auf der Ortsdurchfahrt von Fuchsmühl (im Bild die Marienstraße) thematisierte Bürgermeister Wolfgang Braun in der Sitzung des Marktrates.
von Werner RoblProfil

Eine Alternative, das Fuchsmühler Ortsgebiet weiträumig zu umfahren, wäre die für Lastwagen gebührenpflichtige A 93 bei Wiesau. Der kürzeste und sparsamste Weg, um über die Staatsstraße 2170 von Marktredwitz nach Wiesau (und umgekehrt) zu kommen, führt jedoch durch den Ortskern von Fuchsmühl. An diesem Problem wird sich so schnell nichts ändern. Leidtragende sind die Anwohner in der Marktredwitzer-, Marien- und Wiesauer Straße.

„Zum Schutz der Bevölkerung, aber nur wenn eine Gefährdung vorliegt, wäre eine Sperrung für den Lkw-Verkehr möglich“, informierte Bürgermeister Wolfgang Braun in der Sitzung des Gemeinderates. Laut einer jüngsten Verkehrszählung wird die Straße von drei Lastwagen pro Stunde und - so die Messung - meist mit vorgeschriebener Geschwindigkeit genutzt. Nach Ansicht der Straßenverkehrsbehörde am Landratsamt könne man daher nicht von einer erhöhten Unfallgefahr sprechen, zitierte das Gemeindeoberhaupt aus der Stellungnahme der Kreisverwaltungsbehörde. „Eine Sperrung ist daher nicht möglich“, bedauerte Braun.

Für Kritik seitens der Anwohner sorge der Lärm, betonte der Bürgermeister. Zurückzuführen sei die Lärmbelästigung auf den schlechten Zustand der Straße, so das Marktoberhaupt. Seitens der Marktgemeinde wurde bereits die Initiative ergriffen, ließ Braun an anderer Stelle wissen. So wurden auf Kosten der Gemeinde Schadstellen ausgebessert, zudem habe man auch Maßnahmen getroffen, um den Verkehrslärm einzudämmen.

In der Sitzung des Marktrates sprach sich Bürgermeister Wolfgang Braun für eine nachhaltige Sanierung der Staatsstraße 2170 aus. „Wir müssen auf die Politik einwirken“, unterstrich er. Vorrangiges Ziel eines bereits verfassten Schreibens an die Vertreter der Politik sei eine höhere Priorisierung der vom Staatlichen Bauamt betreuten Fahrbahn. „Mehr können wir aktuell nicht machen“, bedauerte der Rathauschef.

Ferienprogramm

„Von den angeschriebenen Vereinen war nur ein einziger anwesend“, beleuchtete Bürgermeister Wolfgang Braun die vor wenigen Tagen anberaumte Besprechung, um das Ferienprogramm 2021 auszuloten. „Es ist schade. Offenbar ziehen sich die Vereine zurück oder haben keine Lust“, mutmaßte das Gemeindeoberhaupt. Nach dessen Angaben wird die Gemeinde "auf jeden Fall" ein Programm anbieten. Mitmachen wolle auch die Feuerwehr, so Braun. CSU-Markträtin und Zweite Bürgermeisterin Andrea Hecht ergänzte: „Ich finde es bedauerlich, dass viele nichts machen wollen.“ Wenige Tage nach der Sitzung wurde bekannt, dass sich inzwischen auch der Caritasverein, zusammen mit den Ministranten, bereiterklärte, etwas anzubieten.

Urnenstelen

Aus der nichtöffentlichen Sitzung am 21. Mai gab der Bürgermeister bekannt, dass der Auftrag für die Anschaffung neuer Urnenstelen mit zehn Urnenkammern an die Pentlinger Firma Aumer vergeben wurde.

Hier ein weiterer Bericht zur Sitzung des Marktgemeinderats Fuchsmühl

Fuchsmühl

„Zum Schutz der Bevölkerung, aber nur wenn eine Gefährdung vorliegt, wäre eine Sperrung für den Lkw-Verkehr möglich.“

Bürgermeister Wolfgang Braun

 

 

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