06.04.2021 - 14:08 Uhr
FuchsmühlOberpfalz

Neues Baugebiet in Fuchsmühl: Sportplatz und weiteres Grundstück

Der Fußballplatz am Jahnweg rückte im Marktgemeinderat Fuchsmühl erneut in den Fokus. Dort soll in naher Zukunft ein Wohngebiet entstehen. Einige Gremiumsmitglieder plädierten aus zeitlichen Gründen für alternative Flächen.

Am Fußballplatz entlang des Jahnwegs in Fuchsmühl sollen in absehbarer Zeit neue Häuser entstehen. Die Mehrheit des Marktgemeinderats sprach sich jetzt dafür aus, das künftige Baugebiet durch den Ankauf eines angrenzenden Privatgrundstücks zu ergänzen.
von Werner RoblProfil

Wenn alles klappt kann in absehbarer Zeit am Waldbadeweiher Sport betrieben werden und auf dem jetzigen Fußballplatz können Wohnhäuser gebaut werden. In der Sitzung vor Ostern verwies Bürgermeister Wolfgang Braun im Marktgemeinderat auf drei mögliche Varianten für das künftige Baugebiet.

Die Variante 1 sieht die Nutzung des momentanen Sportplatzes und weitere Grundstücke vor, die laut Braun drei verschiedenen Eigentümern gehören. "Nicht alle sind aber bereit, zu verkaufen", bedauerte der Bürgermeister. Diese Variante schloss Braun daher gleich aus.

Die Variante 2 umfasst den Sportplatz sowie als Ergänzung ein weiteres Privatgrundstück. "Der Eigentümer ist verhandlungsbereit", informierte Braun und betonte, dass die Verwaltung und er diese Variante favorisierten. Infrage käme als Variante 3 der Sportplatz ohne weitere Ergänzungsflächen. Alleiniger Eigentümer sei die Marktgemeinde Fuchsmühl, unterstrich der Bürgermeister und bat die Fraktionen um Stellungnahmen.

Erschließung ab 2022

"Unsere Meinung ist: So groß wie möglich", erklärte Ernst Tippmann (SPD) und sprach sich ebenfalls für die Variante 2 aus. Christopher April von den Freien Wählern wollte wissen, wann mit der Fertigstellung des neuen Sportgeländes am Waldbadeweiher zu rechnen sei. Dazu erklärte Bürgermeister Braun: "Wir tun unser Bestmögliches." Ziel sei es, noch in diesem Jahr einen Bebauungsplan in die Wege zu leiten. 2022 wolle man dann mit der Erschließung beginnen, um sie "binnen drei Jahren realisieren zu können".

Mit Blick auf die Notwendigkeit, möglichst schnell neues Bauland in Fuchsmühl zu schaffen, empfahl Christopher April, doch lieber Alternativflächen zu schaffen. Diese sollten so rasch wie möglich angeboten werden.

Derzeit nicht umsetzbar

Der Vorschlag aus den Reihen der Freien Wähler stieß beim Bürgermeister auf Ablehnung. Ein zweiter Bebauungsplan sei derzeit nicht umsetzbar, gab Wolfgang Braun zu bedenken. Markus Troesch (CSU) sprang dem Bürgermeister bei: "Wir haben einen Beschluss gefasst, der vorsieht, am Jahnweg ein neues Baugebiet zu schaffen." Troesch erinnerte dabei an eine Aussprache in einer der vorangegangenen Sitzungen.

"Wir haben einen Beschluss gefasst, der vorsieht, am Jahnweg ein neues Baugebiet zu schaffen."

Markus Troesch (CSU)

Troesch räumte jedoch ein, dass man, solange am Jahnweg Fußball gespielt werde, keine Häuser bauen könne. Das sei jedem klar. "Die SG Fuchsmühl und die Marktgemeinde brauchen eine gewisse Planungssicherheit", so Troesch. Man müsse daher auch das Ziel vorantreiben, nördlich des Waldbadeweihers bei Güttern einen neuen Sportplatz zu schaffen.

"Das neue Sportgelände ist in circa drei Jahren fertig. Wir benötigen die Bauplätze aber sofort."

Christopher April (Freie Wähler)

Diese Aussagen konnten Christopher April nicht überzeugen. "Das neue Sportgelände ist in circa drei Jahren fertig. Wir benötigen die Bauplätze aber sofort", meinte April und beharrte auf seiner Meinung, dass es besser wäre, andere Grundstücke zu erschließen. Welche das sein könnten, ließ er offen. Die Sportgemeinschaft Fuchsmühl wäre in jedem Fall gesprächsbereit, warf Philipp Gerg (SPD) ein, der auch Vorsitzender dieses Vereins ist.

Zwei Gegenstimmen

Am Ende sprach sich die Mehrheit des Gremiums für die Variante 2 aus. Die FW-Markträte Anton April und Christopher April stimmten dagegen.

Diskutiert wurde im Gremium kürzlich auch über eine Webcam

Fuchsmühl

 

 

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