17.10.2018 - 13:09 Uhr
FuchsmühlOberpfalz

Marienlieder und Eindrücke aus Fatima

Brigitte Traeger füllt mit ihren regelmäßigen Auftritten nicht nur die Kirche im Wallfahrtsort Fuchsmühl. Mit den Erlösen aus den Marienkonzerten bereichert die Künstlerin auch die Spendenkasse des Frauen- und Müttervereins.

Umrahmt von der Erntekrone und einer Muttergottesstatue aus Fatima erinnerte Brigitte Traeger auch immer wieder an den Gnadenort in Portugal.
von Werner RoblProfil

1000 Euro durften Vorsitzende Anna Koller, Marianne Köllner und Franziska Heindl daher an Pfarrer Joseph nach Konzertende übergeben: Es war der Erlös, den der Verein aus den Eintrittsgeldern bereit stellte. Das Geld sei für die von der Flutkatastrophe heimgesuchten Menschen in der Region Kerala in Indien bestimmt, von woher Pfarrer Joseph und Kaplan Martin stammen, fügte das Damen-Trio bei Übergabe des symbolischen Schecks am Ende des Marienkonzertes hinzu.

Vorangegangen waren beeindruckende Momente, in deren Mittelpunkt - neben der Gottesmutter - auch die Erscheinungen und die Wunder im portugiesischen Fatima, bzw. die Erlebnisse der Hirtenkinder Lucia, Francisco und Jacinta stehen sollten. Der Frauen- und Mütterverein hätte sich für den Benefiz-Anlass wohl kaum einen geeigneteren Ort als die Wallfahrtskirche aussuchen können. Die Bankreihen waren gefüllt, wobei viele Eintrittskarten auch an der Tageskasse erworben wurden. Wegen des nicht enden wollenden Besucherandrangs mussten Stühle vom Jugendheim herüber getragen werden. Brigitte Traeger - ein tiefgläubiger Mensch - begann ihren Auftritt mit einem kurzen Gebet und einem Kreuzzeichen. Das Konzert sei mehr als nur eine Abfolge von Liedern, betonte sie mit Blick auf den beleuchteten Marienaltar, wo eine Mutter-Gottes-Statue wartete.

"Diese haben wir aus Fatima mitgebracht", erklärte die Oberpfälzerin, während Ehemann Siegfried das Gnadenbild von seinem vorübergehenden Platz abholte, um es nach vorne zu bringen. Spontan bat die Künstlerin auch um eine Chorprobe mit ihren Fans. Erklärend versprach sie: "Wir wollen später einen gemeinsamen Kanon singen. Lächelnd - an Pfarrer Joseph gewandt - ergänzte die Künstlerin: "Herr Pfarrer, ich verlasse mich auf Sie und ihre Schäfchen." Humorvoll fügte sie hinzu: "Ich glaube, wir kriegen das hin." Sie sollte recht behalten. Regelmäßig ließ der Gast mit der schönen Stimme auch Szenen anklingen, die - passend zum Konzert - an die Marien-Erscheinungen im portugiesischen Wallfahrtsort erinnerten. Traeger ermahnte dazu, die Fatima-Botschaft ernst zu nehmen. Danach folgten Beispiele aus dem Repertoire. Darunter auch Bekanntes aus dem Gotteslob, wie "Maria zu lieben ist allzeit mein Sinn", "Segne du Maria" und abschließend auch "Großer Gott, wir loben dich": Der in die Ohren gehende Melodienreigen regte zum Mitsingen an. Brennende Kerzen wurden an passenden Stellen in die Höhe gehoben.

"Wo die Muttergottes daheim ist, herrscht auch Frieden", betonte Traeger und sagte an anderer Stelle: "Mit jedem ,Gegrüßt seist du Maria' nähern wir uns Gott." Fatima könne man nicht mit Worten erklären. "Man muss dort gewesen sein", fasste die Sängerin ihre Eindrücke zusammen. Traeger berührte die Herzen.

Gut zwei Stunden lang ließ sich das Publikum von den Marienliedern und den wohltuenden Worten der Künstlerin tragen. "Reichen wir uns die Hände", bat sie abschließend zum gemeinsamen Gebet mit Pfarrer Joseph. Damit und mit einem herzlichen "Bis zum nächsten Mal" verabschiedete sie sich auch wieder von ihrem Fuchsmühler Publikum: "Ich komme gerne wieder."

Bereits nach dem Konzert spendete der Frauen- und Mütterverein 1000 Euro für die Flutopfer im indischen Kerala. Im Bild (von links). Vorsitzende Anna Koller, Brigitte Traeger, Franziska Heindl, Marianne Köllner und Pfarrer Joseph.
Brigitte Traeger – ein gern gesehener Gast im Wallfahrtsort – begeisterte mit bekannten Marienliedern und Eindrücken aus Fatima.
Zum Abschluss bat Brigitte Traeger Pfarrer Joseph und ihr Publikum, das sich die Hände reichte, um ein gemeinsames Gebet.
Brennende Kerzen, die vor dem Konzert gereicht wurden, ergänzten das stimmungsvolle Bild in der Fuchsmühler Wallfahrtskirche.
Die in Fatima erworbene Marienstatue wurde von Brigitte Traegers Ehemann Siegfried an den Altar gebracht.

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