27.12.2019 - 15:00 Uhr
FuchsmühlOberpfalz

Geprägt vom steten Miteinander

In der Marktratssitzung vor Weihnachten war nur ein einziger Beschluss gefordert. Bürgermeister Wolfgang Braun wartete mit einer Fülle an Informationen auf, bevor er um Ansprachen zum Jahreswechsel bat.

Das Projekt „Granit trifft auf Basalt“ ist fertiggestellt. Über die geförderte Leader-Maßnahme in Herzogöd informierte Bürgermeister Wolfgang Braun in den Dezember-Sitzung die Gemeinderäte.
von Werner RoblProfil

Im November hatte man die Vereine aufgefordert, Fördermittel für die Jugendarbeit abzurufen. Zwei davon - die SG Fuchsmühl und die Laienspielgruppe - stellten daraufhin einen Antrag auf Zuwendung. Für ihr bevorstehendes Ministranten-Wochenende baten zudem die Ministranten von "Maria Hilf" um Unterstützung. "Im Haushalt sind dafür insgesamt 750 Euro vorgesehen", erinnerte Bürgermeister Wolfgang Braun. Die Sportgemeinschaft betreute im zurückliegenden Jahr rund 50 Jugendliche. Dafür entstanden Kosten in Höhe von 1295 Euro. Eine rege Jugendarbeit betreibt auch die Laienspielgruppe, deren rund 30-köpfige Kinder- und Jugendgruppe "Theaterfüxe" genannt wird. Der Theaterverein machte Ausgaben in Höhe von 850 Euro geltend. Keine Angaben über die Anzahl ihrer Ministranten machte die Pfarrei, die für das im Juni geplante Ministrantentreffen 700 Euro nannte. Braun empfahl, jedem der drei Antragsteller 250 Euro zu gewähren, was einstimmig gebilligt wurde.

Sanierung der Dorfstraße

In den Ortsteilen Güttern und Herzogöd fanden vor wenigen Tagen Ortsteiltreffen statt. "Schwerpunkt in Güttern waren die geforderten Geschwindigkeitsbeschränkungen und die Sichtverbesserungen an den Ein- und Ausfahrten", informierte Braun über die Gespräche mit den Bürgern. Thema war in Herzogöd auch die geforderte, bereits ins Auge gefasste Sanierung der Dorfstraße. Fertiggestellt sei die Leader-Maßnahme "Granit trifft auf Basalt", für die man rund 22.600 Euro bereitgestellt hatte.

Abgeschlossen - bis auf die Stützmauer hin zur Marienstraße - sei nach den Worten Brauns die Sanierung der Carl-Ulrich-Straße. Die Förderbescheide seien eingetroffen. Neue Hydranten wurden inzwischen gesetzt. Noch einmal erinnerte der Bürgermeister daran, dass man bei den laufenden Bauarbeiten eine unter der Mauer verlaufende Wasserleitung entdeckte. "Das Problem konnte mit einer Neuverlegung der Rohre an anderer Stelle beseitigt werden." Aktuell aber ruhen die Arbeiten an der Marienstraße. "Sie werden im Frühjahr fortgesetzt."

Der Blick aufs Gewerbegebiet an der Gütterner Straße stimmt den Bürgermeister zufrieden. Dort errichtet derzeit eine ortsansässige Zimmerei ein neues Betriebsgebäude. "Wir haben mit der Erschließung des südlich gelegenen Grundstückes bereits begonnen und eine behelfsmäßige Zufahrt geschaffen, die aber 2020 endgültig fertiggestellt wird." Zudem ließ Braun auf Anfrage der SPD anklingen, dass man gerne ein Fraktionszimmer im Markthaus bereitstelle, da das bisherige von der SPD genutzte nicht mehr zur Verfügung steht.

"Wir haben wichtige Dinge auf den Weg bringen und umsetzen können", sagte der Bürgermeister in seiner Ansprache zum Jahresende und erinnerte an den Kauf des historischen Schlossparks (im Ort auch Straub-Garten genannt). "Verschiedene Nutzungsmöglichkeiten bietet der Gemeinde das 30.000 Quadratmeter große Grundstück, das - im Osten gelegen - vom Markt heuer erworben wurde."

Verschuldung reduziert

An anderer Stelle sprach sich Wolfgang Braun für eine weitere gute Zusammenarbeit mit der Pfarrei und den Vereinen aus. "Die wirtschaftliche Situation ist gut", zog Braun Bilanz. "Die letzten fünf Jahre sprechen für sich", merkte er an. Man habe die Verschuldung deutlich reduzieren und auf fremde Gelder seitens der Kreditinstitute verzichten können. "Eine schwarze Null schreibt der Dorfladen. Ich freue mich, dass er von der Bevölkerung angenommen wird." Braun beleuchtete in seiner Jahresansprache auch das "gute und engagierte Miteinander" in der Gemeinde. "Wir arbeiten miteinander und füreinander." Mit Blick auf Rathaus und Bauhof schloss Braun: "Ich bin mit meiner Mannschaft sehr zufrieden."

CSU-Marktrat Markus Troesch stellte fest: "Wir sind auf einem guten Weg." Troesch verwies auf die bevorstehenden Kommunalwahlen im März: "Dann werden die Karten neu gemischt, aber es geht weiter." Bürgermeister sein sei schwieriger geworden. Die Anforderungen seien gestiegen. "Leider auch die Anfeindungen dem Bürgermeister gegenüber", bedauerte der CSU-Fraktionssprecher.

Gemeinsam anpacken

Udo Fürst ergriff für die SPD das Wort. "Wir haben sehr viele fähige Leute an vielen Stellen sitzen." Fürsts Dank galt auch dem ausscheidenden Geschäftsführer Ernst Tippmann, der sich nicht nur im Rathaus, "sondern auch aktiv in den Vereinen und im Naturpark Steinwald einbrachte". Tippmann sei für die Gemeinde ein Glücksfall. Das Gemeinsame rückte auch Fürst in den Mittelpunkt: "Wir haben gemeinsam alles auf den Weg bringen können." Gemeinsam müsse man aber auch künftig den Weg gehen.

Anton April von den Freien Wählern fasste sich kurz. "Die Zusammenarbeit im Marktrat ist hervorragend." April schloss sich Markus Troesch an: "Wir werden sehen, wie im nächsten Jahr die Karten gemischt werden."

Derzeit verläuft nur eine behelfsmäßige Straße zur Baustelle im Gewerbegebiet. Dort entsteht zurzeit ein Zimmerei-Betriebsgebäude.
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.