11.02.2021 - 11:32 Uhr
FuchsmühlOberpfalz

Gemeinde Fuchsmühl kauft Schützenheim

Mit Fördermöglichkeiten für kleinere Projekte und Bauanträgen beschäftigten sich die Fuchsmühler Gemeinderäte. Thema war auch das alte Schützenheim der SG "Hackelstein".

Das ehemalige Schützenhaus der SG "Hackelstein" ist seit einigen Wochen Eigentum der Gemeinde. Der Notariatsvertrag war Gegenstand der nichtöffentlichen Sitzung im Dezember. Darüber informierte Bürgermeister Wolfgang Braun jetzt in öffentlicher Sitzung.
von Werner RoblProfil

Das von der Fuchsmühler Schützengesellschaft „Hackelstein“ zuletzt genutzte Areal an der Steinwaldstraße hat einen neuen Eigentümer. „Der notarielle Kaufvertrag zwischen der Marktgemeinde Fuchsmühl und der Schützengesellschaft für die Flurnummern 260/1 und 260/18 der Gemarkung Fuchsmühl wurde vollinhaltlich genehmigt“, informierte Bürgermeister Wolfgang Braun im öffentlichen Teil der jüngsten Gemeinderatssitzung. Der Kaufvertrag war Gegenstand der nichtöffentlichen Sitzung am 18. Dezember 2020. Wie auf Nachfrage von Oberpfalz-Medien bei Bürgermeister Wolfgang Braun zu erfahren war, habe die Marktgemeinde das ehemalige Schützenheim für einen "fünfstelligen Betrag günstig erworben". Das Gebäude soll abgerissen werden, um Platz zu schaffen für Parkmöglichkeiten und Containerstellplätze.

Befasst haben sich die Markträte auch mit je einem Bauantrag aus Güttern und aus dem Gemeindeteil Ludwigshöhe. Der Antrag aus Güttern sieht den Neubau eines Gewächshauses mit Lager und Anliefermöglichkeit vor. Davon betroffen sei laut Braun die Flurnummer 944. Der geplante Neubau liegt im Außenbereich. Es handelt es sich um einen "Sonderbau zum Zweck der gartenbaulichen Erzeugung". Das gemeindliche Einvernehmen wurde erteilt. Die Unterlagen werden an das Landratsamt weitergeleitet.

Grünes Licht gaben die Gemeinderäte auch zum Vorhaben in Ludwigshöhe. Dabei handelt es sich um die Errichtung eines Wintergartens und einer Terrassenüberdachung an einem bestehenden Wohnhaus. Der Bürgermeister erklärte dazu, dass die Terrassenüberdachung eigentlich genehmigungsfrei wäre. Braun bezog sich dabei auf Artikel 57 der Bayerischen Bauordnung. Er schob nach, dass man das Bauvorhaben aber ganzheitlich betrachten müsse. „Daher müssen wir über das Vorhaben, für das hinsichtlich der Dachneigung eine Befreiung notwendig ist, im Marktrat entscheiden.“ Nach dem einstimmigen Beschluss der Markträte muss sich jetzt das Landratsamt mit dem Vorhaben befassen.

Die Steinwald-Allianz hat dazu aufgerufen, Geld aus einem Fördertopf (Regionalbudget) abzurufen. Der Fördersatz für Kleinprojekte beträgt maximal 80 Prozent. „Die Kosten der beantragten Projekte dürfen aber 20.000 Euro nicht überschreiten“, verwies Bürgermeister Braun auf eine Bedingung. Das Förderprogramm richte sich vor allem an Vereine und Privatpersonen. "Kommunen können aber auch teilhaben“, fuhr Braun fort. CSU-Marktrat Markus Troesch vertrat die Ansicht, dass sich das Förderangebot hauptsächlich an die Vereine richten würde. „Auch Kommunen können einen Antrag stellen“, korrigierte SPD-Fraktionssprecher Ernst Tippmann. Der Marktrat verwies dabei auf die bereits 2020 mehrfach gestellten Anträge.

Mit Blick auf Fuchsmühl regte Tippmann den Ankauf einer Webcam und den Bau einer Aussichtsplattform am Walderlebnispfad an. Zudem brachte er eine über die Naturpark-Förderung finanziell unterstützte Blühwiese ins Spiel. Ernst Tippmann (Geschäftsführer Naturpark Steinwald) stellte für das Blühprojekt eine Unterstützung von bis zu 90 Prozent in Aussicht. „Bis wann müssen die Anträge eingereicht werden und wer entscheidet über die Auswahl der geförderten Projekte?“, hakte CSU-Marktrat Wolfgang Dutz in Sachen Steinwald-Allianz nach. „Die Frist läuft bis zum 15. März 2021. Über die Vergabe entscheidet ein Gremium der Steinwald-Allianz“, antwortete der Bürgermeister.

Hier ein weiterer Bericht zur Gemeinderatssitzung in Fuchsmühl

Fuchsmühl

 

 

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