28.10.2020 - 11:53 Uhr
FuchsmühlOberpfalz

Antrag des Naturparks Steinwald scheitert im Gemeinderat

Nur ein Marktrat stimmte für ein Gesuch des Naturparks Steinwald. Ziel war, auf der vorhandenen Info-Stele vor dem Fuchsmühler Markthaus ein Hinweisschild anzubringen. Ein wichtiges Thema in der Sitzung waren auch Radon-Messungen.

Die Info-Stele vor dem Markthaus in Fuchsmühl wird nicht ergänzt. Der Antrag auf ein zusätzliches Schild wurde vom Gemeinderat mit deutlicher Mehrheit abgelehnt.
von Werner RoblProfil

Bereits seit seiner Eröffnung befindet sich im Markthaus unter anderem die Geschäftsstelle des Naturparks Steinwald. Auf die jeweiligen Öffnungszeiten verweist eine Info-Stele am Eingangsbereich. Vor wenigen Tagen erreichten die Marktgemeinde ein Antrag und ein Gestaltungsentwurf seitens des Naturparks, mit der Bitte, den Informationspunkt mit einem zusätzlichen und deutlich sichtbaren Hinweis auf die Geschäftsstelle zu ergänzen.

Den Markträten wurden am Freitag jedoch zwei Vorschläge vorgelegt. Bei der Variante 1 handelte es sich um den Vorschlag des Naturparks Steinwald. Laut Skizze möchte man oberhalb der Stele einen Pfeil mit einer Aufschrift befestigen. „Der Entwurf des Naturparks Steinwald sagte mir nicht zu", betonte Bürgermeister Wolfgang Braun, der daher eine Variante 2 ausgearbeitet hatte. „Ich wollte den Stelen-Charakter erhalten“, nannte er als Grund für seinen Vorschlag.

Brauns Idee war eine rechteckige Tafel – ebenfalls oben an der Info-Stele angebracht und mit entsprechender Bezeichnung versehen. Die Kosten für Variante 1 (Naturpark) bezifferte Bürgermeister Braun auf 710 Euro. „Diese würden vom Naturpark komplett übernommen“, wusste Braun. Auf 1940 Euro käme die "Bürgermeistervariante". „Davon würde der Naturpark aber nur ein Drittel übernehmen“, so der Bürgermeister am Freitag.

Skepsis beim Blick in die Runde der Marktgemeinderäte. Die meisten äußerten sich aber nicht. Man sehe für den zusätzlichen Hinweis keine Notwendigkeit, lehnte CSU-Marktrat Nico Wolf den Antrag des Naturparks Steinwald - egal in welcher Form - entschieden ab. Dem schloss sich auch Wolfgang Dutz (ebenfalls CSU) an. SPD-Marktrat und Naturpark-Geschäftsführer Ernst Tippmann musste auf Anfrage seiner Kollegen im Gemeinderat eingestehen, dass ihm keine Probleme bekannt seien, wonach man die Geschäftsstelle bislang nicht hätte finden können. Vergeblich wagte SPD-Marktrat Ernst Tippmann aber den Versuch, das Gremium von der Notwendigkeit einer zusätzlichen Hinweistafel zu überzeugen. Beide Varianten wurden – bis auf Tippmann, der dafür stimmte – von den Räten abgelehnt.

Rasch vorantreiben

Jeweils 14 Firmen wurden einstimmig bestimmt, für zwei bevorstehende Vorhaben je ein Angebot auszuarbeiten. Ziel ist es, den Neubau Parkplatz mit Zugang Friedhof sowie die Neugestaltung des Mehrzweckplatzes Ost in der Ortsmitte möglichst rasch voranzutreiben. „Unter den Baufirmen, die zeitnah angeschrieben werden, befinden sich auch Unternehmen aus den Nachbarlandkreisen“, verwies der Bürgermeister auf die Namensliste, die von den Markträten aber noch erweitert wurde. „Nach Möglichkeit wollen wir Anfang kommenden Jahres an den Start gehen“, betonte Wolfgang Braun. Einstimmig befürworteten die Markträte die jeweiligen Vorschläge. „Wir sollten möglichst viele Firmen anschreiben, um sie um ihr Angebot zu bitten“, erinnerte Braun an anderer Stelle auch an eine Empfehlung des Kemnather Ingenieurbüros Wolf & Söhne GmbH.

Radon-Messungen

Bis zum 31. Dezember 2020 werden bundesweit sogenannte „Radon-Vorsorgegebiete“ festgelegt. Es handelt sich dabei um Gebiete, in denen die Wahrscheinlichkeit für Radonkonzentrationen über dem gesetzlichen Grenzwert von 300 Becquerel pro Kubikmeter Luft hoch ist. Das Thema, das in der Sitzung der Gemeinderäte zur Sprache kam, betrifft auch den Markt Fuchsmühl. „Ins Auge gefasst werden dabei die Innenräume von Gebäuden“, erklärte dazu Bürgermeister Wolfgang Braun. Radon könne über Fugen und Risse in die Häuser gelangen. „Bei längeren Aufenthalten in Räumen mit erhöhten Radonkonzentrationen kann die Begünstigung von Lungenkrebs nicht ausgeschlossen werden“, warnte Braun vor Folgeschäden. Nach Angaben des Bürgermeisters können Messungen auch im Steinwaldort durchgeführt werden. Laut seinen Ausführungen werden von einer Fachfirma rund 30 Euro dafür in Rechnung gestellt. „Wir werden die Bevölkerung zeitnah informieren“, versprach Braun. „Wir möchten sie aber auch sensibilisieren.“

Hier ein weiterer Bericht zur Marktratssitzung in Fuchsmühl

Fuchsmühl

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