28.06.2020 - 11:57 Uhr
FriedenfelsOberpfalz

Weg nach Altenreuth bleibt auf alter Trasse

Neben der Öffnung des Freibades ging es in der jüngsten Gemeinderatssitzung auch um weitere wichtige Entscheidungen. Im Blickpunkt stand dabei das Kernwegenetz.

Eine Spezialfirma soll den Verbindungsweg von Frauenreuth nach Altenreuth (im Bild der Anschluss in die Bärnhöher Straße) demnächst instandsetzen. Mit dieser Entscheidung verabschiedete sich der Friedenfelser Gemeinderat von dem bereits 2015 gefassten Beschluss einer aufwendigen Sanierung im Verfahren zum Kernwegenetz.
von Bernhard SchultesProfil

Bereits vor fünf Jahren hatte der Gemeinderat hierzu verschiedene Wege im und um den Erholungsort ins Auge gefasst. Vorrang hatte damals für die Ratsmitglieder der Wegebau von Frauenreuth nach Altenreuth. Ein unbefestigter, einfacher Sandweg, der besonders alljährlich im Frühjahr nach der Schneeschmelze in einem desolaten Zustand ist. Das Amt für Ländliche Entwicklung ist derzeit dabei, die Planung für die Straße zu erstellen. Die Vorgaben im Rahmen des Kernwegenetzes - Straßenbreite 3,50 Meter, Bankett je 0,75 Meter - müssten dazu eingehalten werden. "Wir müssen uns heute entscheiden, ob der Weg nun ausgebaut werden soll oder nicht", sagte Bürgermeister Oskar Schuster. Ein hierzu erstelltes Konzept bescheinige einen großen Flächenverbrauch. "Durch den neuen Straßenverlauf müsste teilweise enorm aufgeschüttet werden und würde deshalb an manchen Stellen bis zu zehn Meter Breite erfordern. Die Entwässerung der Straße wird über ein Auffangbecken mit anschließender Versickerung erfolgen", wusste das Gemeindeoberhaupt und fuhr fort: "Das heißt, es wäre ein enormer Zukauf an Fläche notwendig, um die Straße zu realisieren. Außerdem muss eine Ausgleichsfläche beschafft werden, die weitere Kosten verursacht. Die einstigen Berechnungen beliefen sich auf 156 000 Euro, mittlerweile sind wir bei 300 000 Euro angelangt und dadurch käme auf die Gemeinde ein weit größerer Anteil zu", informierte der Bürgermeister Ratsmitglieder und Zuhörer.

Lisa Rauh (Grüne/Neue Wege) sprach sich bereits wie vor den Kommunalwahlen, als durch die Wählergemeinschaft eine Besichtigung durchgeführt wurde, gegen einen "überdimensionierten Ausbau" aus und sah für eine asphaltierte Straße keinen Bedarf. In die gleiche Kerbe schlug Freiherr Eberhard von Gemmingen-Hornberg (CSU): "Im Bauausschuss war man sich bereits einig, dass der Weg hergerichtet und das Kernwegenetzprojekt abgesagt werden soll."

Karl Zeh (Grüne/Neue Wege) hingegen meinte: "Der Weg ist tatsächlich in einem widerlichen Zustand. Da nützt es nichts, wenn man die Schlaglöcher nur mit Füllmaterial verfüllt, denn beim nächsten Regen weichen diese Stellen sofort wieder auf." Deshalb sollte man sich um eine Spezialfirma bemühen, die den Weg professionell - mit einer Dachprofilierung - herrichtet. Zu bedenken sei auch eine spätere Instandhaltung sowie nötige Ausbesserungen durch diese Firma. "Mit einer solchen Spezialfirma haben wir unmittelbar nach der jüngsten Bauausschusssitzung Kontakt aufgenommen", erwiderte Oskar Schuster. Nach seiner Aussage soll bereits in einer der nächsten Gemeinderatssitzungen der Wegebau von Frauenreuth nach Altenreuth erneut auf die Tagesordnung. Einstimmig wurde daraufhin die Sanierung im Zuge des Kernwegenetzprojektes fallen gelassen.

Keine endgültige Entscheidung hingegen konnte das Gremium einem bauwilligen Bürger für seine Bauvoranfrage zu einem Einfamilienwohnhaus erteilen. Da die Anfrage einem Grundstück galt, das im Flächennutzungsplan der Gemeinde Friedenfels nur zur Hälfte im Innenbereich und zur anderen Hälfte im Außenbereich des Ortsteils Frauenreuth liegt, muss dazu das Landratsamt gehört werden, informierte die Gemeindeverwaltung. Der Friedenfelser Gemeinderat befürwortete jedoch vorab bereits einstimmig die Bauvoranfrage.

Der Gemeinderat Friedenfels hat beschlossen, das Freibad auch 2020 zu öffnen:

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