03.05.2021 - 12:04 Uhr
FriedenfelsOberpfalz

TSV Friedenfels will Förderzusagen nicht riskieren

Der Turn- und Sportverein Friedenfels trifft wichtige Entscheidungen – pandemiebedingt als Premiere per Videokonferenz. Über Investitionen von über 100.000 Euro sollen die Mitglieder bald persönlich informiert werden.

Premiere hatte beim Turn- und Sportverein Friedenfels eine Videokonferenz der Vorstandsmitglieder. Im Screenshot zu sehen von oben links: Helmut Radimerski, Marco Hoffmann, Anja Schultes, Stefan Schultes, Anna Härtl, Christian Härtl, Johannes Härtl und Rita Steinkohl.
von Bernhard SchultesProfil

Die aktuelle Corona-Situation lässt die gewohnten Treffen und Sitzungen nicht zu, egal ob im Vereinsheim oder im Vereinslokal „Goldener Engel“. Seit über einem Jahr regeln beim TSV Friedenfels die Vorstandsmitglieder sowie die Abteilungsleiter wichtige Entscheidungen und Vereinsangelegenheiten per Telefon. Auch die im Januar geplante Jahreshauptversammlung musste verschoben werden. Überfällig ist deshalb die Information für die Mitglieder, was die anstehende Sanierung des Trainingsplatzes beim Sportheim mit Erneuerung der Flutlichtanlage betrifft.

„Aufgrund der berechneten Investitionskosten von rund 100.000 Euro bedarf es für die geplante Maßnahme laut Vereinssatzung der Zustimmung der Mitgliederversammlung."

TSV-Vorsitzender Johannes Härtl

Vorsitzender Johannes Härtl betonte: „Aufgrund der berechneten Investitionskosten von rund 100.000 Euro bedarf es für die geplante Maßnahme laut Vereinssatzung der Zustimmung der Mitgliederversammlung. Zudem stünden bei dieser Zusammenkunft die Neuwahlen des Vorstandes auf dem Programm.“ Während die Vorstandsmitglieder automatisch bis zum Jahresende ihre Ehrenämter behalten können, ist es mit der Zustimmung der Mitglieder für das Bauvorhaben schon etwas schwieriger.

„Nach Auskunft des Landratsamtes sind Versammlungen derzeit noch landesweit untersagt", berichtete Johannes Härtl. Möglich wären sie aber als Onlineversammlung oder in einem Umlauf-Verfahren: Alle Mitglieder werden dabei schriftlich informiert und zur Stimmenabgabe über den Postweg aufgefordert.

Bei der letzten regulären Hauptversammlung kamen die Investitionen schon zur SpracheBaumaßnahmen

Friedenfels

Da bis dahin noch einige Tage Zeit sind, einigte sich die Führungsmannschaft des TSV in ihrer Videokonferenz, die in Aussicht gestellte Möglichkeit zu einer Präsenzversammlung zu nutzen. „Wenn es die Regeln zu Corona zuließen, könnte man diese auch im Freien durchführen“, war dabei der einhellige Tenor der Vorstandsmitglieder.

Angekündigt wurde das Bauvorhaben bereits in der Jahreshauptversammlung 2020, kurz vor Beginn der Coronakrise. „Zum damaligen Zeitpunkt waren jedoch noch keine konkreten Bausummen bekannt", sagte der Vorsitzende. Diese müssten jetzt aber den Mitgliedern bekanntgegeben werden. Eingereicht wurden inzwischen die Förderanträge, die Zusagen über die Förderung durch das Bundesministerium für Umwelt und des BLSV liegen vor. Aufgrund der zeitlichen Vorgaben der Zuschussgeber muss bis spätestens 30. Juni 2021 der Maßnahmenbeginn schriftlich angezeigt werden. "Ansonsten können uns die Förderzusagen wieder gekündigt werden“, erläuterte Johannes Härtl.

„Sollte sich das Geschehen jedoch weiter verschärfen, muss ab Mitte Mai eine Alternative zur Durchführung der Jahreshauptversammlung ins Auge gefasst werden“, meinte Johannes Härtl und stimmte seinen Vorstandskollegen zu. „Wegen der anstehenden Neuwahlen und der Besetzung einer Vielzahl von Ehrenämtern wäre eine Präsenzversammlung die einfachere Art.“ Auf keinen Fall will man jedoch den 30. Juni, den Termin des gesetzten Maßnahmenbeginns, verstreichen lassen. „Es sei denn, dass wir wegen Corona eine Verschiebung durch die Gesetzgeber erreichen würden“, will sich der TSV-Vorsitzende in diesem Fall darum bemühen.

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