08.06.2020 - 12:14 Uhr
FriedenfelsOberpfalz

Trauer um FGV-Wanderführer Reinhard Heppner

Reinhard Heppner.
von Autor ROHProfil

Die notwendige Verschiebung der für Juni im Wanderplan vorgesehenen Abendwanderung nach Siegritz mit Einkehr im dortigen Schützenhaus, der Besuch der Zoiglwirtschaft in Röthenbach und die Tageswanderung von Altmugl über den Tillenberg nach Neualbenreuth (Grenzlandturm), auf die sich schon viele gefreut hatten, stört das Vereinsleben der Ortsgruppe Friedenfels des Fichtelgebirgsvereins erheblich.

Schwerwiegender und viel trauriger ist aber die Nachricht, die die Wanderer des Fichtelgebirgsvereins Friedenfels dieser Tage erreichte: Reinhard Heppner, Wanderfreund und Wanderführer, Diplom-Geologe und Mitglied des hiesigen Fichtelgebirgsvereins, ist verstorben. Ein rastloses Wanderleben im Erzgebirge und Fichtelgebirge, an dem die Friedenfelser immer wieder teilhaben durften, ging im 89. Lebensjahr zu Ende. FGV-Vorsitzender Manfred Lang und die Friedenfelser Mitglieder des Fichtelgebirgsvereins trauern. Eine Ära ist zu Ende. Im September wollte man zum 20. Wanderwochenende ins Erzgebirge um den Fichtel- und Keilberg aufbrechen.

Es gebietet sich, kurz zurück zu blicken, so Vorsitzender Manfred Lang, der mit seiner Ehefrau und Jugendleiterin Gabi Lang bei verschiedenen Festen und Feiern mit gegenseitigen Besuchen über Jahre hinweg die Freundschaft vertiefte. Es begann alles im Jahr 2001. Vorausgegangen war das Kennenlernen bei Weiterbildungslehrgängen des FGV, damals noch auf der Burg Hohenberg an der Eger. Lang zum Beginn der Freundschaft: Abendliche Gespräche waren es zwischen den teilnehmenden Wanderfreunden aus Friedenfels und dem „Exoten“ Reinhard Heppner aus dem Erzgebirge, der seit der Wende Mitglied im FGV war. Seine abgeschlossene Wanderführer-Ausbildung brachte er bereits aus dem Erzgebirge mit.

Zu den schönsten Gipfeln

Den Fichtelgebirglern war es lange nicht vergönnt gewesen, das Erzgebirge im Osten Deutschlands zu besuchen. Deshalb kam den Friedenfelsern Reinhard Heppner gerade recht, seine Heimat, das Erzgebirge auf Wanderschaft kennen zu lernen. Bei dem einen Mal blieb es nicht. Eine überaus erfolgreiche und ausdauernde Wanderfreundschaft entwickelte sich über fast zwei Jahrzehnte. Die schönsten Gipfel in Sachsen, Auersberg und Fichtelberg, Keilberg, Plattenberg und das Naturschutzgebiet Gottesgaber Spitzberg in Böhmen, die Zinn-Bergbau-Tradition, die schönsten Schwibbögen und typischen Weihnachtspyramiden, Kuriositäten wie die „Halbmeile“, Burgen, Kirchen und einmalige Bauten und vieles mehr lernten die Friedenfelser auf herrlichen Waldwegen beziehungsweise dem „Anton-Günther-Weg“ kennen und lieben - mit Reinhard Heppner, der bis ins hohe Alter die Gäste durch die Natur begleitete. Zudem faszinierten sein Wissen über die Erdgeschichte.

„Er und der von ihm vermittelte intime Einblick in das östliche Mittelgebirge an der Grenze zu Böhmen werden uns immer im Gedächtnis bleiben“, bekräftigt FGV-Vorsitzender Manfred Lang. "Die letzte Ehre am Grab in Rittersgrün wird ihm eine Abordnung aus Friedenfels erweisen."

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