05.12.2021 - 11:35 Uhr
FriedenfelsOberpfalz

Reinhard Schwarz aus Friedenfels ein „Schütze mit Leib und Seele“

Auch mit 73 Jahren gelingen ihm noch viele Volltreffer. Nun wurde der Friedenfelser Reinhard Schwarz für seine Verdienste um das Schützenwesen vom Präsidenten des Oberpfälzer Schützenbundes mit einer großen Ehrung bedacht.

Das Ehrenkreuz in Gold des Deutschen Schützenbundes erhielt kürzlich Reinhard Schwarz (links) bei einem Ehrenabend des Oberpfälzer Schützenbundes. Der Vorsitzende des Schützenvereins Frauenreuth, Wolfgang Schlicht (rechts), gratulierte dem engagierten Schützen zur großen Auszeichnung und freute sich zusammen mit dem Geehrten auf eine kleine Nachfeier nach Corona.
von Bernhard SchultesProfil

Auszeichnungen hat der engagierte Schütze schon viele erhalten. Bei einem Ehrenabend des Oberpfälzer Schützenbundes (OSB) in Schwandorf durfte sich Reinhard Schwarz vom Schützenverein Frauenreuth nun aber über seine bislang größte Ehrung freuen. Franz Brunner, Präsident des OSB, heftete an die Schützenjacke von Reinhard Schwarz das Ehrenkreuz in Gold des Deutschen Schützenbundes und gratulierte dem „Schützen mit Leib und Seele“.

In seinem Heimatgau, dem Schützengau Steinwald, wurden bis jetzt nur dem früheren Gauschützenmeister Martin Sirtl sowie dem einstigen Präsidenten des Oberpfälzer Schützenbundes, Herbert Stattnik, diese Auszeichnung verliehen. Vergeben wird diese normalerweise beim Schützentag des OSB. Coronabedingt war dies jedoch heuer nicht möglich. Und so erhielt Reinhard Schwarz seine bisher größte Ehrung bei einem gesonderten Ehrenabend.

Beim Schützenverein „Steinwaldia“ 1904 Frauenreuth startete Schwarz 1962 als 14-jähriger Jugendlicher sein ehrenamtliches Engagement. Von 1964 bis 2014 bekleidete er in seinem Heimatverein viele wichtige Funktionen: Zweiter Sportleiter, Schriftwesen und Hauptkassier. 1980 übernahm er das Amt des Vorsitzenden. Er führte die Frauenreuther Sportschützen bis 2008 erfolgreich. In guter Erinnerung sind viele große Vereinsfeste und sportliche Erfolge. Nach 28 Jahren an der Spitze wechselte er für weitere sechs Jahre in die Vertreterrolle als Zweiter Vorsitzender.

Doch nicht nur im Verein war er ehrenamtlich aktiv. Auch im Schützengau Steinwald war er gerne gesehener Ansprechpartner. Seine ruhige und ausgeglichene Art wussten vor allem die Rundenwettkampfschützen zu schätzen. Als Rundenwettkampfleiter des Schützengaus Steinwald trug er über Jahrzehnte Verantwortung und zeichnete am Saisonende die Sieger aus. Als Initiator und Gründer der Gau-Seniorenrunde schätzte ihn zudem die Ü60-Generation. In den oft mehr als mollig warmen Schützenhäusern ermittelte er bis zur Corona-Pandemie aus den Schüssen von oft bis zu 40 Altersschützen das beste Blattl für den Hauptpreis, der in Form eines großen Wurstkorbes übergeben wurde.

Dass bei der Ehrung in Schwandorf neben seinem ehrenamtlichen Engagement sein aktiver Einsatz nicht ungewürdigt blieb, versteht sich von selbst. Neben seinem Heimatverein Frauenreuth, dem er mit unzähligen Spitzenergebnissen im Luftgewehr- und Luftpistolenbereich zu vielen Aufstiegen und Erfolgen verhalf, startete Schütze Reinhard Schwarz außerdem in den Vereinen 1898 Thumsenreuth, „Edelweiß“ Siegritz und „Waldlust“ Riggau in den Disziplinen Perkussionspistole, Sportpistole und im Wettbewerb Großkaliber. Sein Wissen und Erlerntes bei den Ausbildungen zum Übungsleiter, C-Trainer und bei sonstigen Lehrgängen gab er stets an seine Vereins- und Mannschaftsmitglieder weiter. Wer den sympathischen Schützen kennt, weiß, dass die große Ehrung in Schwandorf eine kleine Nachfeier in seinem Heimatverein Frauenreuth nach sich ziehen wird. „Auf diese Auszeichnung und Ehrung stoßen wir selbstverständlich an - nach Corona", meinte nicht nur er selbst, sondern auch der Vorsitzende der Frauenreuther Sportschützen, Wolfgang Schlicht. Er hatte ihn zum Ehrenabend nach Schwandorf begleitet und als Erster herzlich gratuliert.

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