16.04.2021 - 11:18 Uhr
FriedenfelsOberpfalz

Mehrheit der Friedenfelser Gemeinderäte für Weiterbau des Gehwegs an der Badstraße

Intensiv beschäftigten sich die Friedenfelser Gemeinderäte mit der Verlängerung des Geh- und Radwegs an der Badstraße. Nicht alle Räte stimmten für den Bau. Diskussionspunkt war zudem die Errichtung einer Photovoltaikanlage.

Der bestehende Geh- und Radweg von der Brauerei kommend entlang der Staatsstraße nach Marktredwitz (Bild) wird auf der linken Seite der Badstraße weitergebaut - hin zum Feuerwehrhaus (Bildmitte).
von Bernhard SchultesProfil

Bereits zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit gab es eine Anfrage zur Errichtung einer Photovoltaikanlage auf Friedenfelser Gemeindegebiet. Dieses Mal will ein Investor im Bereich Schmierofen bauen. Nachdem das Gremium bereits im Februar im Bereich Voitenthan ein solches Vorhaben abgelehnt hatte (Freiflächen-Solaranlagen beeinträchtigen das Landschaftsbild und sollten nicht auf Ackerflächen entstehen, so die Meinung der Mehrheit), entschieden sich die Gemeinderäte nun erneut dagegen. Die Begründung: Die Errichtung eines Solarparks im Bereich Schmierofen ist nicht mit den kommunalen Zielsetzungen der Gemeinde Friedenfels vereinbar.

Bürgermeister Oskar Schuster erklärte: „Zudem ist der Grundstücksbesitzer nicht bereit, die dafür vorgesehene Fläche zur Verfügung zu stellen." Für Lisa Rauh (Bündnis 90/Die Grünen) stellte sich generell die Frage, ob man nicht Flächen, die für Photovoltaik geeignet wären, ausweisen könnte. Da dies vonseiten der Verwaltung als schwierig empfunden wurde, favorisierte sie Dachflächen-Photovoltaik als Alternative und bessere Lösung. Infrage stellte Erwin Bächer (CSU), ob überhaupt große Photovoltaikanlagen in einen kleinen Ort wie Friedenfels passen.

Rund 38.000 Euro

Wieder einmal stand das noch fehlende Stück Fuß- und Radweg in der Verlängerung vom Feuerwehrhaus zum bereits bestehenden Gehweg entlang der Staatsstraße in Richtung Marktredwitz zur Debatte. Bürgermeister Oskar Schuster stellte dabei eine Studie mit zwei Varianten des Ingenieurbüros Münchmeier/Eigner vor. Den Zuschlag erhielt die erste Variante mit Fortsetzung des vorhandenen Gehweges von der Brauerei kommend Richtung Freibad – mit Fortführung auf der linken Straßenseite. In Höhe des Feuerwehrhauses könnte zufolge der Studie (gute Ausleuchtung und Übersicht) die Überquerung der Badstraße erfolgen, um auf den dort beginnenden Gehweg entlang des Freibades zu wechseln. Bei beiden Varianten wäre aufgrund der Studie ein Grunderwerb von 240 Quadratmetern notwendig. Die Gesamtkosten bewegen sich annähernd gleich bei rund 38.000 Euro.

Eine Einsparung sah Bürgermeister Oskar Schuster bei der Möglichkeit, dass das Erdreich und der Unterbau von der Sonnengasse, die demnächst abgetragen wird, für die Aufschüttung des neuen Gehweges verwendet werden könnte. „Durch den dadurch unnötigen Ankauf und Antransport von anderweitigem Material und Böden könnten Kosten eingespart werden“, mutmaßte das Gemeindeoberhaupt. Weiter fasste er eine gemeinsame Asphaltierung der Sonnengasse und des dann neu gebauten Gehwegs ins Auge. Zu der von Reinhard Stummreiter (Freie Wähler) vorgeschlagenen Alternative – anstelle einer Asphaltierung eine wassergebundene Sandabdeckung (Beispiel Blaslberg/Altenreuth) – wusste Oskar Schuster, dass diese Bauweise nochmals rund 2500 Euro Ersparnis bringen würde.

„Geschätzt seit weit über fünf Jahren schieben wir dieses Projekt nun vor uns her."

Bürgermeister Oskar Schuster

Bürgermeister Oskar Schuster

Während Uwe Heider und Johannes Härtl (beide CSU) bezüglich der bevorstehenden großen Investitionen zum Sparen plädierten und den Bau des Gehwegs auf die nächsten Jahre verschieben wollten, sah Bürgermeister Oskar Schuster dies anders: „Geschätzt seit weit über fünf Jahren schieben wir dieses Projekt nun vor uns her. Und zweitens haben wir es in den Haushalt eingestellt.“ Bei der anschließend herbeigeführten Abstimmung über Verlängerung und Bau des Gehwegs votierten vier Gemeinderäte der CSU (Erwin Bächer, Johannes Härtl, Uwe Heider und Christian Mitterbauer) gegen den Bau, die restlichen neun Mitglieder des Gemeinderats waren für den Bau.

Neuer Kipper

In die Jahre gekommen ist der Kippanhänger des Gemeindebauhofs. In den Haushalt 2021 wurde deshalb die Anschaffung eines Ersatzfahrzeugs aufgenommen. Verwaltung und Bürgermeister hatten verschiedene Angebote eingeholt. Die Zustimmung des Gremiums fiel schließlich auf einen Einachs-Dreiseiten-Kipper mit konischer Ladefläche zum Preis von 8900 Euro. Der alte Kipper soll in den nächsten Monaten übergangsweise noch im Einsatz bleiben und wird die Organisation der Grüngutentsorgung für Bürger und Bauhofmitarbeiter erleichtern, betonte Bürgermeister Oskar Schuster.

Keine Einwände hatte das Gremium bei der Bauleitplanung der Gemeinde Krummennaab (Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans und Vorhaben- und Erschließungsplans mit integrierter Grünordnung „Sondergebiet Freiflächen-Photovoltaikanlage Naabacker-Erweiterung“).

Hier ein weiterer Bericht zur Gemeinderatssitzung in Friedenfels

Friedenfels
Durch den Ankauf eines zweiten Kippers für den Bauhof stehen künftig den Friedenfelser Bürgern an den Wochenenden mehr Kapazitäten für die kostenlose Grüngutentsorgung an der Sammelstelle bei der Kläranlage (Bild) zur Verfügung.

 

 

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