12.12.2019 - 12:29 Uhr
FriedenfelsOberpfalz

Kindergarten gestaltet feierliches Hochamt

Langer Beifall am Ende der Messfeier war der Lohn für einen beeindruckenden Familiengottesdienst des Kinderhauses Friedenfels. Ein Nikolaus verteilte vor dem Hochaltar nicht nur zur Freude der vielen Kinder kleine Geschenke.

Das Kinderhaus Friedenfels sorgte für einen beeindruckenden Familiengottesdienst. Kindergartenleiterin Nicole Lippert (stehend, Zweite von rechts) bereicherte mit ihrem Team und verschiedenen Gruppen ein Predigtspiel und die Fürbitten.
von Bernhard SchultesProfil

Mit den Worten "Herzlich willkommen zum heutigen Sonntagsgottesdienst, der von den großen und kleinen Menschen unseres Kinderhaus vorbereitet wurde", begrüßte Pfarrer Joseph die Gläubigen der katholischen Pfarrei Maria Immaculata.

Kindergartenleiterin Nicole Lippert hatte sich mit ihrem Team und den Kindern seit Wochen auf den Nikolaus und die Messfeier vorbereitet. Im Unterricht lernten die Kinder den im Jahr 300 geborenen späteren Bischof von Myra näher kennen. Dass Nikolaus ein sehr guter Bischof war und als sehr barmherzig und mildtätig galt, war den Kindern bestens bekannt.

Auch hatte das Kindergartenteam den Friedenfelser Buben und Mädchen beigebracht, dass Nächstenliebe und Uneigennützigkeit Eigenschaften des heiligen Nikolaus waren. Er hat sich vor allem der Benachteiligten oder armen Menschen und Kindern angenommen und hat für sie gesorgt, wenn sie in Not waren.

All diese Attribute verkörperten die Kinder während ihrer Auftritte - teils verkleidet - beim Predigtspiel und den Fürbitten. Eingebunden in die Messfeier hatten das Pfarramt und das Kinderhaus den Singkreis "Cantiamo" unter der Leitung von Karin Gerolstein. Der mittlerweile 14-köpfige Chor mit seinen famosen Stimmen - begleitet vom Gitarrenspiel von Monika Brüll und Uta Drilicek sowie von den rhythmischen Instrumenten von Philipp Rohrer - riss nicht nur die älteren Kirchenbesucher mit. Aus vielen Kinderkehlen, anwesend waren auch die Kinder der Grundschule, schallten lauthals die auswendig gelernten Texte, was selbst Pfarrer Joseph ins Staunen versetzte. Mucksmäuschenstill hingegen war es, als Kindergartenleiterin Nicole Lippert am Ambo die Lebensgeschichte des heiligen Nikolaus schilderte. Ein Teil der Kinder spielte dazu in passender Verkleidung am Hochaltar den Lebenslauf des Heiligen nach. "In der Stadt Myra lebte ein Mann mit seinen zwei Töchtern. Jeden Tag arbeitete er hart, damit sie alle genug zu essen hatten. Plötzlich wird der Vater schwer krank. Er muss im Bett liegen. Er kann nicht mehr arbeiten. Er kann kein Geld mehr verdienen. Bald haben sie nichts mehr zu essen. Alle Vorräte sind aufgebraucht und die Familie muss hungern. Der Vater macht sich große Sorgen und denkt: Was soll nur aus meinen Kindern werden?", berichtete die Kindergartenleiterin. "Der heilige Nikolaus ist Bischof in der Stadt und hört von der Not dieser Familie. Er hat Mitleid und will helfen. Heimlich schleicht er nachts an das Haus der Familie. Er legt drei goldene Kugeln auf das Fensterbrett. Leise schleicht er sich dann wieder davon, denn er will nicht erkannt werden. Ihm reicht die Freude, Gutes zu tun. Er will kein Lob dafür haben. Der Vater kann mit den goldenen Kugeln wieder für seine Familie sorgen und dankt Gott für dieses wunderbare Geschenk", so Nicole Lippert.

Säckchen mit goldenen Kugeln

Zum Abschluss des Gottesdienstes sorgte das Kindergartenteam noch für eine Überraschung in der Pfarrkirche. Durch den Haupteingang kam zum Erstaunen aller Kirchenbesucher der Nikolaus. Er besuchte die Friedenfelser und hatte für die Kinder kleine Säckchen mit je drei goldenen Kugeln dabei.

Pfarrer Joseph dankte dem Nikolaus und dem Kinderhaus für die Aufführung und die Gestaltung des Familiengottesdienstes herzlichst. Nicht vergessen hat der Geistliche den Singkreis "Cantiamo" sowie Mesner Peter Steinhauser und Alexandra Kaßeckert, die sich bei der Vorbereitung eingebracht hatten.

Pfarrer Joseph (rechts) gratulierte nach dem Gottesdienst dem Nikolaus (Karl Trottmann und Lukas Ständer - von links) für den besonderen Beitrag beim Familiengottesdienst.
Ohne Scheu vor der großen Kirchengemeinde erinnerten selbst die jüngsten Kinder des Kinderhauses vor dem Hochaltar an das Leben des heiligen Nikolaus.
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