05.02.2021 - 13:20 Uhr
FriedenfelsOberpfalz

Ehrenamtlicher Einsatz sichert Badespaß in Friedenfels

Für einen fröhlichen Schwimmbadbesuch sorgen die Mitglieder des Fördervereins Freibad Friedenfels. Sie ermöglichen eine Öffnung - trotz Corona. Dies soll auch heuer geschehen. Der größte Wunsch: Sanierung der Anlage.

Auch wenn der Sommer noch fern ist: Die Mitglieder des Fördervereins Freibad hoffen auf eine möglichst normale Badesaison in Friedenfels und weniger Auflagen. Arbeit, um das Schwimmbad fit zu machen, gibt es genug.
von Bernhard SchultesProfil

In den Wintermonaten beginnen beim Förderkreis Freibad jedes Jahr die Planungen für die anstehende Badesaison. „Dabei ist es uns ein Hauptanliegen, Besuchern und Stammgästen zum Saisonstart ein offenes und angenehmes Freibad präsentieren zu können“, betont die Vorsitzende des Förderkreises Freibad, Lisa Rauh. Im zurückliegenden Jahr mussten sie und ihr Vorstandsteam wegen der Corona-Pandemie jedoch viele zusätzliche Arbeiten und Aufgaben erledigen.

Lisa Rauh: „Bis Juni war die Situation ungewiss. Große Bäder im Umkreis entschieden sich, nicht zu öffnen. Dann aber gab es von der Bayerischen Staatsregierung grünes Licht und man konnte mit einem entsprechenden Sicherheits- und Hygienekonzept eine Öffnung umsetzen. Die auferlegten Maßnahmen erfüllte unser Verein umgehend. Und man überzeugte anschließend den Gemeinderat, einer Öffnung zuzustimmen.“

Überwältigt

Die Vorsitzende fährt fort: „Mit viel ehrenamtlichem Engagement und großem Arbeitseifer unserer Mitglieder ging dies vonstatten. Die geforderte Dokumentation aller Badegäste und Besucher erledigte der Förderverein und stellte zu den Öffnungszeiten ehrenamtliches Personal für das Kassenhäuschen ab.“ Rauh war von der Bereitschaft der Mitglieder zur Mitarbeit so überwältigt, dass sie den Unterstützern und Friedenfelser Bürgern bei den Einsatzbesprechungen mehrmals öffentlich Dank zollte.

„Eine Besetzung des Kassenhäuschens durch Gemeindebedienstete wäre finanziell nicht möglich gewesen“, weiß Lisa Rauh. Sie setzt hinzu: „Zusätzlich investierte der Förderverein in mobile Umkleidekabinen für die Liegewiese und mehrere Desinfektionsgeräte. Unterstützung kam zudem von der Wasserwacht, die ein Konzept für die Schwimmbeckenbenutzung erarbeitet hatte." Zahlreiche Hinweisschilder sowie Sperrbänder für Abgrenzungen des großen Schwimmbadgeländes steuerte die Gemeinde bei, um alle Auflagen zu erfüllen.

Belohnt wurden diese Bemühungen mit einem reibungslos funktionierenden Badebetrieb, freuen sich die vielen Unterstützer. Über Gemeindegrenzen hinweg sei das Engagement gewürdigt worden. Auch das problemlose Zusammenspiel von freiwilligen Helfern, der Feuerwehr und besonders der Wasserwacht habe die Pandemie mit ihren vielen Vorschriften und Auflagen fast vergessen lassen, berichtet Lisa Rauh weiter. Sie lobt die zahlreichen Badegäste, die dem idyllischen Freibad im Corona-Sommer gleich mehrmals einen Besuch abstatteten. „Sie waren von Oberfranken bis nach Weiden beheimatet.“

Einnahmeverluste

Trotz des unfallfreien Ablaufs – auch Ansteckungen sind nicht bekannt - nennt Lisa Rauh in ihrer Rückschau auf die ganz besondere Saison auch "Schattenseiten". Dabei verweist sie auf die sonst übliche Angebotspalette des Kiosks. „Die beliebten offenen Speisen konnten wegen Corona leider nicht gereicht werden", was dem Verein große Einnahmeverluste beschert habe. Natürlich hofft sie auf die neue Badesaison 2021. „Wenn nötig und erforderlich wieder unter den letztjährigen Bedingungen", meint sie einschränkend.

Weiter vorantreiben will der Förderverein die Planungen zur Instandsetzung des Freibades. Bedauern äußert Lisa Rauh im Gespräch mit Oberpfalz-Medien, dass die bereits geplanten Zusammenkünfte und Besprechungen zur Freibadsanierung momentan wegen des Versammlungsverbots auf Eis liegen. Deshalb hofft sie zusammen mit ihrem Vorstandsteam auf eine baldige Lockerung und ein Ende der Corona-Pandemie.

Ausgemacht haben Vereinsmitglieder dabei ein weiteres großes Problem. Zweite Vorsitzende Patricia Henze: „Wir sehen die Problematik, dass ansonsten vielen Kindern die Möglichkeit genommen wird, das Schwimmen zu erlernen." Eine lebensnotwendige Fertigkeit.

Bei der anstehenden Sanierung des mittlerweile über 50 Jahre alten Freibades hofft der Förderverein deshalb auch auf eine breite politische Unterstützung. Lisa Rauh: „Bereits bei der Feier zum 50. Gründungsjubiläum des Freibades 2019 erhielt der Förderverein Freibad viel Sympathie und Unterstützung aus den Reihen der anwesenden Politprominenz.“ Der Verein selbst bewies schon mehrmals, wie wichtig ihm die Sanierung ist. Bei der Jahreshauptversammlung im vergangenen Jahr überreichten Lisa Rauh, Patricia Henze und Julian Fleischmann im Auftrag des Fördervereins an Bürgermeister Oskar Schuster einen Scheck über 10.000 Euro. Das Geld soll zur Planung von Sanierung und Umbau des Friedenfelser Freibades verwendet werden.

Trotz Corona-Pandemie war auch der SC Mähring aktiv

Mähring

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.