28.05.2020 - 14:14 Uhr
FriedenfelsOberpfalz

Biere aus Niedersachsen künftig im Steinwald

Eine jahrzehntelange Freundschaft wird jetzt zur Geschäftsbeziehung. Die Schlossbrauerei Friedenfels und die niedersächsische Bergbräu GmbH aus Uslar werden künftig eng miteinander kooperieren.

Obergäriges Bier aus dem Steinwald gibt es ab Juni im niedersächsischen Uslar, deren untergäriges Bier vertreibt dafür die Schlossbrauerei Friedenfels im Steinwald. Bergbräu-Geschäftsführer Jörg Tietz (von links), Bürgermeister Torsten Bauer aus Uslar, Freiherr Eberhard von Gemmingen Hornberg, Jochen Wendler, Helmut Radimerski, Freiherr Johannes von Gemmingen Hornberg und Schlossbrauerei-Braumeister Christian Mitterbauer stoßen auf die Kooperation an.
von Bernhard SchultesProfil

Dass die bayerische Braukunst mit ihren Schwerpunkten der obergärigen Biere in der niedersächsischen Region immer mehr an Bedeutung gewinnen und Fuß fassen wird, ist einer neuen Kooperation der Schlossbrauerei Friedenfels mit der Bergbräu GmbH aus Uslar in Niedersachsen zu verdanken. Im Gegenzug vertreibt die Friedenfelser Schlossbrauerei in der Oberpfälzer Region die untergärigen Biere aus Uslar.

Untergäriges für den Steinwald

Einen entsprechenden Vertrag haben Brauerei-Besitzer, Freiherr Eberhard von Gemmingen Hornberg, und der Brauerei-Geschäftsführer aus der niedersächsischen Kleinstadt, Jörg Tietz, in der Schlossschänke Friedenfels unterzeichnet. Eingefädelt hatte die Kooperation Jochen Wendler von der Schlossbrauerei Friedenfels, der für den Export nach Italien, Frankreich, Tschechien und Russland sowie für die Großkunden in Deutschland zuständig ist. Wendler nannte die künftige Zusammenarbeit das Ergebnis jahrzehntelanger Freundschaft und den gegenseitigen respektvollen Umgang miteinander. Mit den neuen Angebot der untergärigen niedersächsischen Biere komme man zudem dem Wunsch der Bevölkerung und vor allem der Touristen nach, ergänzte Wendler.

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Gegenbesuch geplant

Wie die kleine Steinwaldgemeinde ist Uslar ein staatlich anerkannter Erholungsort mit 14 500 Einwohnern. Jörg Tietz bezeichnete seine Brauerei als eine Land- und Kulturbrauerei mit einer Auslastung von 25 000 Hektolitern, davon würden 20 Prozent als Fassbier abgefüllt. "Wir sind für unsere Region da und stehen für unsere Region", sagte der Geschäftsführer.

Zur Vertragsunterzeichnung kam eine Delegation aus Niedersachsen samt Uslarer Bürgermeister Torsten Bauer. Er war zum ersten Mal Gast im Steinwald und lobte Landschaft und Umgebung. Über die künftige Verbindung freute Bauer sich besonders. "Sich gerade in dieser Zeit zusammenzusetzen und was neues zu schaffen, gibt Mut für die Zukunft und bestärkt unser Motto, Tradition bewahren, aber trotzdem neue Wege gehen." Der Bürgermeister freute sich über zukünftige Besuche aus der Steinwaldgemeinde und nannte die Vertragsunterzeichnung einen Garant für Vertrauen und eine Verbindung für lange gute Zusammenarbeit.

"Die Zusammenarbeit wird Früchte tragen und ich kann mir vorstellen nicht nur in Friedenfels ein Bergbräu zu trinken, sondern demnächst auch einmal in Uslar", sagte Freiherr Eberhard von Gemmingen Hornberg. In Niedersachsen wirbt die Bergbräu GmbH derweil schon damit, ab Juni "das beste Weizenbier der Welt" zu verkaufen. Weil man für die Kunden rund um Uslar nur das Beste wolle, führte der Weg die Niedersachsen überhaupt erst zu den Weltmeistern der obergärigen Braukunst nach Bayern, in den Steinwald.

"Unsere Brauer werden das Hefeweizen gemeinsam mit Braumeister Christian Mitterbauer in Friedenfels einbrauen", so die Bergbräu-Verantwortlichen. Nach Abschluss der traditionellen Flaschengärung, holen sie das "spektakuläre Hammer-Hefeweizen" nach Uslar. Für dieses Lob dankte die Friedenfelser Schlossbrauerei.

Marina Schricker ist Braumeisterin bei der Schlossbrauerei Friedenfels

Friedenfels
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