13.11.2020 - 12:11 Uhr
FriedenfelsOberpfalz

Bessere Nutzung dank Quellwasser

Nicht verpassen will man im Erholungsort ein Förderprogramm des Freistaats Bayern zur Sanierung von Kneipp-Anlagen. Das kommt ganz gelegen - ist doch die Friedenfelser Anlage nicht mehr zeitgemäß.

Das Umfeld der Friedenfelser Kneipp-Anlage bedarf einer Neugestaltung. Auch die Wassersituation mit der Speisung aus dem angrenzenden Bach ist nicht zufriedenstellend und muss neu überarbeitet werden. Bei einer möglichen Sanierung und Instandsetzung könnte die Gemeinde auf eine finanzielle Unterstützung hoffen. Im Gedenken an das Wirken von Pfarrer Kneipp begünstigt der Freistaat im nächsten Jahr Sanierungsarbeiten von Kommunen großzügig.
von Bernhard SchultesProfil

Bürgermeister Oskar Schuster erklärte in der jüngsten Gemeinderatssitzung: "2021 jährt sich zum 200. Male der Geburtstag von Pfarrer Kneipp. Im Gedenken an sein Wirken und seine Verdienste um die Gesundheit seiner Mitmenschen würdigt der Freistaat Bayern Sebastian Kneipp in vielfältiger Weise. Unter anderem bietet der Freistaat den Kommunen mit ortsansässigen Kneipp-Vereinen seine Unterstützung bei der Instandsetzung von Kneipp-Anlagen an. Ziel des Sonderprogramms 'Touristische Infrastruktur - Kneipp-Anlagen' ist es, zum Jubiläumsjahr möglichst viele Kneipp-Anlagen bayerischer Kommunen in einen zeitgemäßen und touristisch attraktiven Zustand zu bringen sowie die Infrastruktur im Einzelfall durch neue Anlagen auszubauen."

Das Gemeindeoberhaupt betonte: "In der Gemeinde Friedenfels befindet sich seit Jahren eine Kneipp-Anlage, die nicht mehr funktioniert und dadurch nicht richtig benutzt werden kann. Nach Rücksprache mit dem Kneipp-Verein Friedenfels könnte ein neuer Zulauf mit Quellwasser eine bessere Nutzung ermöglichen. Für eine derartige Neugestaltung der Wassersituation ist nach Rücksprache mit dem Wasserwirtschaftsamt eine Planung erforderlich." Die Gemeinde hat deshalb zwei Angebote von Hydrogeologen angefordert.

Zusätzliche Kraft für Kinderkrippe

Einstimmig genehmigt wurde auch eine Änderung im Stellenplan der Gemeindeverwaltung. Der Gemeinderat hatte aufgrund der Dringlichkeit im September 2020 eine zusätzliche Kinderpflegerin für die Kinderkrippe eingestellt. Diese Stelle ist im Stellenplan des Haushaltsplanes 2020 noch nicht enthalten. Daher ist eine Nachtragshaushaltssatzung zu erlassen, informierte Bürgermeister Oskar Schuster.

Die Friedenfelser Gemeinderäte beschlossen eine Erhöhung der Hundesteuer

Friedenfels

Nötig wurde auch der Erlass einer neuen Satzung über Aufwendungs- und Kostenersatz für Einsätze und andere Leistungen der Feuerwehr. Vor dem Hintergrund der allgemeinen Kostenentwicklung hatten verschiedene Verbände eine Überarbeitung ihres Satzungsmusters und des Pauschalsätze-Verzeichnisses vorgenommen. "Die Gemeinde hat deshalb ihre Feuerwehrkostensatzung dem neuen Muster angepasst. Darin wurden auch die Aufwendungssätze neu berechnet," sagte der Rathauschef. In Friedenfels tritt die neue Satzung am 1. Januar 2021 in Kraft und wurde einstimmig genehmigt.

Wanderparkplatz mit Infotafeln

Beim letzten Punkt der Tagesordnung erkundigte sich Zuhörer Otto Schiener über den Planungsstand Wanderparkplatz "Zimmerplatz". Hier sah Bürgermeister Oskar Schuster eine mögliche Fertigstellung gegen Ende 2021. Zahlreiche Informationstafeln - Naturpark Steinwald, Erholungsort Friedenfels sowie ein Rundwanderweg - ergänzten dabei den künftigen Wanderparkplatz, betonte Schuster.

In der Gemeinde Friedenfels befindet sich seit Jahren eine Kneipp-Anlage, die nicht mehr funktioniert und dadurch nicht richtig benutzt werden kann.

Bürgermeister Oskar Schuster

Auf einen nicht aktuellen Loipenplan in Bärnhöhe verwies Gertraud Kappauf an anderer Stelle. Vor dem anstehenden Winter sollte dieser unbedingt berichtigt werden, argumentierte das Mitglied der Freien Wähler. Die Gemeindeverwaltung wird sich deshalb mit dem Zweckverband Steinwaldloipe in Verbindung setzen.

Das einstige Kurhotel auf dem Schusterberg ist seit vielen Jahren ungenutzt und rottet vor sich hin. Um weiteren Verfall zu stoppen, bat Gemeinderat Erwin Bächer (CSU), mit dem Eigentümer Kontakt aufzunehmen. Dieses Ansinnen unterstützte Bürgermeister Oskar Schuster umgehend und beauftragte die Verwaltung, mit dem Besitzer in Baden-Württemberg in Verbindung zu treten und Erkundigungen zu der Liegenschaft einzuholen.

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