16.09.2020 - 13:13 Uhr
FriedenfelsOberpfalz

Altkleidersammlung auch in Corona-Zeiten ein voller Erfolg

Besonders wegen der Schutzmaßnahmen dürfte die Aktion der Kolpingsfamilie Friedenfels noch lange in Erinnerung bleiben. Doch der Einsatz hat sich gelohnt.

Die Altkleidersammlung des Kolping-Diözesanverbandes in Friedenfels ist alle Jahre schweißtreibend. Doch in diesem Jahr war sie besonders fordernd. Zum Schutz vor einer möglichen Ansteckung mit dem Coronavirus mussten Masken getragen werden.
von Bernhard SchultesProfil

Bereits zum 52. Mal beteiligte sich die Kolpingsfamilie Friedenfels an der Sammlung des Kolping-Diözesanverbandes Regensburg. Rund 2,7 Tonnen Kleidungsstücke, Woll- und Strickwaren, Bett- und Haushaltswäsche sowie Federbetten und gut erhaltene Schuhe waren das Ergebnis. Die Bürger hatten die Altkleider am Straßenrand bereitgelegt.

In den Dienst der Aktion hatten sich heuer ehrenamtlich die Fahrer Martin Bischof und Bernhard Schmidt gestellt. Lukas Schultes, Manuel Schmidt, Johannes Schraml, Klaus und Korbinian Weidner erledigten die schweißtreibende Arbeit des Aufladens und Stapelns der Ware auf den Lastwagen. Reiner Gärtner dankte seinem Helferstab ebenso wie der Schlossbrauerei Friedenfels und der Gemeindeverwaltung für die kostenlose Bereitstellung der Fahrzeuge. Der Erlös der Aktion kommt auch im Corona-Jahr 2020 sozialen Zwecken zugute.

Selbst für den routinierten Kolping-Vorsitzenden Reiner Gärtner war in diesem Jahr vieles anders: „Erstmals mussten wir zum Schutz unserer Helfer vor einer weiteren Ausbreitung des Covid-19-Virus umfangreiche Infektionsschutzgrundsätze und Hygieneregeln einhalten." Dazu zählte auch eine Begrenzung des Helferstabes. Bei früheren Aktionen durfte die Kolpingsfamilie auf deutlich mehr Kräfte zurückgreifen. Auch im Führerhaus des Lastwagens und des Kleintransporters musste auf ausreichend Abstand geachtet werden. Gestartet wurde nach einer ausführlichen Einweisung und Belehrung aller freiwilligen Helfer.

Schweiß auf der Stirn

Bei sommerlichen Temperaturen mit Maske die schweren Kleidersäcke verladen, war für alle nicht einfach. "Der Schweiß auf der Stirn war ein sichtbares Zeichen.“ Natürlich trugen alle Helfer zum Schutz Handschuhe. Erschwert wurde das Verladen auch, weil stets ausreichend Sicherheitsabstand eingehalten werden musste. Am Anfang und Ende der Sammelaktion griffen die Helfer natürlich auch zu Desinfektionsmitteln, um sich vor einer möglichen Ansteckung zu schützen.

Genügend Freiwillige

"Trotz der Hinweise im Vorfeld auf nötige Schutzmaßnahmen und Erschwernisse bei der Kleidersammelaktion konnte ich unter vielen freiwilligen Helfern auswählen", erzählte Reiner Gärtner im Gespräch mit Oberpfalz-Medien. „Die, die heuer nicht mit dabei sein konnten, kommen im nächsten Jahr zum Einsatz“, verkündete der Vorsitzende. Dabei war Reiner Gärtner überhaupt froh, diese Aktion durchführen zu können. „Seit März war dies unsere erste gemeinsame Aktion der Kolpingsfamilie Friedenfels.“ Vorsitzender Reiner Gärtner freute sich am Ende der Sammlung, dass alle Hygieneregeln eingehalten wurden.

In Erinnerung bleibt auch: Noch bevor Kolping-Vorsitzender Reiner Gärtner die Fahrer und Sammler auf Tour schickte, gedachten sie eines langjährigen Freundes, des verstorbenen Karl Wittmann. Reiner Gärtner: „Jahrzehntelang stand er uns als ehrenamtlicher Lkw-Fahrer und Sammler der Altkleider in Friedenfels zur Verfügung.“

Die Kolpingsfamilie Friedenfels unterstützt mehrere Entwicklungshilfeprojekte

Friedenfels

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.