02.12.2020 - 16:58 Uhr
FreudenbergOberpfalz

Nach tödlichem Unfall auf A6: Schwerer Unfall auch auf Umleitung

Zwischen Paulsdorf und Etsdorf hat sich am Mittwoch ein schwerer Unfall ereignet. Die Staatsstraße 2040, die nach einem tödlichen Unfall auf der A6 als Ausweichroute diente, musste ihrerseits für rund zweieinhalb Stunden gesperrt werden.

Der Fahrer dieses VW-Busses geriet am Mittwoch kurz vor Mittag zwischen Paulsdorf und Etsdorf auf die Gegenfahrbahn. Eine Autofahrerin aus dem Landkreis konnte nicht mehr reagieren und erlitt schwerste Verletzungen.
von Thomas Kosarew Kontakt Profil

Die Autobahn A 6 musste am Mittwoch bei Schmidgaden wegen der Bergung eines Lkw in beide Fahrtrichtungen komplett gesperrt werden. Ein 62 Jahre alter Lkw-Fahrer war noch an der Unfallstelle verstorben. Nur etwas mehr als zwei Stunden später kam es auf der Staatsstraße 2040, die als Umleitung diente, auf Freudenberger Gemeindegebiet zum nächsten schweren Unfall. Kurz vor 12 Uhr war ein 73 Jahre alter Amberger in seinem VW-Bus bei Buchenöd auf Höhe der dortigen Weiher in Richtung Etsdorf unterwegs, als er laut Achim Kuchenbecker, dem Sprecher der Polizeiinspektion Amberg, ohne erkennbaren Grund auf gerader Strecke auf die Gegenfahrbahn geriet. Dort war eine 37 Jahre alte Frau aus dem Landkreis in ihrem Ford Focus in Richtung Paulsdorf unterwegs, als es zum Frontalzusammenstoß beider Fahrzeuge kam.

Zuerst am Unfallort waren die First Responder aus Freudenberg, die wenig später Unterstützung von zwei Teams des Bayerischen Roten Kreuzes und eines Notarztes erhielten. Auch der in Weiden stationierte Rettungshubschrauber Christoph 80 wurde angefordert, da davon ausgegangen werden musste, dass sich beide Beteiligte schwerste Verletzungen zugezogen haben könnten. Wie Achim Kuchenbecker am Nachmittag wissen ließ, konnte der Helikopter unverrichteter Dinge wieder den Ort des Geschehens verlassen. Die Landkreisbewohnerin wurde bei dem Unfall dennoch sehr schwer verletzt. Sie kam in das Klinikum St. Marien. Lebensgefahr bestand am Nachmittag nicht. Kuchenbecker: "Die Frau ist stabil."

Gleiches gelte für den 73 Jahre alten Amberger, der sich laut Polizeiangaben mittelschwere Verletzungen zuzog. Um die genaue Unfallursache zu klären, wurde ein Gutachter eingeschaltet. Für die Feuerwehren aus Hiltersdorf, Etsdorf, Freudenberg-Wutschdorf und Bühl, die unter der Regie von Kreisbrandmeister Armin Daubenmerkl vor Ort waren, wurde der Einsatz zu einer logistischen Herausforderung. Die Feuerwehrleute mussten sich zusätzlich zu den Aufgaben, die bei einem Unfall wie diesem anfallen, auch um die Umleitung der Umleitung kümmern. Denn die Staatsstraße 2040 diente nach der Sperrung der A6 als Ausweichroute, die nun ihrerseits für rund zweieinhalb Stunden gesperrt werden musste. Der Schwerlastverkehr wurde in Richtung Bundesstraße 85 gelotst.

Der Vollständigkeit halber: Am VW-Bus des 73-Jährigen und am Ford Focus der Landkreisbewohnerin entstand jeweils Totalschaden von insgesamt rund 25.000 Euro.

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