07.02.2021 - 13:19 Uhr
FreudenbergOberpfalz

Planungen für Dorferneuerung Pursruck laufen

Obwohl Zuwendungen des Amtes für Ländliche Entwicklung (ALE) für die Dorferneuerung Pursruck zugesagt sind, könnte es sein, dass die Gemeinde Freudenberg durch die angespannte Finanzlage in Vorleistung gehen muss.

Dorferneuerung Pursruck: Nun muss in die Entscheidung eingetreten werden, was priorisiert wird und finanziell leistbar ist.
von Alfred SchornerProfil

Bürgermeister Alwin Märkl berichtete im Gemeinderat über einen Besprechungstermin unter Teilnahme des Tiefbauamtes des Landkreises, Vertretern des Amtes für Ländliche Entwicklung (ALE) und des Ing.-Büros Seuß Ingenieure und Architekten Markus Rösch, im Dezember. Letzterer informierte das Gremium über den derzeitigen Planungsstand bei der Dorferneuerung Pursruck, der sich im Wesentlichen auf die Ortsdurchfahrt an der Kreisstraße AS 18 bezieht. Hier wurden von der Gemeinde zwei alte Häuser erworben, um durch deren Beseitigung Platz für die Gestaltung der Ortsmitte von Pursruck zu haben. Der Maßnahmenplan wurde in Abstimmung mit den Bürgern entwickelt und mit dem ALE abgestimmt, das auch eine Förderhöchstgrenze festlegte. Dabei zeigte sich, dass wahrscheinlich nicht alle bei den Bürgerversammlungen vorgebrachten Wünsche der Bürger realisiert werden können. Erfreulicherweise kann im Mittel mit einer Förderquote von rund 75 Prozent kalkuliert werden. Priorität kann der Schaffung eines durchgängigen Gehweges im Innerortsbereich an der AS 18 eingeräumt werden. Ferner ist die Gestaltung des Umfeldes um die Kirche mit Parkmöglichkeiten und einem barrierefreien Zugang zur Kirche vorgesehen. An den Ortseingängen im Bereich der Einmündung des Fensterbachweges in die Kreisstraße und am nördlichen Ortseingang sollen Baumtore für die Verlangsamung des Verkehrs sorgen. Nachdem das Büro Seuss-Ingenieure die Planungen bis Juni des Jahres hinsichtlich der Kreisstraße fertiggestellt habe, wird Architekt Rösch die Gestaltung des Seitenbereichs mit Dorfplatz und Kirchenplatz an die Straßenplanung anpassen. Eine Beschlussfassung durch den Gemeinderat für die Stellung des Zuwendungsantrages kann erst erfolgen, wenn die Planungen abgeschlossen sind und die Kostenberechnungen vorliegen.

Aufgrund eines Antrages durch die Fraktion der Freien Wähler auf Aufstellung eines Buswartehäuschen bzw. einer Überdachung an der Bushaltestelle an der Raigeringer Straße in Aschach hatte Bürgermeister Märkl den Eigentümer des angrenzenden Grundstücks kontaktiert. Dieser beteuerte, dass er keine Grundstücksfläche für die Schaffung eines Buswartehäuschens zur Verfügung stelle und auch keine vertraglichen Bindungen eingehen würde. Dies macht, bedingt durch die örtlichen beengten Verhältnisse an der Haltestelle, eine Aufstellung eines Buswartehäuschens unmöglich. Der Bürgermeister vertritt die Meinung, dass eine Verlegung der Bushaltestelle nur mit einem momentan unverhältnismäßig hohen Aufwand möglich sei und verweist auf die geplante Dorferneuerung in Aschach. Hier könnte durch eine saubere Planung unter Förderung durch das ALE eine Lösung gefunden und umgesetzt werden. Mathias Demel (FW) gab zu, dass die Problematik mit den beengten Verhältnissen auch den Freien Wählern bekannt sei. Er wolle daher den Antrag zurückziehen, beharrte aber auf eine Aufnahme der Maßnahme in die Planungen der Dorferneuerung.

Im Rahmen der Beschaffung des neuen Fahrzeuges LF 20 KatS für die Feuerwehr Freudenberg-Wutschdorf ist eine Überarbeitung der Satzung über die Erhebung von Aufwendungs- und Kostenersatz für Einsätze nach dem Bayerischen Feuerwehrgesetz notwendig. Wie Bürgermeister Märkl ergänzte, habe die Verwaltung die durch den Bayerischen Gemeindetag angekündigte Veröffentlichung einer neuen Mustersatzung abgewartet. Der Gemeinderat stimmt dem Neuerlass der Satzung zu.

Aufgrund der Corona-Pandemie konnten die Neuwahlen ihrer Führungskräfte der Feuerwehren Immenstetten und Pursruck termingerecht nicht gemacht werden. Der Gemeinderat bestellte daher für die Immenstetter Wehr Norbert Weiß als Notkommandant und Harald Kopera zum stellvertretenden Notkommandanten, für die FFW Pursruck Werner Gottschalk zum Notkommandanten und zu seinem Stellvertreter Günther Rumpler. Ihre Amtszeiten werden dadurch um sechs Monate verlängert.

Die Firma Unien GmbH aus Mering beabsichtigt als Vorhabenträger den Bau eines Freiflächen-Solarparks im Bereich Etsdorf. Sie bittet darum, zu informieren wie die Stimmengewichtung im Gemeinderat ausfällt und Pro und Contra zum geplanten Vorhaben mitzuteilen, damit gegebenfalls Antrag auf einen Bebauungsplan gestellt werden kann. Bürgermeister Märkl berichtete, dass er die Geländeverhältnisse besichtigt habe. Es handle sich um eine Geländemulde, die weder von der Ortschaft Etsdorf noch von der Ortschaft Högling aus stark eingesehen werden kann. Seinem Vorschlag, das Vorhaben durch die Antragsteller im Gemeinderat vorstellen zu lassen und die Bürger in die Entscheidung mit einzubinden, stimmte das Gremium zu.

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Bedingt durch die örtlichen beengten Verhältnisse ist die Aufstellung eines Buswartehäuschen ohne Grunderwerb in Aschach nicht machbar.
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