21.07.2019 - 07:54 Uhr
FreudenbergOberpfalz

Gipfeltreffen der Blechmusik

Dem heiligen Jakobus zu Ehren greifen die Freudenberger zu den Blasinstrumenten: Das ganze Dorf feiert Jakobikirwa - aber nicht mit Baumaustanzen, sondern mit einem "Woodstock der Blechmusik".

von Autor (gri)Profil

Die Freudenberger Jakobikirwa hat sich überregional einen guten Namen als Blechmusik-Gipfeltreffen erworben: Zum mittlerweile siebten Mal hat der Musikverein an zwei Tagen renommierte Blaskapellen aus dem nordbayerischen Raum und darüberhinaus zusammengebracht. Im vergangenen Jahr waren die Leuebuebe aus Zürich angereist. Heuer stattete die Stadtmusik Herbolzheim den Freudenberger einen Besuch ab. Die Musiker aus der Stadt an der französischen Grenze im Südwesten Baden-Württembergs gestalteten den frühschoppen am Sonntagvormittag.

Doch zunächst bliesen dem Publikum am Samstagabend drei Ensembles aus der Region den Marsch: Die Zoigl Blosn aus Eslarn (Kreis Neustadt an der Waldnaab), die Vöichtacher Rucksack-Musi und als Lokalmatadoren natürlich die Hammerbachtaler Blousn. Alles, was die Hitparade der Blechmusik hergibt, schmetterten die Bläser über den Jakobiplatz - im Volksmund Kobl genannt: Die Fuchsgraben-Polka, den Larida-Marsch oder auch die Hymne der Bergleute: "Glück auf, der Steiger kommt". Bei Einbruch der Dunkelheit und garniert mit Blitzen, die über Hirschau zuckten, mischten sich die Musiker sogar unter das Volk.

Am Sonntag stand zunächst der Gottesdienst auf dem Jakobiplatz im Mittelpunkt. Das Orchester des Musikvereins gestaltete die Feier mit. Danach unterhielt die Herbolzheimer Stadtmusik die Gäste beim Frühschoppen. Am Nachmittag zeigt der Nachwuchs des Musikvereins, was er kann. Der Verein erlebt derzeit einen wahren Kinder-Boom. Tuba, Waldhorn, Posaune, Trompete, Schlagzeug - die Ausbilder haben derzeit jede Menge zu tun. Die Melodica-Gruppe erreicht sogar Schulklassen-Stärke. Gut, dass der Erlös der Nachwuchsarbeit zugute kommt. Einen fulminanten Schlusspunkt setzt am Nachmittag das Orchester des Musikvereins unter der Leitung von Josef Zweck und am Abend die spritzige "Blechparty" mit der Band "Wos da Brass ko" aus Straubing.

Die Jakobikirwa ist damit nicht zu Ende. Zum Patrozinium der Jakobikirche am Mittwoch, 25. Juli, feiert die Pfarrei um 19 Uhr noch einmal Gottesdienst am Kobl. Danach laden die Koblerer zur Patroziniumsfeier bei frisch gezapftem Bier und Bratwürstl ein.

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