11.02.2021 - 16:06 Uhr
FreudenbergOberpfalz

Freudenberg nimmt Innensanierung der Schule in Angriff

Corona macht erfinderisch: Bürgermeister Alwin Märkl bringt die kommunalpolitischen Themen Freudenbergs live in die Wohnzimmer der Bürger. Innensanierung der Schule, Breitbandausbau, Brunnenbau: Darum geht's beim virtuellen Dämmerschoppen.

Kommunalpolitische Themen hat Bürgermeister Alwin Märkl wegen Corona mal anders vermittelt: virtuell in die Wohnzimmer der Bürger.
von Alfred SchornerProfil

Sich in der kalten Jahreszeit und in gemütlicher Atmosphäre im Wirtshaus über die Gemeindepolitik zu informieren: Corona macht das unmöglich. Als Alternative haben sich die fünf CSU-Ortsverbände Aschach, Etsdorf, Freudenberg, Hiltersdorf, Lintach, die Frauen-Union und die Junge Union einen virtuellen Dämmerschoppen einfallen lassen. Und der kam gut an. Mehr als 100 Bürger hatten sich eingeloggt, um sich über aktuelle Projekte der Großgemeinde zu informieren und Fragen zu stellen. Als Moderatoren führten Barbara Gerl, Vorsitzende der Frauen-Union, und der Aschacher Ortsvorsitzende Christian Drechsler durch das reichhaltige Abendprogramm.

Bürgermeister Alwin Märkl erklärte in seiner Präsentation, dass 2020 nach über 30 Jahren Betriebszeit mit der umfangreichen Sanierung der Kläranlage Freudenberg begonnen worden sei. Damit komme die Gemeinde den geforderten wasserwirtschaftlichen Auflagen nach. Die Sanierung werde bis Mitte 2022 abgeschlossen sein. Mit dem Leitungsbau für die Wasserversorgung werde bei entsprechender Witterung begonnen, um die Wasserversorgung noch heuer in Betrieb gehen zu lassen. Bürgermeister Alwin Märkl kündigte an, dass die Bohrung für den gemeinsamen Brunnen mit den Stadtwerken Amberg etwa zwölf Wochen dauern werde. An anteiligen Kosten werde Freudenberg circa 550 000 Euro aufbringen müssen.

Innensanierung der Schule

Nach Abschluss der energetischen Außensanierung der Schule Wutschdorf im vergangenen Jahr, sei nun mit der Innensanierung begonnen worden. Laut Märkl erfolgen die Arbeiten in drei Abschnitten, so dass der Schulbetrieb aufrechterhalten werden könne. Bei Gesamtkosten von rund 1 100 000 Euro wurde laut Bürgermeister eine Förderung von 90 Prozent der förderfähigen Kosten in Aussicht gestellt.

Zur Dorferneuerung Pursruck stellte Märkl fest, dass aus Kostengründen nicht alle Wünsche von Bürgern aus Pursruck und Schwand berücksichtigt werden können. Das Amt für ländliche Entwicklung habe eine Förderhöchstgrenze festgelegt: 1,45 Millionen Euro. Nachdem in Aschach das Neubaugebiet beinahe fertig bebaut ist, sollen weitere in Etsdorf-Süd, Lintach-Ost, und Freudenberg-West hinzukommen. Als weiteres Ziel für die kommenden Jahr nannte der Freudenberger Rathaus-Chef den weiteren Breitbandausbau. Im Zuge des Bundesförderprogramms biete die Bitratenanalyse die Möglichkeit, den Breitbandausbau messbar darzustellen. Unter Einbeziehung der Fördermaßnahmen und Eigenausbauten von Telekom und Jobst-DSL konnten laut Märkl bis Ende 2019 bereits 94 Prozent der Haushalte mit Bitraten ab 30 Mbit/s versorgt werden. Nur sechs Prozent der Anschlüsse sind weiterhin förderfähig und werden mit dem dritten Förderverfahren (Höfebonus) des Freistaates bis voraussichtlich 2023 mit Glasfaserleitungen ins Haus erschlossen.

Weiter führte Märkl aus, dass alle 787 Straßenleuchten in der Gemeinde auf LED umgerüstet seien. Bei allen neuen Leuchten sei als Funktion hinterlegt, von 1 bis 5 Uhr die Leistung um 50 Prozent abzusenken. 2019 hatten laut Bürgermeister in Immenstetten die Arbeiten für den Anschluss der Ortschaft an die Abwasseranlage des Zweckverbandes Amberg-Kümmersbruck begonnen. Die Problematik der geringen Druckverhältnisse bei der Wasserversorgung wurde durch die Verlegung einer 1,6-Kilometer-Leitung zum Anschluss an den Übergabeschacht beim Industriegebiet Nord gelöst.

Förderzusage für das Freibad

Überraschend hat Freudenberg eine Förderzusage von 605 000 Euro für das Freibad bekommen, sagte Märkl und bezeichnete dies als erfreulich. Im Umkehrschluss heiße das aber, dass dafür ein Eigenanteil von circa 740 000 Euro aufzubringen ist. Für den Abschnitt Lintach - Raigering der Staatsstraße 2399 seien im Haushalt des staatlichen Bauamtes drei Millionen Euro hinterlegt, informierte Märkl weiter. Die Ausschreibung soll nach Vergabe des Abschnittes Wutschdorf - Mertenberg vorbereitet werden. Märkl ging auch auf das Projekt Kreisstraße AS 30 Raigering - Immenstetten ein, das dem Bau- und Planungsausschuss des Kreistags Ende Februar vorgestellt wird.

Die Pläne für die Schulsanierung im Gemeinderat

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