14.06.2019 - 10:26 Uhr
FreudenbergOberpfalz

Freudenberg feiert seinen Nationalheiligen

Am 24. Juni ist in Freudenberg Nationalfeiertag: Der ganze Ort lässt seinen Nationalheiligen Johannes den Täufer hochleben. Rund um die Wallfahrtskirche auf dem Johannisberg herrscht Festbetrieb.

Die Wallfahrtskirche auf dem Johannisberg ist ein Idyll für Körper und Seele.
von Autor (gri)Profil

Für Montag, 24. Juni, haben viele Freudenberger Urlaub genommen, einige Geschäfte sind geschlossen, und die Schule verlegt ihren Unterricht: Ganz Freudenberg und die Pfarrei Wutschdorf feiert den Namenstag aller Hansen und Johannas. Das gelb-weiße Kirchlein auf dem Johannisberg feiert Patrozinium - ein besonderes Fest für katholische Gläubige und Naturliebhaber in der Region.

Die Johannisbergkirche ist eng mit der Geschichte des Winterkönigs verknüpft. Der Vater des gescheiterten Kurfürsten, Friedrich IV., hat das Gotteshaus vermutlich im Jahr 1597 sprengen lassen, weil er die Wallfahrt für Ketzerei hielt. Unter des Winterkönigs Herrschaft lag die Johannisbergkirche in Trümmern. Erst als Freudenberg nach der verlorenen Schlacht am Weißen Berg an Bayern fiel, wurde der Ort wieder katholisch und die Pilgerstätte wieder aufgebaut. Die Kirche in ihrer heutigen Form stammt aus dem Jahr 1711.

Pilger haben sich angesagt

Zahlreiche Schauspieler der Freudenberger Bauernbühne, die beim Amberger Welttheater mitgespielt haben, werden beim Johannisbergfest auch an den Kurfürsten denken. Sein Meuchelwerk sei ihm verziehen, denn die Wallfahrt blüht heute schöner denn je: Bereits am Sonntag, 23. Juni, treffen fünf Gruppen von Fußpilgern auf dem Berg ein - aus dem Oberland, aus den Pfarreien Lintach/Pursruck, Etsdorf, Kemnath am Buchberg und Rottendorf. Sie alle feiern gemeinsam Gottesdienst um 9.30 Uhr. Festprediger ist der aus Wutschdorf stammende Pater Robert Schmidbauer, der vor wenigen Tagen sein 50. Priesterjubiläum beging.

Am Montag, 24. Juni, ist noch einmal Gottesdienst, wieder um 9.30 Uhr. Zu dieser Messe werden vor allem die Kinder und Jugendlichen der Grund- und Mittelschule Freudenberg erwartet. Hauptzelebrant und Festprediger ist Pfarrer Christian Schulz aus Hahnbach. Nach den Gottesdiensten herrscht an beiden Tagen Festbetrieb unter den schattigen Bäumen rund um die Kirche. Neben Bier, Bratwürstln und Käse-Brotzeiten gibt es Kaffee und Kuchen. Alle angebotenen Waren stammen von Erzeugern aus der Region. Der Festbetrieb klingt jeweils am späten Nachmittag aus. Abschlussandacht ist am Montag, 24. Juni, um 15 Uhr.

Auch Johannisfeuer

Vor dem Johannisbergfest entzündet die Landjugend immer ihr Johannisfeuer. Termin ist am Freitag, 21. Juni. Die Hammerbachtaler Musikanten läuten die Feier mit einem Standkonzert am Platz vor der Brauerei Märkl ein. Danach ziehen die Teilnehmer mit Blasmusik und Fackeln über die Schmie-Alm zu den Heiligen Drei Kreuzen. Pfarrer Moses Gudapati spricht den Feuersegen. Danach wird der Holzstoß - traditionell einer der größten im Landkreis - von den Jugendlichen entzündet. Auch dabei ist für das leibliche Wohl gesorgt.

Die Wallfahrtskirche auf dem Johannisberg ist Johannes dem Täufer geweiht.

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