02.03.2021 - 10:09 Uhr
FreudenbergOberpfalz

CSU-Fraktion Freudenberg will flächendeckend stabile Breitbandversorgung

Derzeit werden Orte in der Gemeinde Freudenberg mit Richtfunkstrecken mit einer Bandbreite von zehn Gigabit gespeist.
von Alfred SchornerProfil

Das Breitbandnetz stößt im Bereich der Gemeinde an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit. In einer virtuellen Sitzung informierte sich die CSU-Fraktion im Freudenberger Gemeinderat bei Markus Jobst von der Firma Jobst über die technischen Möglichkeiten für einen weiteren Ausbau in den Bereichen Glasfaser und Funk und konkretisierte dabei auch die derzeitigen Schwachstellen. Die Pandemiezeiten mit Homeoffice und Homeschooling, in der die Bürger auch durch die Ausgangsbeschränkungen mehr denn je auf eine zuverlässige Internetversorgung angewiesen sind, nahm die CSU-Fraktion zum Anlass, Verbesserungsmöglichkeiten und die Chancen auf Gigabit-Förderungen von Bund und Land zu erörtern.

Markus Jobst gab zunächst einen groben Überblick über sein derzeitiges Engagement im Bereich Freudenberg. Aktuell gehe es um Bandbreiten im Bereich 60 bis 100 Mega-Bit pro Sekunde (Mbit/s). Die Orte im Versorgungsgebiet seiner Firma werden mit Richtfunkstrecken mit einer Bandbreite von zehn Gigabit (GB) gespeist. Künftig will sich Jobst verstärkt auf den Ausbau mit Glasfasertechnologie konzentrieren. Hier sollen teilweise eigenwirtschaftliche gebaute Glasfaserstrecken die Richtfunkversorgung ablösen. In der Gemeinde Freudenberg solle dies zuerst im Bereich Paulsdorf/Hiltersdorf umgesetzt werden, da dort Synergien bei Baumaßnahmen im Rahmen des Höfeprogramms genutzt werden könnten.

Markus Jobst gab zu bedenken, dass auch unvorteilhafte Kombination von Routern/Repeatern und der eingesetzten Technik im Heimnetz nicht selten zu negativen Auswirkungen auf die Bandbreite führen. Um die Stabilität des Netzes zu verbessern werde in den nächsten Wochen die zentrale Routingtechnolgie erneuert. Darüber hinaus würden Funkstrecken umgebaut und technisch optimiert, um mehr Bandbreite ins Versorgungsgebiet zu bekommen, versprach er. Auch die Zuschaltung neuer Glasfaserstrecken in den nächsten Monaten werde zu besseren Leistungen im Netz führen.

Als Chance sieht Jobst das Programm der Gigabit-Förderung, was bedeutet, dass Glasfaser ins Haus gelegt wird. Diese Art des Ausbaus sei mit erheblichen Kosten verbunden, es stünden Investitionen in Millionenhöhe im Raum, aber auch hohe Fördersätze. Mit diesem Ausbau kämen erhebliche Kosten auf die Kommunen zu. Eine reine Ablösung der Richtfunktechnik durch Glasfaser/Vectoring an die bestehenden Verteilerkästen, was eine Bandbreite von 100 MBit/s bedeuten würde, sei nach heutigem Stand über das Gigabit-Programm nicht förderfähig. Markus Jobst appellierte an die Kommunen, bei Baumaßnahmen immer Leerrohre mit zu verlegen – Bürgermeister Alwin Märkl dazu: „Das machen wir sowieso schon seit Jahren.“

Die Gemeinderäte nutzten die Gelegenheit, Störungen im Versorgungsbereich Aschach und Schwachstellen in Lintach anzusprechen. In diesem Zusammenhang wies Markus Jobst darauf hin, dass untertags während der Zeiten von Homeoffice/-schooling grundsätzlich ausreichend Kapazitäten im Netz vorhanden seien, um eine stabile Versorgung gewährleisten zu können. Am späten Nachmittag und abends sei pandemiebedingt ein höherer Bedarf an Bandbreite festzustellen. "Dies bringt aktuell das Netz an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit", sagte er. Mit dieser Herausforderung in der Prime-Time hätten alle Versorger zu kämpfen, Störungen seien nicht von heute auf morgen abzustellen.

Derzeit werden Orte in der Gemeinde Freudenberg, wie hier in Aschach, mit Richtfunkstrecken mit einer Bandbreite von 10 GB gespeist.
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