06.09.2020 - 11:01 Uhr
FreihungOberpfalz

Ein ehrenamtliches Schwergewicht

Hartmut Schendzielorz feiert 70. Geburtstag. Der Jubilar ist in zahlreichen Vereinen aktiv und hat die Gemeinde über Jahrzehnte geprägt.

Hartmut Schendzielorz (vorne mit roter Tüte neben seiner Maria) mit zahlreichen Gratulanten aus Politik, Kirche und Vereinen.
von Siegfried BockProfil

Er hat das öffentliche und gesellschaftliche Leben in der Marktgemeinde geprägt - unter anderem durch seine zahlreichen Vorsitzenden-Ämter. Nun feierte Hartmut Schendzielorz seinen 70. Geburtstag. In seinen Garten kamen zahlreiche Vertreter von Vereinen und Verbänden sowie Weggefährten. Mit einem Ständchen erfreute der (coronabedingt) reduzierte Musikverein Vilseck seinen Förderer.

Geboren wurde Schendzielorz als erstes von vier Kindern der Flüchtlinge Gerhard und Dora Schendzielorz in Elbart. Bei Georg Bauer, seinem späteren Freund, erlernte er den Beruf des Elektroinstallateurs. Bis zur Einberufung als W15-Soldat bei der Gebirgsartillerie in Bad Reichenhall arbeitete der Reserve-Unteroffizier bei einer Münchner Firma und später beim Bayerischen Bühnenbau Weiden. Über das Telekolleg holte sich Schendzielorz die Mittlere Reife und machte an der Rudolf-Diesel-Fachschule in Nürnberg seinen staatlich geprüften Elektrotechniker. Anschließend war er über 40 Jahre bei der US-Army beschäftigt, davon 15 Jahre als Equipment Specialist im Lager Grafenwöhr und 25 Jahre als Planer und Estimator im Südlager Vilseck. 1973 heiratete er Maria Specht aus Schlicht, mit der er 1980 in das mit viel Eigenleistung erbaute Haus nach Elbart zog. Die Kinder Tobias und Anna sind in führenden Positionen tätig. "Mein ganzer Stolz", so der Jubilar.

Er belebte 1976 den Radfahrverein Eintracht Elbart wieder und führte ihn fast 20 Jahre. Fast zeitgleich widmete sich Schendzielorz seiner zweiten Leidenschaft, der Kommunalpolitik. 24 Jahre war er Vorsitzender des CSU-Ortsverbands und ebenso lange gehörte er dem Marktrat an, davon sechs Jahre als 3. Bürgermeister. Als Kultur- und Sportausschuss-Vorsitzender führte er auch bei Bürgerfesten Regie.

Ein weiterer Schwerpunkt seines Wirkens war die Reform des Heimkehrer-, Krieger- und Soldatenbundes. Als SRK-Chef beschritt er ein neues, für ihn sehr interessantes Themenfeld. Er kannte den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, da er 1968 als Jungkolpingführer einen Kriegsgräbereinsatz im belgischen Lommel organisierte. 2000 leitete er einen weiteren Einsatz mit Oberpfälzer Reservisten auf den Schlachtfeldern des Ersten Weltkriegs in Verdun. Daran anknüpfend initiierte er die 2002 gegründete Partnerschaft für den Frieden zwischen dem Markt Freihung und dem Volksbund, Bezirk Oberpfalz. Als Vertreter von Amberg-Sulzbach im Bezirksvorstand gründete er auch das Europäische Jugendprojekt Oberpfalz. "Arbeit für den Frieden" mit den Schwerpunkten Versöhnung, Verständigung, Freundschaft über Grenzen hinweg beschäftigt ihn als Vorsitzenden und Projektleiter, als Kreisvorsitzender des Volksbundes und stellvertretender Vorsitzender des Bayerischen Soldatenbundes im Kreisverband noch sehr.

Weitere Tätigkeiten: 1975 Planer und Leiter beim Bau des Spielplatzes am Harranger als stellvertretender JU-Chef, Schöffe am Landgericht, Vorstandsmitglied im CSU-Kreisverband, ab 1976 aktiver Sänger beim "Liederkranz" und derzeit noch Bassist im Seugaster Schützenchor, Kassier in mehreren Vereinen und Mitglied bei Feuerwehr, FC und KAB. Schendzielorz ist Träger vieler Auszeichnungen, darunter der Bürgermedaille in Gold, der goldene Ehrennadel des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge und der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

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