29.11.2021 - 14:59 Uhr
FlossenbürgOberpfalz

Tödliche Oberpfalz: Der Vermisstenfall Monika Frischholz

Der 25. Mai 1976 ist ein trauriges Datum in der jüngeren Vergangenheit Flossenbürgs. Dort verschwindet die 12-jährige Monika Frischholz spurlos. Intensive Ermittlungen führen zu keinem Ergebnis. Wie kann ein Mensch einfach so verschwinden?

Folge sieben des Podcasts Tödliche Oberpfalz beschäftigt sich mit dem Vermisstenfall Monika Frischholz.
von Vanessa Lutz Kontakt Profil

Eigentlich ist der 25. Mai 1976 ein ganz normaler Tag in der kleinen Gemeinde Flossenbürg. Auch im Leben der damals 12-jährigen Monika Frischholz. Sie ist mit ihren Freundinnen nach den Hausaufgaben zu Fuß in Richtung Ortskern unterwegs, schwärmt von einem jungen Mann und will sich eventuell mit ihm treffen. Nach ein paar Minuten verlässt Monika die Gruppe - und das war das letzte Mal, dass man sie gesehen hat. Denn seit jenem Tag, gegen 15:30 Uhr, ist Monika spurlos verschwunden. Und bis heute ist völlig unklar, was mit dem jungen Mädchen passiert ist.

"Für die Eltern war es schlimm", erinnert sich Monikas Bruder Bruno Frischholz Jahrzehnte später in einem Gespräch mit Oberpfalz-Medien über die damaligen Geschehnisse. Er selbst war 17 Jahre alt, als seine Schwester Monika verschwand. Die Familie, vor allem die Eltern von Monika, hat den Verlust des Mädchens nie verwunden.

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Die Polizei wandte sich 1977 an die Sendung "Aktenzeichen XY", um weitere Hinweise zum Verbleib von Monika zu bekommen - vergebens. Der Fall wurde schließlich als sogenannter "Cold Case" zu den Akten gelegt.

Anfang 2019 dann die Wendung: Nach Angaben der Polizei gibt es neue Informationen zum Verschwinden von Monika. Die 2018 gegründete "Ermittlungsgruppe Froschau" war mit 50 Personen in Kontakt, die sich zu dem Fall äußerten. Einige hätten bereits früher ausgesagt, andere wurden zum ersten Mal befragt.

Offenbar gab es sehr konkrete Hinweise, alle rund um Waldkirch: Polizeitaucher durchsuchten gezielt einen Weiher, Ermittler baggerten nahe eines Waldes einen VW-Käfer aus und rissen in einer Scheune neben einer Kirche den Betonboden auf. Trotz der Hinweise: keine Spur. Klar ist allerdings, dass die Polizei von einem Mordfall ausgeht.

Die Akten zum Fall Monika Frischholz wurden erneut geschlossen. Bis heute ist für einen entscheidenden Hinweis eine Belohnung in Höhe von 10.000 Euro ausgelobt. Denn Mord verjährt nicht.

Für Folge sieben unseres Podcasts "Tödliche Oberpfalz" haben wir uns intensiv mit dem Fall beschäftigt. Wie kann ein Mensch am helllichten Tag einfach so in einer Kleinstadt verschwinden? Wie laufen die Ermittlungen, Jahre später, zu solch einem Fall wieder an? Welche neue Technik kommt zum Einsatz? All das besprechen wir in unserer neuen Folge zum Cold Case von Monika Frischholz.

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Mehr über den Fall Monika Frischholz

Info:

Opfer- und Täterschutz

Es ist uns wichtig, die Opfer, Angehörigen und Zeugen sowie die Täter zu schützen. Deshalb werden wir bei diesem Fall die ganzen Namen der Beteiligten nicht nennen. Wir bitten unsere Hörer und Mitglieder der Facebook-Gruppe "Tödliche Oberpfalz" deshalb, den Opfer- und Täterschutz zu respektieren.

Falls ihr uns anonym etwas mitteilen wollt, könnt ihr dazu gerne unsere E-Mail-Adresse nutzen: ToedlicheOberpfalz[at]oberpfalzmedien[dot]de

 

 

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