16.08.2020 - 13:37 Uhr
FlossenbürgOberpfalz

Kunst in Flossenbürger Granit gemeißelt

Verena Reimann absolvierte mit Studenten des berufsbegleitenden Bildhauerkurses der Edith-Maryon-Kunstschule aus Freiburg eine Exkursion im Flossenbürger Steinbruch der Firma Baumann. Das Ergebnis in besonders

Katharina Predekt aus München setzte alle Techniken ein und schuf „kleine Geschenke" aus Granit.
von Autor CROProfil

„Arbeiten in und am Granit“ ist der Titel der Exkursion der Freiburger Kunststudenten in Flossenbürg, die zum sechsten Mal stattfand. Ziel war es, den Künstlern eine intensive Begegnung mit dem Jahrmillionen alten Gestein zu ermöglichen. Den krönenden Abschluss bildete die Granitvernissage auf dem Betriebsgelände - zwischen Steinhauerhütten, mächtigen Rohblöcken und halbfertigen oder teilweise bearbeiteten Granitsteinen.

Kursleiterin Reimann stellte die Teilnehmer aus ganz Deutschland und der Schweiz einzeln vor. Für die zahlreichen Besucher war es anschließend ein Erlebnis, die Geschichte jedes einzelnen Exponats vom Künstler selbst zu hören, mit diesem in Kontakt zu treten, um mehr über die Intentio, aber auch über die jeweils eingesetzte Technik zu erfahren. Oft Handarbeit mit Hammer und Meißel. Aber auch Pressluft und die Flex wurden flexibel verwendet. Die eigentliche Arbeit beginnt schon bei der Auswahl des jeweiligen Grundmaterials im Steinbruch selbst. Hier standen die Mitarbeiter der Firma Baumann unter Leitung Karl-Heinz Nossek mit Rat und vor allem Tat zur Seite, denn Granit mit einem spezifischen Gewicht von 2,8 Tonnen pro Kubikmeter gehört zu den schwersten und härtesten Gesteinsarten der Erde.

Wenngleich die Interpretationen ihrer Werken sehr vielfältig ausfielen, waren alle Kursteilnehmer von dem Erlebnis mit dem Granit in einer ganz besonderen Landschaft positiv beeindruckt und wünschten sich eine Wiederholung.

Passend zu der besonderen Vernissagestimmung unter freien Himmel begleitete die Musikgruppe „Peerie-Folk-Session“ unter Leitung von Angela und Peter Bauer mit irischen und internationalen Volkmusikstücken dieBegegnung der Kunstinteressenten mit den Künstlern.

Fabiola Tomasi aus der Schweiz legt die Feinheiten des Gesteins offen und fordert den Betrachter bewusst zum Anfassen auf. „Der Stein selbst lässt zu, was man aus ihm machen kann“, sagt sie.
Bettina Will aus Frankfurt erfuhr die Härte des Gesteins. Sie bearbeite ihr Werk nur mit Hammer und Widia- bzw. gehärtetem Meissel. Bewusst verzichtete sie auf Maschinen, weil dadurch erst ein Dialog mit dem Gestein entstehen kann, meint sie.

 

 

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