03.05.2019 - 11:17 Uhr
FlossenbürgOberpfalz

Gaisweiher-Restaurant vor Gericht

Die Räumungsklage gegen die Pächterin der Gaisweiher-Gaststätte wird nun ein Fall für Richter. Am 23. Mai kommt es am Landgericht Weiden zu einem Gütetermin.

Pächterin Helene Huber fühlt sich vom Kommunalservice Flossenbürg betrogen.
von Friedrich Peterhans Kontakt Profil

So verhärtet, wie die Fronten derzeit sind, deutet wenig auf eine Einigung hin.

Zum Hintergrund: Der Kommunalservice Flossenbürg, ein Tochterunternehmen der Gemeinde, hat Wirtin Helene Huber im vergangenen Herbst zum 31.12.2018 gekündigt, weil sie ihre Pacht nicht gezahlt hat. Huber begründet dies damit, dass die Gemeinde sie beim Abschluss des Pachtvertrags und einem Fördervertrag mit der Regierung der Oberpfalz über den Tisch gezogen habe (wir berichteten). Sie denke nicht daran, aufzugeben und überzieht die Gegenseite via Facebook mit Vorwürfen. Mitte Februar bekam Huber die Räumungsklage auf den Tisch. Sie machte dennoch weiter, auch wenn viele Gäste ausblieben und die Einnahmen fehlten.

Am 24. April hat der Verwaltungsrat nun Wasser und Strom abgestellt. "Das ist das einzige Mittel, wie sich ein Eigentümer wehren kann, um weitere Kosten vor einem Urteil einzudämmen", sagt Bürgermeister Thomas Meiler als Vorsitzender des Verwaltungsrats. "Das musste sein. Wir handeln mit Steuergeldern."

Seitdem hat Huber zugesperrt. Ohne Wasser kann sie nicht kochen und ausschenken. Aufgeben will sie dennoch nicht. Sie führt eine ganze Reihe von Vorwürfen gegen Meiler und die Gemeinde ins Feld. Der jüngste: "Ich würde ja gern meine Nebenkosten von 2018 zahlen, aber jetzt habe ich festgestellt, dass die Gemeinde die öffentlichen Duschen über meinen Zähler hat laufen lassen." Meiler hält dagegen: "Das stimmt nicht. Jeder Warmwasserverteiler hat einen eigenen Zähler."

So geht es hin und her. Meiler kündigt an, dass der Kommunalservice vor Gericht einen neuen Vorschlag machen werde, das Pachtverhältnis zu beenden. Näheres will er noch nicht sagen. Zuletzt war Ende November ein Vermittlungsgespräch gescheitert. Dabei habe die Gemeinde laut Meiler angeboten, Huber aus ihrem fünf Jahre laufenden Vertrag zu entlassen, wenn sie 25 000 Euro Außenstände begleicht. Nun sind einige weitere Monate vergangen. In der Klageschrift summiert sich die Schuld derweil auf 47 000 Euro.

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