31.03.2021 - 11:10 Uhr
FlossenbürgOberpfalz

Flossenbürger Schule in der Moderne angekommen

Aus der Grundschule Flossenbürg ist nach fast abgeschlossener Sanierung eine digitale Bildungseinrichtung geworden. Der technische Sprung ist groß. Er war notwendig, darin sind sich die Fraktionssprecher nach einer Besichtigung einig.

Die sanierte Turnhalle soll als Mehrzweckhalle ausdrücklich auch für größere Veranstaltungen dienen, die nichts mit dem Turnen zu tun haben.
von Gabi EichlProfil

Der Gemeinderat erteilt im Rahmen des Bund-Länder-Förderprogramms „Digitalpakt Schule“ einen Auftrag für zwei Smart-Touch-Monitore für die Flossenbürger Schule; das sind interaktive Tafeln, die die analoge Kreidetafel in den Klassenzimmern ergänzen sollen. Diese Whiteboards sind nur einer der letzten Bausteine, die die Grundschule fit für die digitale Zukunft machen sollen. Weitere Bausteine sind Wlan, Beamer und ähnliches, alles Dinge, die die Lehrer schon lange auf der Agenda hatten, mit dem sie aber bisher nicht arbeiten konnten. Den Worten Bürgermeister Thomas Meilers zufolge sollte die Schule nun für die nächsten Jahre „up to date“ sein.

"Können stolz sein als Gemeinde"

Neben diesem Sprung in Bezug auf die Technik erfüllt die Schule nach der Sanierung selbstverständlich die aktuell üblichen Vorgaben - von der 72-Stunden-Spülung der Wasserleitungen über die vollständige Barrierefreiheit einschließlich Treppenliften bis zur automatischen Lüftungsanlage.

Die FWG-Sprecherin Birgit Neumann sagt im Gemeinderat, die Schule sei sehr schön geworden, ebenso die Turnhalle; sie sei sehr positiv überrascht. Und wörtlich sagt sie: „Wir können stolz sein als Gemeinde.“

Das Gebäude beherbergt aktuell 36 Schüler in vier Klassen, die in zwei Doppelklassen unterrichtet werden. Die Zahlen zeigen laut Meiler allerdings deutlich nach oben, das werde jetzt schon beim Kindergarten sichtbar.

Turnhalle ist Mehrzweckhalle

Die Turnhalle ist nach der Sanierung ausdrücklich auch für größere Veranstaltungen der Gemeinde vorgesehen. Die Halle sei als Mehrzweckhalle gebaut worden, sagt Meiler , wobei man sich bewusst sei, dass der Boden dann alle zehn Jahre erneuert werden müsse.

Meiler betont gleichzeitig, man habe bei der Sanierung „nur das angefasst, was wir uns leisten können“. Luxus gebe es keinen. Die Gesamtkosten beziffert der Bürgermeister mit 2,3 Millionen Euro, von denen 90 Prozent der förderfähigen Kosten bezuschusst würden („sonst hätt´ ma uns des net leisten können“).

Ihr Alter sieht man der Schule nach der Sanierung nicht mehr an. Von außen überhaupt nicht, von innen auch nur, wenn man die Schule näher kennt. Der Altbau wurde 1909 errichtet, der Neubau 50 Jahre später. Dazwischen gab es 1934 eine Erweiterung, 1993 wurde zum letzten Mal umfassend saniert.

Neue Nutzung für den Altbau

Der Altbau soll einer neuen Nutzung zugeführt werden, die den Worten Meilers zufolge noch nicht spruchreif ist. Man sei aber schon in Verhandlungen mit einem potentiellen Nutzer.

Nachdem die umfangreiche Sanierung in die Zeit einer Pandemie fällt, nutzt die Gemeinde die 900 Euro, die sie vom Landkreis für Corona-Erschwernisse bekommen hat, um damit an genau diese Zeit zu erinnern. Gegenüber der Schule wird mit diesem Geld eine Sitzgruppe errichtet; das sei als „Gedenkort“ zu verstehen, sagt Meiler, der erinnern solle an all das, was die Bevölkerung durch die Pandemie habe ertragen müssen.

Ab in den Oberpfälzer Urwald

Flossenbürg
Bürgermeister und Fraktionssprecher sind begeistert von der „neuen“ Grundschule: Von rechts Thomas Meiler, Peter Schmidt (CSU), Roman Schell (SPD) und Birgit Neumann (FWG).

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