01.08.2021 - 14:15 Uhr
FlossenbürgOberpfalz

Erste Besucher im modernisierten Theresienheim in Flossenbürg

Das betagte Pfarr- und Jugendheim ist aufwendig saniert und modernisiert. Wie gut das gelungen ist, erfahren jetzt die ersten Besucher.

Sonja Szcech (rechts) erläutert den Besuchern die Sanierungsmaßnahmen im Pfarrsaal.
von Autor CROProfil

Fast 100 Jahre alt ist das ortsprägende Gebäude. Jetzt hat das Theresienheim während einer einjährigen Bauzeit einen modernen Anstrich erhalten. Pfarrei, Diözese, Kommune und Regierung hatten sich zusammengetan, um ein Sanierungskonzept umzusetzen. Für knapp 900.000 Euro haben Pfarrei und Gemeinde mit öffentlichen Zuschüssen vom Freistaat und der Diözese das Pfarr- und Jugendheim umfassend auf Vordermann gebracht. Es entspricht nun den aktuellen Vorgaben des Brandschutzes, der energetischen Richtlinien und der Barrierefreiheit. Davon konnte sich jetzt auch die Öffentlichkeit überzeugen – bei einem Tag der offenen Tür.

Mehrjährige Vorplanungen und unzählige Besprechungen mit dem betreuenden Architekten Rudolf Meißner aus Waldthurn und den beteiligten Behörden führten zu einem beachtlichen Ergebnis. Passend zum Tag der offenen Tür bestand die Möglichkeit, die Räume zu besichtigen. Annemarie Plödt, Sonja Szcech, Maria Völkl und Christina Rosner übernahmen in kleinen Gruppen die Führung durch das Erdgeschoß, in dem sich der 130 Quadratmeter große und teilbare Pfarrsaal mit der Theaterbühne befindet.

Sofort ins Auge fiel der neue barrierefreie gestaltete Zugang zum Theresienheim. Im Saal wurden sowohl auf historische Hintergrundinformationen zur Entstehung des Heims als auch auf die zahlreichen Erneuerungen hingewiesen. Alles, was erhaltenswert war, wurde erhalten. Holztreppen und Türen wurden abgeschliffen, Schäden ausgebessert und Anstriche erneuert. Neu gemacht wurden die Fenster, Fußböden, Flurbeleuchtung und die Heizanlage, die per Fernwärmeleitung auch das gemeindliche Mehrfamiliengebäude auf der gegenüberliegenden Straßenseite mit einbezieht. Im Erdgeschoss entstand ein barrierefreies WC. Über das historische Treppenhaus wurden die Besucher in das Untergeschoss geführt. Bauhofleiter Alexander Klettner erläuterte die Heiztechnik und die Be- und Entlüftung.

Vertreter des Jugendgremiums stellten die neu sanierten Jugendräume vor. Die Besucher erfuhren von Matthias Grundler und Manfred Schwanitz, dass die massive Feuchtigkeit an den Außen- und Innenmauern mit einem aufwendigen Injektionsverfahren trockengelegt und Folgeschäden im Mauerwerk beseitigt worden waren. Durch den Einbau bodentiefer Fenstertüren entstanden geräumig wirkende, helle und sonnendurchflutete Räume. In dem rund 160 Quadratmeter großen Untergeschoss können nun wieder Billiard- und Kicker-Turniere abgehalten werden. Eine neue Küche, Kellerbar und eine kleine Terrasse mit eingebauten Sitzstufen laden zu einem Aufenthalt ein. In Eigenleistung der Vereinsjugend wurde die Digitalisierung der Jugendräume angepackt, federführend von Manfred Schwanitz.

"Durch das sanierte Pfarrheim und die sanierten Jugendräume wird die Vernetzung in der ganzen Gemeinde gefördert und ein Ort der Begegnung geschaffen. Das freut nicht nur Pfarrer Gierl, sondern auch Bürgermeister Thomas Meiler. Nicht zuletzt sie hoffen darauf, dass das Haus aufgrund sinkender Corona-Zahlen auch zeitnah genutzt werden kann

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Manfred Schwanitz (Dritter von links) und Matthias Grundler (Vierter von rechts) zeigen den Besuchern die mit Sitzstufen gestaltete Terrasse, die vom Jugendraum zugänglich ist.

 

 

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