08.09.2020 - 11:07 Uhr
FlossenbürgOberpfalz

Abschied von Gerhard Rölle

Gerhard Rölle starb am Freitag. Es bleiben Erinnerungen an imponierende Leistungen eines enaggierten Flossenbürgers.
von Bernhard NeumannProfil

Er war ein Flossenbürger Urgestein des Sports und der Kommunalpolitik: Am Freitag starb mit 84 Jahren Gerhard Rölle. Als langjähriges Mitglied des Gemeinderates und als langjähriger Vorsitzender des TSV setzte der ehemalige Kaufmann in der Grenzgemeinde wichtige Akzente und trug wesentlich zur Entwicklung von Flossenbürg bei.

Rölle erblickte 1936 in Großkunzendorf das Licht der Welt. 1957 wurde Flossenbürg zur Heimat. Die Kommunalpolitik spielte über Jahrzehnte hinweg eine wichtige Rolle in seinem Leben. 1972 zog er in den Gemeinderat ein, bis 1984 in den Reihen der Freien Wählergemeinschaft. Anschließend, bis zum Ausscheiden im Jahr 2006, in der SPD, wobei er lange Jahre Fraktionssprecher war.

„Pflegeleicht bin ich nie gewesen“, hatte er damals bei seinem Abschied gesagt. Rölle war ein Mann der klaren und ehrlichen Worte. Hart und hartnäckig, wenn es um die Sache und um das Wohl des Ortes ging. Sein Erfahrungsschatz und sein Urteilsvermögen kamen ihm dabei zugute.

Zum 100-jährigen Gründungsjubiläum der SPD ernannte ihn die Partei 2009 zum Ehrenmitglied. Von 1969 bis 1987 leitete Rölle mit dem TSV den mitgliederstärksten Verein in der Grenzgemeinde. Hinzu kam eine Reihe weiterer Ehrenämter, unter anderem bei den Fußballern. Große Projekte in Flossenbürg und der Einsatz zugunsten des Breitensports erforderten viel Zeit und Arbeit. Der Bau des B-Sportplatzes stellt nur eines von zahlreichen Beispielen dar. Die außerordentlichen Verdienste ließen 1988 die Entscheidung leicht fallen, Rölle zum Ehrenvorsitzenden zu ernennen.

Er war immer ein Freund, Gönner und Ansprechpartner im TSV Flossenbürg, aber auch ein Begleiter, der die Entwicklung des Vereins genau verfolgte und mit seiner Meinung nicht hinter dem Berg hielt. Schmerzlich ist der Tod des renommierten Flossenbürgers nicht nur für die Vereine, sondern besonders für Ehefrau Irmgard, die beiden Töchter und deren Familien. Die Beisetzung findet im engsten Kreis der Angehörigen statt.

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