10.02.2021 - 12:42 Uhr
FlossOberpfalz

Trauer um den Flosser Gastwirt Rudolf Schönweitz

Rudolf Schönweitz starb mit 80 Jahren. Jahrelang betrieb er mit seiner Frau die Gaststätte "Zum Röhrkasten".
von Fred LehnerProfil

Er war Gastwirt aus Leidenschaft und eines der Originale, die vom Zapfhahn aus und an den Biertischen in der eigenen Gaststätte viele erlebte Anekdoten mit Witz und Humor zum Besten geben konnte. Ein Flosser aus echtem Schrot und Korn.Die Rede ist vm 80-jährigen gelernten Landmaschinenmechanikers, Landwirt und späteren Gastwirt Rudolf Schönweitz. Er wurde am 9. Juli 1940 in Floß geboren, hatte acht Geschwister und drei Halbgeschwister im elterlichen Haushalt und besuchte die Volksschule Floß. Bei seinem Vater, er betrieb neben der Landwirtschaft eine Landmaschinenwerkstätte, ein Uhrengeschäft und einen Elektrohandel und gehörte zu den ersten Führerscheininhabern in Floß, ging er als Landmaschinenmechaniker in die Lehre. Für ihn waren es keine Herrenjahre. Streng war damals die Erziehung der Kinder und Lehrlinge. Doch Schönweitz bekannte gerne, dass diese Zeit sein Leben prägte. 1961 heiratete er Maria Hartwig aus Altglashütte. Sohn Günther und die Töchter Ilse, Manuela und Beate gehörten zum Familienglück. Ein schwerer Schicksalsschlag war der Tod von Tochter Beate.

Vor über 50 Jahren bauten die Eheleute Schönweitz die frühere Werkstätte als Gastwirtschaft um. Heimat- und ortsbezogen sollte der Name der Gasstätte „Zum Röhrkasten" lauten, zumal sich das Wahrzeichen des Marktes in unmittelbarer Nähe befindet. Die Gastwirtschaft wurde zum gesellschaftlichen Mittelpunkt. In Ehefrau Maria hatte Rudolf Schönweitz ebenso wie mit seinen Kindern eine große und unverzichtbare Hilfe und Stütze. Trotz Landwirtschaft und Gaststätte war der Verstorbene zuletzt bis zu seinem Rentenalter über 25 Jahre bei der Firma Nachtmann Bleikristall in Neustadt tätig. Vielen örtlichen Vereinen, darunter der Feuerwehr, dem Oberpfälzer Waldverein, der Königlich privilegierten Schützengesellschaft 1834, dem Sportverein, dem Kleintierzuchtverein und der Soldatenkameradschaft 1870 hielt er die Treue. Aus gesundheitlichen Gründen mussten die Eheleute Schönweitz vor einigen Jahren die Gastwirtschaft aufgeben.

Im Requiem am Dienstag in der katholischen Pfarrkirche St. Johannes der Täufer schilderte Pfarrer Max Früchtl die Lebensstationen des vielseitig begabten, beliebten und geschätzten Verstorbenen, der Mittelpunkt seiner Familie war. Einen ehrenden Nachruf sprach Vorsitzender Hans Eismann für die Soldatenkameradschaft 1870, der für die über 44-jährige Treue zur Kameradschaft mit dem Text des Liedes vom „Guten Kameraden" dankte. Die musikalische Gestaltung übernahm Piotr Pajak von der Pfarrei St. Josef ,Weiden. Im katholischen Friedhof fand anschließend die Beisetzung im engsten Familienkreis statt.

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