30.05.2021 - 09:41 Uhr
FlossOberpfalz

Sieben Jahre Diskussion sind genug: Zwei Flosser Anwesen vor der Erneuerung

Die erste große Baumaßnahme im Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) kann anlaufen: die Sanierung der Anwesen 6 und 8 am Flosser Marktplatz. Seit sieben Jahren wird über das Thema diskutiert.

Für die Sanierung der Marktplatz-Anwesen 6 und 8, im Volksmund Huterbauer und Hartlmartin, wurde die Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Es ist die erste große Baumaßnahme im Rahmen des Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK).
von Gabi EichlProfil

Für die Sanierung der Marktplatz-Anwesen 6 und 8 (Huterbauer und Hartlmartin) vergibt der Marktgemeinderat Floß die Machbarkeitsstudie an die Berchinger Kühnlein-Architekten, und er zeigt sich übereinstimmend überzeugt, damit eine gute Wahl getroffen zu haben. Den Auftrag für die Bestandsvermessung bekommt die Altenstädter Galileo-IP. Es ist die erste große Baumaßnahme im Rahmen des Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK). IP.

"Zeit, dass sich etwas bewegt"

Julia Bayer (CSU) fordert, Druck zu machen, damit das Projekt vorankomme. Und auch Oliver Mutterer (FDP/UB) äußert die Auffassung, es sei "Zeit, dass sich etwas bewegt“. Immerhin rede man inzwischen seit sieben Jahren über das Thema. Das Podewils-Haus in der Plößberger Straße, das einstige Schloss der Herren von Floß, das auch schon Forstamt, Schule und Rathaus war, sei der nächste Kandidat im Rahmen des ISEK.

Wie berichtet denkt der Marktrat an ein Café, an Tagespflegeeinrichtungen, Wohnungen. Was konkret möglich ist, soll die nun vergebene Machbarkeitsstudie zeigen. Bürgermeister Robert Lindner hatte im Oktober vergangenen Jahres davon gesprochen, dass es Kontakte zu zwei Anbietern von Tagespflegeeinrichtungen gebe.

Garagen-Bau: Nasse Füße drohen

Bedenken äußern mehrere Marktgemeinderäte angesichts der Pläne eines Gewerbetreibenden, im Markt zwei Doppelgaragen, ein Carport und vier Fertiggaragen zu bauen, denn das Grundstück liegt im Überschwemmungsgebiet. Mathias Schnabl (CSU) sagt, es sei grundsätzlich erfreulich, wenn ein Gewerbetreibender sich weiter entwickeln wolle, aber in der April-Sitzung habe man auch über den Neubau eines größeren Gartenhäuschens kontrovers diskutiert, weil dieses im Überschwemmungsgebiet der Floß liege. Björn Beer (AfD) stellt sich auf den Standpunkt, man solle dem Antragsteller keine Steine in den Weg legen, die Entscheidung liege ohnehin beim Landratsamt.

Eli Dreßler (SPD) sagt, man wolle keineswegs den Bau der Garagen verhindern, sehe das Projekt wegen seiner Lage aber „kritisch“. Wenn man hier eine Tür öffne und solchen Bauvorhaben ohne größere Prüfung zustimme, könne das zum Problem werden. Unbedingt seien alle ähnlichen Bauvorhaben gleich zu behandeln.

Mit dem Verweis auf die Überschwemmungsgefahr erteilt der Marktgemeinderat dem Bauantrag sein Einvernehmen.

Erneut eine Absage

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