25.01.2021 - 12:09 Uhr
FlossOberpfalz

Photovoltaik: Grundsatzentscheidung mit Gegenstimmen

Auf die Heizzentrale zwischen dem neuen Feuerwehrhaus und der Mehrzweckhalle lässt der Markt eine Photovoltaikanlage bauen, die in erster Linie dem Eigenverbrauch dienen soll. Einige Markträte fühlen sich nicht ausreichend informiert.

Auf die Heizzentrale zwischen Feuerwehrhaus und Mehrzweckhalle (im Hintergrund) soll eine Photovoltaikanlage zum Eigenverbrauch des Marktes gebaut werden.
von Gabi EichlProfil

Die Heizzentrale ist im Dezember in Betrieb gegangen, seit die Feuerwehr ihr neues Zuhause bezogen hat. Das Gebäude ist so ausgelegt, dass zusätzlich zu dem derzeit eingebauten Kessel für das neue Feuerwehrhaus Platz für zwei weitere ist, die die Mehrzweckhalle beheizen könnten. Zusätzlich hat der Marktgemeinderat nun mit Mehrheit beschlossen, von der Flosser Firma Natur Energietechnik für etwas mehr als 31.000 Euro eine Photovoltaikanlage installieren zu lassen. Die Natur Energietechnik GmbH war den Worten Bürgermeister Robert Lindners zufolge der günstigste von drei Anbietern. Es handelt sich laut Lindner um eine Anlage mit Speicher; der nicht selbst verbrauchte Strom wird ins Netz eingespeist.

Die Flosser Firma hat dem Markt eine Amortisation der Anlage in knapp elf Jahren vorgerechnet. Dies allerdings nur dann, wenn drei Kessel 20 Jahre lang laufen. An diesem Punkt setzen die kritischen Stimmen im Marktgemeinderat an. Der CSU-Sprecher Sebastian Kitta etwa sagt, mit nur einem Kessel für das Feuerwehrhaus rechne sich die PV-Anlage erst deutlich später, sei am Ende vielleicht sogar ein Null-Summen-Spiel. Der FDP/UB-Sprecher Heinz Kett fordert mehrmals vor einer Entscheidung für die Anlage zusätzliche Informationen des Anbieters. Lindner weist darauf hin, dass es nur um eine Grundsatzentscheidung für eine solche Anlage gehe, über die detaillierte Vertragsgestaltung könne unabhängig davon noch diskutiert werden. Der Marktrat trifft die Grundsatzentscheidung mehrheitlich gegen die Stimmen von Kett, Björn Beer (AfD) und Mathias Schnabl (CSU).

Tierheim: Zahlung in drei Raten

Der Markt beteiligt sich wie alle anderen Landkreis-Gemeinden an der Finanzierung des neuen Tierheims in Weiden. Zahlen will er seinen Anteil von etwas mehr als 35.000 Euro wie von Kämmerer Klaus Grünwald favorisiert in nur drei jährlichen Raten. Damit spart sich der Markt die Zinsen von etwa 7000 Euro, die bei einer jährlichen Zahlung über 20 Jahre angefallen wären. Kett bittet darum, die Gemeinden je nach Zahlung über den Baufortschritt auf dem Laufenden zu halten.

Auge auf die Schulsanierung

Die Sanierung der Schule geht endlich voran. Wie Lindner sagt, erfolge die Ausschreibung in dieser Woche. Der SPD-Sprecher Markus Staschewski spricht von einer „Sauerei“. Wenn die Kommune nicht nachgefragt hätte, wäre sie vonseiten der Architekten nicht über die jüngsten Verzögerungen informiert worden. Umso wichtiger sei es, dass die Verwaltung ein Auge darauf habe, „dass es so läuft, wie es laufen soll“. Nicht, dass am Ende Förderzeiträume abliefen. Andrea Gollwitzer (CSU) fügt an, bei einer Baumaßnahme als Auftraggeber ein Auge auf dem Baufortschritt zu haben, sei das "A und O" für das Gelingen.

Brücke: "Positive Lösung"

Kett erkundigt sich nach dem Sachstand der Brücke beim alten Feuerwehrhaus. Laut Bürgermeister wird von der Herstellerfirma die Statik noch einmal geprüft. Lindner hat, wie er gegenüber Oberpfalz-Medien sagt, am Tag nach der Sitzung noch einmal nachgehakt. Es zeichne sich demnach eine „positive Lösung“ ab.

Brückenneubau als Symbol politischer Krisen

Floss

9000 Euro für die Bewirtschaftung

Etwas mehr als 9000 Euro bekommt der Markt aus dem Topf der sogenannten Bundeswaldprämie, einer Förderung nachhaltiger Waldbewirtschaftung. Lindner sagt, der Markt habe sich dafür beworben und prompt eine Förderung bekommen. Der Jahreswirtschaftsplan des gemeindeeigenen Waldes werde mit dieser Unterstützung kein Defizit ausweisen.

Nummern am Baum: harmlos

A propos Wald: Die Nummerntäfelchen an Bäumen, die vielen Spaziergängern schon aufgefallen sind, bedeuten nicht, dass diese Bäume gefällt werden. Ganz im Gegenteil, wie Lindner sagt. Die Bäume seien lediglich im Rahmen eines Baumkatasters detailliert erfasst worden.

1700 Jahre jüdisches Leben

Kett weist auf das Jubiläum „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ hin und fragt, ob der Markt mit seiner Synagoge eine Veranstaltung plane. Laut Lindner gibt es Gespräche wegen einer Veranstaltung, die Verwirklichung sei jedoch abhängig von der Entwicklung der Pandemie.

 

 

Kommentare

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Florian Bindl

Hallo Herr Rosner, 

dass im Tirschenreuth-Newsletter auch Texte aus Floß auftauchen können, stimmt. Das liegt schlichtweg daran, dass Floß bei uns eine "Grenzregion" zwischen unseren Verbreitungsgebieten ist. Außerdem bekommen unsere Nutzer Inhalte je nach ihrem individuellen Leseverhalten ausgespielt. 
Hoffentlich konnten wir Ihnen weiterhelfen! 
Eine schöne Woche und Gruß
Onetz-Team

27.01.2021
Josef Rosner

Sehr geehrte Damen und Herren,
Ich möchte Sie einmal darauf hinweisen, dass in letzter Zeit mehrmals Artikel über Floß im Tirschenreuth Newsletter erschienen sind. Ich habe diesen zwar auch abonniert, aber viele Floßer haben ihn nicht!
In der NT Printausgabe ist Floß doch der Weidener Ausgabe zugeordnet.
Deshalb finde ich, sollte das auch im Newsletter der Fall sein

Mit freundlichen Grüßen
Josef Rosner

25.01.2021