28.05.2021 - 09:06 Uhr
FlossOberpfalz

Naturschutzbehörde gegen Solarpark Diepoltsreuth II

Die Untere Naturschutzbehörde lehnt die Erweiterung des Solarparks „Diepoltsreuth II“ ebenso ab wie sie das schon bei „Diepoltsreuth I“ getan hat. Sie fordert, Alternativen zu prüfen. Es scheint jedoch keine Alternativen zu geben.

Bürgermeister Robert Lindner (links) vereidigt den Nachrücker für Anja Lehner, den neuen SPD-Marktgemeinderat Alexander Meier (rechts); mit im Bild Verwaltungschef Stefan Bäuml, der Landschaftsarchitekt Franz Rembold und die Marktgemeinderätin Sabine Müller (von links).
von Gabi EichlProfil

Einen Solarpark in Diepoltsreuth wird es wohl nicht geben. Diese Kröte muss der Marktgemeinderat wohl schlucken. Die Untere Naturschutzbehörde schiebt einen Riegel vor die Realisierung. Adäquate Ersatzflächen anderswo im Gemeindegebiet kann zumindest der Landschaftsarchitekt Franz Rembold nicht finden, wie er im Marktgemeinderat sagt. Jedenfalls dann nicht, wenn man nicht Äpfel mit Birnen vergleichen wolle. Damit meint er, es sei keine Fläche zu finden, die den Kriterien von „Diepoltsreuth II“ entspreche. Was aber nicht heiße, so Rembold, dass es grundsätzlich keine Flächen mehr im Markt gebe, die für eine Freiflächen-Photovoltaikanlage geeignet seien.

Kett: Erweiterung sinnvoll

Unverständnis angesichts der Forderung, Alternativen zu prüfen, äußert der FDP/UB-Sprecher Heinz Kett. Es gelte doch, eine Zersiedelung mit solchen Anlagen zu vermeiden, daher sei es nur sinnvoll, wenn der bestehende Solarpark erweitert werde, statt anderswo eine Fläche zu suchen. Ein Argument, das Rembold zufolge in den Augen der Unteren Naturschutzbehörde keines ist, da diese auch schon die bestehende Anlage abgelehnt hat.

Landratsamt muss entscheiden

Rembold hält seine vorweggenommene Prüfung von Alternativen für „ziemlich griffig“, sagt er. Wie griffig sie ist, wird sich zeigen, die Entscheidung liegt beim Landratsamt. Der Marktgemeinderat steht mit Ausnahme Björn Beers (AfD) geschlossen hinter dem Projekt. Er beschließt die erneute Auslegung des Bebauungsplans und des geänderten Flächennutzungsplans, damit sich die Bürger und die Fachstellen noch einmal äußern können.

Alexander Meier vereidigt

Unter den Marktgemeinderäten, die für „Diepoltsreuth II“ stimmen, ist Alexander Meier (SPD). Es ist seine erste Abstimmung, er ist kurz vorher von Bürgermeister Robert Lindner als Nachfolger von Anja Lehner vereidigt worden. Lehner, die seit 2002 für die SPD im Marktgemeinderat saß, nennt berufliche wie private Gründe für ihren Rückzug nach fast 20 Jahren in der Kommunalpolitik. Ihr Engagement in dieser Zeit loben der Bürgermeister und die Gemeinderatskollegin Sabine Müller im Namen der Fraktion.

FFW bekommt "FF-Agent"

Die Feuerwehr bekommt die gewünschte Software „FF-Agent“. Der Kommandant Felix Müller hat sie vor kurzem den Fraktionen vorgestellt und diese laut Bürgermeister überzeugt. Das sei „kein Spielzeug“, sagt Lindner im Marktgemeinderat, die Anschaffung sei vielmehr der steigenden Zahl der Einsätze geschuldet.

„FF-Agent“ erlaubt unter anderem die Alarmierung über jedes handelsübliche Smartphone, auf dem gleichzeitig Rückmeldung gegeben werden kann, wer zum Einsatz kommen kann, wer nicht. Die Feuerwehr braucht für die Nutzung der Software je ein Tablet in ihren vier Fahrzeugen und eine Datenflat. Der Marktgemeinderat beschließt die Anschaffung von vier Tablets zu je 250 Euro und eine Datenflat von 6 Euro im Monat. Die Nutzung der Software kostet etwa 320 Euro im Jahr.

Zwei Millionen für die Schule

Kämmerer Klaus Grünwald legt den Marktgemeinderäten die Haushaltsrechnung 2020 vor. Diese bleibt um etwa zwei Millionen Euro unter den Ansätzen. Die Erklärung ist einfach: Die zwei Millionen waren für die Sanierung der Schule vorgesehen, die allerdings erst heuer begonnen hat.

Zuschuss für "Xund ins Leben"

Wie andere Gemeinden bezuschusst der Markt Floß neben Learning Campus den österreichischen Ferienfreizeit-Anbieter „Xund ins Leben“ mit 65 Euro je Kind und Woche.

Learning Campus hat heuer nur ein Angebot in Trabitz im Programm, Xund ins Leben ist auch im Markt Waidhaus mit einem Freizeitprogramm vertreten. Julia Bayer (CSU) macht sich in ihrer Funktion als „G´sundheitsbotschafterin“ des Marktes stark für die Ferienangebote; diese seien gerade in Pandemie-Zeiten ein „wahrer Goldschatz“.

Ein neues Flosser Gartenprojekt

Floss

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.