18.12.2020 - 09:55 Uhr
FlossOberpfalz

Lieber nachdenken als querdenken

Selbst die Jahresschlusssitzung endet nicht wie die vorherigen. Der Pandemie geschuldet überlassen die Fraktionssprecher allein dem Flosser Bürgermeister das Wort. Und der wird deutlich.

Bürgermeister Robert Lindner resümiert in der letzten Sitzung des Jahres sein erstes Amtsjahr und kommt zu dem Schluss: Corona saß immer mit am Sitzungstisch.
von Gabi EichlProfil

„Keine einzige Sitzung oder Zusammenkunft der Marktgemeinderäte war seitdem möglich, ohne dass dieser Virus seine Spuren hinterlassen und vieles mitbestimmt hat“, sagt Bürgermeister Robert Lindner in der Jahreschlussitzung des Flosser Markrats. Corona, das in den Sitzungen dabei ist. Corona, dessentwegen die Vereine und Geschäfte Unterstützung brauchen. Corona, das zum Querdenken verleitet. Bürgermeister Robert Lindner blickt auf ein vom Virus dominiertes erstes Amtsjahr zurück.

Trotzdem sei viel geschehen. Begonnenes weitergeführt, Neues angepackt worden. Lindner nennt ein paar Beispiele. Das neue Feuerwehrhaus sei kurz vor der Fertigstellung, die lang diskutierte Sanierung der Grund- und Mittelschule im Frühjahr angelaufen. Viele Häuser im Markt hätten neue Besitzer gefunden, und es seien einige Sanierungsberatungen geführt worden. Er sei überzeugt, sagt Lindner, dass dadurch verschiedene Leerstände beseitigt und in die Jahre gekommene Häuser mit neuem Leben erfüllt würden. Auch das Baugebiet am Sonnenhang werde gut angenommen. Überhaupt die Bautätigkeit: 25 Prozent mehr Bauanträge im Markt als in den vergangenen Jahren. Die Branche scheint als eine der wenigen nicht unter Corona zu leiden.

Lindner verhehlt jedoch nicht, dass es noch viel Unerledigtes gebe, ohne konkreter zu werden. Er dankt umfassend all jenen, die versucht hätten, aus dieser schwierigen Zeit das Beste zu machen. Und er appelliert: „Weihnachten kann trotzdem gefeiert werden, aber diesmal halt anders. Es liegt an jedem einzelnen, das Beste daraus zu machen.“ Schließlich sei das auch erste Weihnachten provisorisch, kalt und ärmlich gewesen. "E sroch nach Kuhmist und Gäste hatte auch niemand eingeladen.“ Lindner schließt mit dem Aufruf: „Lieber nachdenken als querdenken.“

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