25.04.2021 - 11:19 Uhr
FlossOberpfalz

Flosser Waldverein mit aktiver Heimatarbeit

Noch gibt es beim OWV Floß keinen Veranstaltungskalender und kein Wanderprogramm. Trotzdem fehlt es nicht an Aktivitäten

Das Wahrzeichen des 1073-jährigen Marktes ist der Röhrkasten mit Fratzengesicht und rotem Adler im Herzen des Marktes. Seit vielen Jahren kümmert sich die frühere Geschäftsfrau Johanna Lenkeit vom Waldverein um dessen Unterhaltung und Pflege. Sie erfüllt damit eine beispielhafte Heimatarbeit.
von Fred LehnerProfil

Beim Oberpfälzer Waldverein steht die Erhaltung der heimatlichen Natur, wie die Pflege und Verschönerung der öffentlichen Plätze und Anlagen, sowie der Landschaft innerhalb des Gemeindegebietes nicht nur in der Satzung, sie wird von Jahr zu Jahr immer wieder neu und aktiv mit viel Herzblut umgesetzt.

Was Vorsitzender Markus Staschewski mit den Mitgliedern des Vorstandes und Ausschusses überaus bedauern ist die Tatsache, dass der Veranstaltungsrahmen und vor allem das vielfältige jährliche Wanderprogramm durch die bestehende Coronakrise förmlich auf der Strecke bleiben müssen. Ungewollt, doch es lässt sich nichts ändern.

Trotzdem: An Aktivitäten fehlt es nicht. Einmal ist es das Wahrzeichen des Marktes, der Röhrkasten mit Fratzengesicht und Adler, der im Mittelpunkt der Unterhaltung und Pflege steht, zum anderen der Kulturhügel des St. Nikolausberges, dessen Eigentümer der Markt Floß ist. Für die frühere Geschäftsfrau Johanna Lenkeit ist die Pflege der Blumenkästen am Röhrkasten geradezu selbstverständlich. Auf Ihre Anregung hin schaffte der Waldverein neue Einsätze für die Blumenkästen an. Bei der bevorstehenden Aufstellung der renovierten zwei Ruhebänke auf dem St. Nikolausberg soll im gleichen Zusammenhang der südliche Vorplatz der St. Nikolauskirche mit einem Freischneider gepflegt werden. Ein enges Zusammenwirken mit dem Markt ist dabei angesagt.

Eines der schönsten Ruheplätze rund um den Hardter-Hügel ist der Hans-Kett-Lug. Eine Gedenkstätte des früheren ersten Vorsitzenden Hans Kett, die nach der Wiedergründung des Waldvereins im Oktober 1950 angelegt wurde. Bisher hatte sich Heimatfreund Günter Drechsler um die Pflege von Anlage mit Gedenkstein und Ruhebank gekümmert. Das ist ihm leider nicht mehr möglich ist. Vorsitzender Markus Staschewski lobte die Arbeit des Heimatfreundes und sicherte eine ständige Pflege des historischen Platzes durch den Waldverein zu.

Für den großen Heimatverein bedeutet nach Aussage des Vorsitzenden die heute über 337-jährliche jüdische Geschichte ein bedeutendes Kulturgut. Synagoge und Friedhofanlage sind Zeugen jüdischer Vergangenheit im Markt. Einvernehmlich mit Heimatpfleger und Bürgermeister a. D. Fred Lehner, er gehört heute noch zu den wenigen Zeitzeugen früherer Zeit und erlebte in seiner Kinderzeit die letzten beiden jüdischen Familien Ernst und Paula Ansbacher und Hugo und Karoline Wilmersdörfer, werden wiederkehrende geschichtliche Veröffentlichungen aus dem Schrifttum der Dissertationsarbeit von Dr. Renate Höpfinger, München, angestrebt. In nächster Zeit sind Publikationen durch heimische Medien geplant.

 

 

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