13.05.2018 - 20:00 Uhr
FalkenbergOberpfalz

Mitglieder des CSA-Kreisverbandes Tirschenreuth beeindruckt von Burg Falkenberg und dessen ...: Historisch und geowissenschaftlich wertvoll

Eine Gruppe des CSA-Kreisverbandes Tirschenreuth besichtigte die Burg Falkenberg. Martina Mark vom Forum Falkenberg zeigt ihr dabei nicht nur das altehrwürdige Gemäuer.

Die christ-sozialen Arbeitnehmer waren beeindruckt von der Burg. Ergriffen vom Lebenslauf seines Bewohners Friedrich-Werner Graf von der Schulenburg waren auch der CSA-Kreisvorsitzende Kurt Scharf (rechts neben der Büste von Schulenburg) sowie stellv. Landrat Dr. Alfred Scheidler (rechts daneben).
von Kurt ScharfProfil

Für die Besucher vom CSA-Kreisverband, zu der sich neben dem Kreisvorsitzenden Kurt Scharf aus Kemnath auch stellvertretender Landrat Alfred Scheidler gesellte, war beeindruckend, dass sich mitten im Landkreis Tirschenreuth so ein geschichtsträchtiges Zentrum befindet. Martina Mark begann ihren Rundgang mit Erläuterungen zum Entstehen der Burg mit ihren vielfältigen Besitzern über die umfassende Renovierung bis hin zum Lebenslauf von Friedrich Werner Graf von der Schulenburg und seiner Familie.

Erstmals urkundlich erwähnt ist die Burg indirekt im Jahr 1154 im Namen eines "Pilegrin de Valkenberch". Seit seiner Entstehung hatte dieser Wehrbau viele Besitzer. Um 1300 kam er in den Besitz des Klosters Waldsassen, um 1571 war er in kurpfälzischer Hand. Kurz vor Ende des Dreißigjährigen Krieges (1618 bis 1648) wurde die Burg von Truppen des schwedischen Generals Königsmarck beschossen und erobert. Der Felsen, auf dem die Burg steht, besteht aus Falkenberger Granit. Die Felsburg hat das Landesamt für Umwelt als geowissenschaftlich besonders wertvolles Geotop und Naturdenkmal eingestuft.

Von 1936 bis 1939 baute Friedrich-Werner Graf von der Schulenburg die Burg wieder auf, die sich in einem maroden Zustand befand. Der frühere deutsche Botschafter in Moskau wollte darin mit seiner Familie seinen Lebensabend verbringen. Schulenburg trat für eine Verständigung zwischen Deutschland und der Sowjetunion ein und war maßgeblich am Zustandekommen des deutsch-sowjetischen Nichtangriffspakts vom August 1939 beteiligt.

Im Sommer 1943, so Mark weiter, suchte Carl Friedrich Goerdeler, ein Kopf des deutschen Widerstands, Kontakt zu Schulenburg. Nach dem gescheiterten Attentat vom 20. Juli 1944 wurde er verhaftet und wegen Hochverrats angeklagt. Am 10. November wurde Friedrich-Werner Graf von der Schulenburg in der Hinrichtungsstätte des Strafgefängnisses Berlin-Plötzensee erhängt. Mit vielen Dokumenten unterstrichen, zeigte dann ein 20-minütiger Film das Wirken und Leben des Grafen und seiner Familie.

Kurt Scharf dankte Mark für die eindrucksvolle Führung mit einer Geldspende zur Erhaltung der Burganlage.

 

 

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