09.07.2020 - 13:16 Uhr
Etzgersrieth bei MoosbachOberpfalz

Statt Geburtstagsfeier Spende für die Kinderkrebshilfe

Der Etzgersriether Bäckermeister Alois Meier feiert bei bester Gesundheit seinen 70. Geburtstag. In der Corona-Zeit sieht er von einer Geburtstagsfeier ab. Davon profitieren kranke Kinder.

Bäckermeister Alois Meier (links) feiert seinen 70. Geburtstag. Statt einer Geburtstagsfeier spendet er 2000 Euro für die Kinderkrebshilfe. Den Betrag überreicht er an den Vorsitzenden der Kinderkrebshilfe in der Region Oberpfalz Nord, Herbert Putzer (rechts).
von Peter GarreissProfil

Neben seiner Familie, den Verwandten und Bekannten wünschte auch die Belegschaft der Bäckerei Meier ihrem Seniorchef das Allerbeste. 1974 übernahm Alois Meier die 1930 gegründete Bäckerei von seinen Onkeln Alois und Ludwig. Im Jahre 2005 gab er den Betrieb, den er um eine Filiale in Vohenstrauß erweitert hatte, an seinen Sohn Christian weiter. Der Seniorchef ist aber noch voll im Einsatz. Der „Akzersriether Beck“ ist im östlichen Landkreis Neustadt/WN weithin bekannt.

Verheiratet ist der Meier seit 1974 mit Elfriede Kölbl aus Saubersrieth. Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor. Inzwischen erfreuen acht Enkel den Opa. Gerne widmet sich der rührige Jubilar seinen Hobbys: der Landwirtschaft, dem Weiher und den Waldarbeiten. Bei Bedarf hilft er auch gerne in der Bäckerei aus.

Statt Festgäste lud Alois Meier zu seinem 70. Geburtstag den Vorsitzenden der Kinderkrebshilfe in der Region Oberpfalz Nord, Herbert Putzer, zur Übergabe einer finanziellen Hilfe für krebskranke Kinder ein. Der Jubilar überreichte ihm die stattliche Summe von 2000 Euro – Putzer war überwältigt vor Freude.

Der Vorsitzende der Kinderkrebshilfe schilderte gerne Arbeit und Aufgaben seiner Institution. Aktuell unterstütze man 107 Familien, informierte er. Seit der Gründung des Vereins im Jahr 2004 wurden immerhin schon 201 Familien mit einem finanziellen Aufwand von insgesamt 1,1 Million Euro unterstützt.

Familien mit krebskranken Kindern stünden oft vor schier unlösbaren Aufgaben, hob Putzer hervor. Die finanzielle Unterstützung Betroffener stehe deshalb an der Spitze der Hilfe. Daneben werden Fahrtkostenzuschüsse sowie Gelder zur Beschaffung von Sach- und Hilfsmitteln gewährt. Auch Familienfahrten und -urlaub werden unterstützt. Beihilfen zur Erholung der gesamten Familie in Behandlungspausen oder zur Mitfinanzierung von Elternwohnungen kommen ebenfalls sehr oft vor. Schließlich wird auch die Beschaffung von Einrichtungsgegenständen für die Patientenzimmer und medizinischen Gerätschaften mit Geldern der Krebshilfe unterstützt.

Der Vorsitzende betonte ausdrücklich, dass 100 Prozent der Spenden an Familien in der Region gehen. Deren Not sei unvorstellbar groß. Die Kinderkrebshilfe sei auf Spenden angewiesen, machte Putzer deutlich und wies auch auf die Möglichkeit hin, dem Verein als Mitglied beizutreten. Der Jahresbeitrag liege nur bei zwölf Euro.

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