29.04.2021 - 09:04 Uhr
EtzenrichtOberpfalz

Viel Energie fürs Thema Energie in Etzenricht

Gibt es Bedenken zum neuen Flächenutzungsplan für die geplante große Photovoltaikanlage in Etzenricht? Der Gemeinderat Etzenricht erfährt die Neuigkeiten.

Die Erdarbeiten im Areal der künftigen Photovoltaikanlage sind bereits im Gange.
von fsbProfil

In der Gemeinderatssitzung war erneut der geplante Energiepark Thema. Dieser soll auf einem 2,8 Hektar großen, ehemaligen Sand- und Kiesabbaugebiet nahe der Staatsstraße 2238 und in etwa 200 Meter Entfernung vom SV-Sportgelände Richtung Weiden entstehen. Die fertige Photovoltaikanlage wird etwa 2,5 Megawatt Peak (elektrische Leistung) erbringen und kann mit 2,9 Millionen Kilowattstunden pro Jahr den elektrischen Versorgungsbedarf von 750 Haushalten decken.

In der Sitzung vom 26. November 2020 waren die Entwürfe für die Änderung des Flächennutzungsplans und des vorgezogenen Bebauungsplans "Photovoltaik Etzenricht" einstimmig gebilligt worden. Es folgte die Beteiligung der Öffentlichkeit, der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange. Fachplaner Matthias Rembold stellte nun in der jüngsten Sitzung deren Stellungnahmen, Anregungen und Bedenken vor. Sie wurden jeweils mit 11:0 zur Kenntnis genommen. Ebenfalls mit 11:0 stimmte der Gemeinderat dann für die Flächennutzungsplanänderung und die Satzung für die Bebauungsplanaufstellung.

Ein beabsichtigter weiterer Freiflächen-Solarpark beschäftigte den Gemeinderat. Der Antrag kam von der Firma Unien GmbH, Mering. Sie spekuliert auf die Grundstücke mit den Flurnummern 397, 398, 400 und 402, beziehungsweise Teilflächen davon. Doch der Gemeinderat sprach sich mit 12:0 gegen das Projekt aus. Zum einen stellten diese Flächen einen bewirtschaftbaren Grund mit einer hohen Bonität dar und der Verlust für die landwirtschaftlichen Erträge könne hier nicht hingenommen werden. Andererseits handle es sich um eine der wenigen unbebauten und nicht bewaldeten Flächen, so dass die Beeinträchtigung des Landschaftsbildes ebenfalls nicht akzeptiert werden könne.

Bürgermeister Schregelmann berichtete über die Ergebnisse einer am 23. März mit der Polizeiinspektion Neustadt/WN durchgeführten Verkehrsschau. Zum Parkproblem durch Lastwagen in der Wildenauer Straße, gegenüber Edeka, wurde protokolliert, dass nicht zwingend erforderlich sei, hier einzuschreiten. Selbst bei einem geparkten "40-Tonner" verbleibe noch eine Restfahrbahnbreite von etwa 3,60 Meter. Als mögliche Lösung bot sich eine Beschilderung mit dem Verkehrszeichen "Absolutes Halteverbot" mit Richtungspfeilen nach links und rechts im Einfahrtsbereich vom ersten Laternenmast aus Richtung der Staatsstraße kommend bis zum Beginn "Zone 30" an. Dem gab der Gemeinderat mit 12:0 die Zustimmung.

Ein weiterer Punkt betraf die Sperlhammerstraße Richtung Kläranlage und zurück. In diesem Bereich herrscht vor allem an Wochenenden ein erhöhtes Fußgängeraufkommen und zusätzlicher Verkehr Richtung Tennisplatz beziehungsweise Wehr. Hier sind zwar laut Polizei aufgrund der geringen Straßenbreite und der Unübersichtlichkeit für Autos keine hohen Geschwindigkeiten möglich, doch es gab keine Einwände, das Gefahrenzeichen "Fußgänger" anzubringen. Während Andreas Schiesl (CSU) der Meinung war, das Schild sei besonders für Ortsfremde zu deren Sicherheit wichtig, stellte Hans Beutner (UPW) dessen Notwendigkeit in Frage. Den mit 3:9 abgelehnten Antrag, dieses Schild aufzustellen, befürworteten nur Gabriela Bäumler (UPW), Michael Feige und Andreas Schiesl (beide CSU). Für den Wunsch von Anwohnern der Weidener Straße 40 auf eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 30 Sachen pro Stunde wurde von der Polizei keine Veranlassung gesehen.

Gegen das Planungsvorhaben der Gemeinde Weiherhammer zur Änderung des Bebauungsplanes "An der Straße nach Mantel" erhebt die Gemeinde keine Einwendungen (12:0). In einer Bauvoranfrage auf Errichtung eines Mehrfamilienwohnhauses "Am Steigacker 28" wurde um geplante notwendige Befreiungen vom Bebauungsplan gebeten. Das Gremium stimmte einer Überschreitung der Baugrenzen des Wohngebäudes und einer Erhöhung des Kniestockes nicht zu. Der Bebauungsplan ist einzuhalten. Das Carport darf an die dargestellte Stelle versetzt werden, der Antragsteller aber keine Zufahrt vom nördlich gelegenen Feldweg auf das Grundstück errichten (12:0).

Blitzum- und anbau in Etzenricht, sonst wird's teuer

Etzenricht
Ist hier in der Sperlhammer Straße ein Verkehrsschild notwendig? Der Gemeinderat wägt ab
Hintergrund:

Sitzverteilung im Etzenrichter Gemeinderat

  • CSU: 6 Sitze (inklusive Bürgermeister Martin Schregelmann)
  • UPW: 4 Sitze
  • SPD: 3 Sitze

 

 

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