09.07.2020 - 10:58 Uhr
EtzenrichtOberpfalz

Etzenricht will Tankstelle, Handwerker und Logistiker ansiedeln

Etzenricht ist eine ruhige Vorstadtgemeinde mit guter Wohnqualität und quirligem Vereinsleben. So weit die aktuelle Lage. In Zukunft könnte das Dorf aber auch als Wirtschaftsstandort von sich reden machen.

Bürgermeister Martin Schregelmann gibt die Richtung vor. Dort, wo links hinter ihm noch Bäume stehen, soll ein neues Gewebegebiet entstehen. Unter anderem soll dort eine Tankstelle eröffnen.
von Friedrich Peterhans Kontakt Profil

Bürgermeister Martin Schregelmann tüftelt fleißig daran, seinem Ort demnächst zu einem Gewerbegebiet zu verhelfen. "Anfragen von Betrieben sind" da, sagt der Rathauschef. Bis in zwei Jahren will er Interessenten 50000 Quadratmeter Fläche an der Staatstraße Weiden-Hirschau in Richtung Oberwildenau anbieten. Eine Branche steht schon fest. Ein Tankstellenbetreiber hat Interesse angemeldet. Er will auch eine Waschanlage bauen. Ferner ist von einem Logistikbetrieb die Rede. Für den erschlossenen Quadratmeter soll ein Preis von rund 60 Euro fällig werden.

"Mit den beiden Grundeigentümern herrscht Einigkeit", sagt Schregelmann. Er betont, dass ein "geräusch- und immissionsarmes" Gewerbegebiet entstehen soll. Dazu muss zunächst einmal der Flächennutzungsplan geändert werden. Zudem holt die Gemeinde für das weitere Vorgehen einen Fachmann an Bord: Landschaftsplaner Gottfried Blank aus Pfreimd. Nächste Woche hat der Bürgermeister einen Termin mit ihm.

Bald soll es auch erste Gespräche mit dem Landratsamt geben. Dort haben Fachstellen wie die Untere Naturschutzbehörde ein Wörtchen mitzureden. Diesen Fahrplan hat bislang Corona etwas aufgehalten. Dafür geht es auf der gegenüberliegenden Seite des Gewebegebiets eifrig voran.

Direkt neben dem Edeka-Markt siedeln sich zwei kleine Handwerksbetriebe an. Die Fensterbaufirma Walter gibt es seit 2009. Sie hat ihr Büro in Weiden und ihr Lager in Luhe-Wildenau. Das will Inhaber Daniel Walter nun auf 700 Quadratmetern in Etzenricht zusammenfassen. Er beschäftigt vier Mitarbeiter. Die Firma baut Fenster, Türen und Rollläden für Privathäuser und Firmengebäude. Bis Ende August soll der Umzug erfolgen.

Ebenfalls einen Doppelstandort betreibt die Familie Weiß aus Neunkirchen. Sie ist auf Elektroinstallationen für Fertighäuser und Baugenossenschaften spezialisiert. Das Lager befindet sich in Mantel. "Dort ist das Haus zu groß und das Lager zu klein", erklärt Seniorchefin Katharina Weiß. Ihr Sohn Norbert, der die Geschäfte führt, hat sich deshalb für Etzenricht entschieden. Haus und Halle sind auf rund 400 Quadratmetern bereits erkennbar. Bis Februar nächsten Jahres soll der Umzug abgeschlossen sein. Elektro-Weiß beschäftigt vier Angestellte.

Der Rohbau der Fensterbaufirma Walter wächst zurzeit direkt hinter dem Edeka-Markt in Etzenricht in die Höhe.

Aktuelles aus dem Gemeinderat Etzenricht

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