27.04.2021 - 11:35 Uhr
EtzenrichtOberpfalz

Etzenricht greift tief in die Geldschatulle

Etzenricht soll einen Waldkindergarten bekommen. Um schnell handeln zu können, werden die Kosten schon mal im Haushalt eingeplant. Der ist heuer an sich schon überaus üppig.

Zum Kindergarten St. Nikolaus am Franz-Ettenreich-Platz soll zusätzlich ein Waldkindergarten entstehen.
von fsbProfil

Die Gemeinde plant als weiteres Betreuungsangebot zusätzlich zum Kindergarten St. Nikolaus, den derzeit aus dem Gemeindebereich 46 Kinder und 5 in der Krippe besuchen, die Öffnung eines Waldkindergartens. Zur Umsetzung sind erst einmal Planungen und Fachgespräche notwendig. Um flexibel handeln zu können, wurden Mittel von 40.000 Euro im Haushaltsplan 2021 bereitgestellt.

Diesen erläuterte Kämmerer Christian Wirth in der Gemeinderatssitzung im Katholischen Pfarrheim detailliert. Der Etat war vorher bereits im Finanzausschuss intensiv beraten worden. Sein Gesamtvolumen von 6.075.300 Euro, fast 1,7 Millionen Euro mehr gegenüber dem Vorjahr, macht ihn zu einem Rekordhaushalt. Der Grund dafür liege in den Investitionen sowie im Erwerb von Grundstücken für die weitere Entwicklung der Gemeinde, wobei sie zur Umsetzung in Vorleistung gehen muss. Hierfür sind 1.309.300 Euro vorgesehen. Der Haushalt, so Wirth, sei geprägt von den Ausgaben für den Umbau in der Grundschule und der Ausweisung eines Gewerbe- und eines Baugebietes. Der Verwaltungshaushalt schließt mit den Einnahmen sowie den Ausgaben mit je 3.280.700 Euro, der Vermögenshaushalt, zu dessen Ausgleich 1.609.600 Euro von den Rücklagen entnommen werden müssen, mit je 2.794.600 Euro ab.

Somit verbleiben noch 1,7 Millionen Euro als allgemeine Rücklage. Der Schuldenstand der Gemeinde mit 1555 Einwohnern wird durch die geplanten Tilgungen voraussichtlich 279.985 Euro betragen, 180 Euro pro Einwohner. Die Hebesätze für Grundsteuer A und B mit je 300 Prozent und die Gewerbesteuer mit 330 Prozent bleiben unverändert. Bei den Einnahmen schlagen vor allem die um 153.300 Euro gestiegenen Schlüsselzuweisungen und die um 84.700 Euro gestiegene Gewerbesteuer zu Buche. Um 36.500 Euro verringerte sich hingegen die Einkommenssteuerbeteiligung.

Bei den Ausgaben sank die Gewerbesteuerumlage im Vergleich zu 2020 um 39.500 Euro auf 64.500 Euro sowie die VG-Umlage um 26.800 Euro. Ebenso ging die Kreisumlage um 65.300 Euro auf 609.744 Euro zurück, was auch von der um 190.449 Euro gesunkenen Steuerkraftzahl abhängt.

Die größten Ausgaben: Glasfaseranschluss im Rathaus: 33.000 Euro bei erwarteten Fördermitteln von 27 300 Euro. Anschaffung von Schutzanzügen für die Feuerwehr, Unterhalt, Ausbildung und Gerätschaften: 63.000 Euro. Umbau der Grundschule: 775.000 Euro. Glasfaseranschluss Schule: 75.000 Euro bei erwarteten 50.000 Euro Fördermitteln. Flächennutzungspläne und Bebauungspläne, einschließlich Gutachten: 50.000 Euro. Sanierungs- und Unterhaltsmaßnahmen an Straßen: 83.400 Euro. Ausbau Fußweg am Algunder Weg: 15.000 Euro. Bauhof: Fahrzeug: 25.000 Euro sowie eine Sträucher/Hecken-Astschere als Anbauteil an den Unimog: 70.000 Euro. Für eine Unterstellhalle an der Kläranlage sind Kosten von 55.000 Euro angesetzt. Wasserversorgung: Beschichtung des Hochbehälters: 55.000 Euro

Jeweils mit 12:0 wurden der Stellenplan und die Haushaltssatzung mit Haushaltsplan 2021 sowie das Finanz- und Investitionsprogramm 2020 bis 2024 genehmigt.

Pläne für die Etzenrichter Schule

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