23.08.2020 - 09:17 Uhr
EtzelwangOberpfalz

Regionalexpress rast in Schafherde - 16 Tiere sterben

Ein schreckliches Bild bot sich den Einsatzkräften am Samstagabend zwischen Weigendorf und Etzelwang. Ein Zug fuhr in eine Schafherde.

Ein Regionalexpress konnte nicht mehr bremsen und fuhr am Samstagabend in eine Schafsherde.
von Eva-Maria Hinterberger Kontakt Profil

Ein Regionalexpress ist am Samstagabend, 22. August, auf der Bahnstrecke von Nürnberg nach Weiden in eine Herde Schafe gefahren. 16 Tiere sind dabei ums Leben gekommen. Von den Reisenden im Zug wurde niemand verletzt. Die Zugstrecke war rund 90 Minuten gesperrt.

Wie die Bundespolizei in Waldmünchen mitteilt, wurde sie gegen 19.25 Uhr von der Notfallleitstelle der Deutschen Bahn über den Unfall informiert. Der Zug war mit einer Geschwindigkeit von rund 100 km/h unterwegs, als es zwischen Weigendorf und Etzelwang im Landkreis Amberg-Sulzbach zu dem Unglück kam.

Der 36-jährige Lokführer habe zwar laut Polizei eine Schnellbremsung eingeleitet, jedoch hatten die Schafe nicht auf seine Notsignale reagiert.

Wie die Bundespolizei weiter mitteilt, gehörten die 16 Schafe zu einer Herde, die sich in der Nähe des Unglücksortes in einem eingezäunten Areal befand. Warum die Schafe aus dem Gehege ausbrechen konnten und auf den Gleisen standen, ist noch unklar. Die Bundespolizei Waldmünchen ermittelt.

Der Zug ist anschließend zum Bahnhof in Neukirchen bei Sulzbach-Rosenberg weitergefahren, damit die Reisenden aussteigen konnten. Da am Zug keine Schäden festgestellt werden konnten, entschied der Notfallmanager der Bahn, dass der Zug mit rund eineinhalb Stunden Verspätung seine Reise nach Weiden fortsetzen konnte. Die toten Schafe wurden von der Frau des 54-jährigen Schafherdenbesitzers und ihrem Sohn von den Gleisen entfernt, so dass die örtliche Feuerwehr nicht alarmiert werden musste.

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