07.05.2019 - 13:47 Uhr
EtzelwangOberpfalz

Heimrecht für Hupfelting

Postwirtin Amalie Pritzl plagen finanzielle Sorgen. Ihre Fremdenzimmer stehen leer, genauso die Wirtsstube und die Metzgerei: Daraus lässt sich eine ländliche Komödie stricken.

Hier kracht es mal wieder gewaltig: Die schwäbischen Wurstfabrikanten Gottlieb und Olga Schäufele (links) im lauten Wortgefecht mit den Nachbarn vom Postwirtshaus von Amalie Pritzl (rechts). Zwischen den Fronten der korrupte Bürgermeister Grassinger (Mitte). In drei Aufführungen zeigt die SVE-Theatergruppe das Stück „Das verkaufte Dorf“.
von Autor CSKProfil

Mehr als 300 Zuschauer verbrachten heitere Abende bei den drei Vorstellungen des Stücks "Das verkaufte Dorf" in der Turnhalle in Etzelwang. Vorsiteznder Benjamin Rischkau freute sich über das Interesse an der Schauspielgruppe des Sportvereins Etzelwang. Regisseurin Irmgard Kaula hatte sie über einige Monate hinweg fit für die Aufführungen gemacht.

Die Postwirtin von Hupfelting, Metzgermeisterswitwe Amalie Pritzl (gespielt von Elisabeth Steger-Piehl), steht finanziell mit dem Rücken zur Wand. Ihre Tochter Sabine (gespielt von Lena Heinl) bricht die teure Hotelfachschule ab, um ihrer Mutter das Leben leichter zu machen. Genau das Gegenteil beabsichtigen die neuen Nachbarn, das schwäbische Unternehmerpaar Gottlieb und Olga Schäufele (gespielt von Hans Zacharias und Salome Kaula) mit ihrer Hausgehilfin Ursel (gespielt von Birgit Sertl). Es hagelt Vorwürfe: Der Gockel kräht zu laut, die Kirchenglocken sind Lärmbelästigung, und der Biergarten des benachbarten Postwirtshauses eine Zumutung.

Vor Gericht erklagen sich die Schäufeles ein Recht nach dem anderen, und Bürgermeister Sepp Grassinger (gespielt von Irmgard Kaula) hilft ihnen dabei. Denn er hofft darauf, dass die Schäufeles ihre Wurstfabrik in Hupfelting bauen und viel Geld in die Gemeindekasse kommt. Dazu müssten sie allerdings das Anwesen von Amalie Pritzl kaufen. Der Erlös würde auf einen Schlag die Misere der Postwirtin beheben, aber sie sträubt sich. Als die große Eröffnung des Biergartens in die Binsen geht, lässt sich Amalie Pritzl dann doch zum Verkauf überreden. Aber Geselle Xaver (gespielt von Andreas Pesel) und Mesner Simmerl (gespielt von Markus Lehnerer) rufen das "Heimrecht für Hupfelting" aus und schmieden einen Plan, wie sie die Schäufeles wieder los werden.

Als sie ihnen schließlich eine Denkmalschutzbescheinigung des erworbenen Wirtshauses vorlegen, reicht es dem Unternehmerpaar, und sie reisen ab. Ihren Sohn Felix (gespielt von Lukas Pürner) lassen sie allerdings zurück in Hupfelting. Er hat sich mit der Tochter von Amalie Pritzl verlobt und wird gemeinsam mit den anderen den Neustart des Postwirtshauses mitgestalten.

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